Schlagwort-Archiv: Erfahrungsbericht

Sara’s Erfahrungsbericht I: In meinem Leben spielt Hashimoto kaum noch eine Rolle!

Es gab eine Zeit, da hätte ich nie gedacht, dass ich das einmal so schreiben würde. Oder dass ich einfach wieder ganz normal leben und alles das machen kann, was ich machen will. Denn jahrelang hat die → Hashimoto-Thyreoiditis mein Leben bestimmt. Es hat sich wirklich alles nur um diese autoimmune Entzündung der Schilddrüse und die daraus resultierende Schilddrüsenunterfunktion gedreht.

Nicht weil ich mich da hineingesteigert oder unbedingt hätte krank sein wollen. Ich hasse es, wenn die Hashimoto-Thyreoiditis als Modekrankheit dargestellt wird und es fast als “in” gilt auch eine Autoimmunthyreoiditis zu haben! Ich hätte gut und gerne auf das alles verzichten können, was jetzt hoffentlich dauerhaft hinter mir liegt. Wirklich sicher bin ich mir nicht. Sara’s Erfahrungsbericht I: In meinem Leben spielt Hashimoto kaum noch eine Rolle! weiterlesen

Wenn Ärzte zu Patienten werden

Wenn ich Kontakt mit anderen SchilddrüsenpatientInnen habe, geht es fast immer auch um die Probleme einen kompetenten Schilddrüsenspezialisten für die Diagnose und Therapie zu finden. Über die schwierige und nicht selten langwierige Suche nach einem guten Arzt habe ich hier auch schon häufiger geschrieben. Deshalb fand ich den vor einigen Tagen am 01.12.13 von der Medical Tribune veröffentlichten Artikel “Wenn Ärzte zu Patienten werden” sehr lesenswert. Darin geht es um die Erfahrungen einer Ärztin die selbst an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist und von ihren Problemen bei der Arztsuche erzählt. Link funktioniert nicht mehr.

Die “goldene Dosis” oder auf der Suche nach dem unmöglichen Traum?

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Annette Creson.

Ich habe diesen Titel gewählt, weil so ein Editorial in einer SD-Zeitung betitelt war, wo es um den idealen SD-Hormonersatz ging und ob er möglich ist (M. M. Kaplan, D. H. Sarne, A. B. Schneider: „In Search of the Impossible Dream? Thyroid Hormone Replacement Therapy That Treats All Symptoms in All Hypothyroid Patients“ J Clin Endoc a Metab 2003, 10(88): 4540 – 4542). Langsam, sehr langsam setzt sich auch in der Fachwelt der Zweifel durch, ob es immer und in allen Fällen so einfach möglich ist, perfekten Ersatz zu schaffen. Perfekt hieße, daß es dem Patienten unter der idalen Dosierung so wie ohne die Erkrankung ginge. Diese “goldene Dosis”, die ideale Einstellung habe ich auch lange gesucht und tue es irgendwo noch immer. Bei mir scheint es nicht zu funktionieren und bei sehr vielen, die ich kenne, auch nicht. Es geht besser als ohne Hormone, keine Frage, ich möchte nie wieder in diese Hypohölle zurück. Es geht auch besser als ohne T3, auch wieder keine Frage. Und ich weiß inzwischen so einigermaßen, wo ich NICHT hin darf mit den Werten. ABER, und das ist ein großes aber, so wie vorher geht es nicht und richtig gut geht es nicht. Die Belastbarkeit ist nie wieder wie vorher geworden, meine Muskeln sind kaum noch vorhanden, mein Konzentrationsvermögen ist nicht toll und ich habe so ein Paket Symptome, an die ich einfach nicht rankomme, egal wie die Dosis ist. Wohlgemerkt, ich merke Dosisänderungen durchaus, also von Resistenz keine Spur. Ich arbeite weiter daran, gehe neue Wege, für mich ist es momentan der Weg der Nahrungsergänzung (B12, Folsäure, Eisen), aber ich habe auch da Erfahrungen sammeln dürfen im Umkreis, die besagen, daß weitere Besserung möglich, langfristiges “Sich-richtig-gut-fühlen” oft unmöglich ist. Ich weiß, daß auch im amerikanischen Forum kaum welche sind, denen es richtig gut geht. Selbst → Mary Shomon, vielen hier sicher ein Begriff durch ihre Bücher, geht es nicht “richtig gut”. Die “goldene Dosis” oder auf der Suche nach dem unmöglichen Traum? weiterlesen

Barbara’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis

Diese Beschwerden waren für mich der Anlaß einen Arzt aufzusuchen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Zyklusstörungen

Meine Diagnosen: Struma nodosa, → Hashimoto-Thyreoiditis, HPU

Ich sitze heute hier und denke mir: Warum sind Ärzte so? Warum werden die Symptome der Patienten ignoriert oder als nur psychisch weg geschoben? Und vor allem: Warum werden sie weg geschoben auch wenn sie tatsächlich mal psychisch sein sollten? Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn Hashimoto früher behandelt worden wäre? Aber ich sollte von vorne erzählen:

Wahrscheinlich habe ich Hashimoto seit meiner Pubertät. Die ganzen Symptome waren da, allerdings noch nicht so ausgeprägt. Das Zunehmen konnte man durch Hungern noch regulieren. Die Müdigkeit und die Konzentrationsschwäche wurden als pubertäres Problem abgetan und ich musste mir anhören: „Stell’ dich nicht so an und reiß dich zusammen!“ – Also riss ich mich zusammen. Um meinen Körper ordentlich zu versorgen wuchs und wuchs meine Schilddrüse stetig. Bei Blutentnahmen wurde nur der TSH kontrolliert und der war immer in der Norm (alter Wert bis 4,5). Werte selber habe ich nie bekommen und in Unwissenheit auch nie gefordert. Ich habe dem Arzt vertraut und ihm geglaubt dass alles in Ordnung ist und dass die Probleme einzig und allein an mir liegen. So wurde ich dann doch dicker, unbeweglicher weil mir die „Knochen“ weh taten und auch schwieriger für meine Umwelt und für mich. Ich konnte mich selbst und vor allem meinen Körper nicht leiden. Trotzdem habe ich weiterhin versucht mich zusammenzureißen. Barbara’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Susanne’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis

Der nachfolgende Text wurde am 23.01.17 aktualisiert!

Ich möchte mich sehr herzlich bei Nicole bedanken, weil sie diesen Bericht hier auf der Homepage veröffentlicht. Alles was ich hier aufgeschrieben habe, sind meine eigenen subjektiven Erfahrungen. Sie sollen Mut machen, nicht an Hashimoto zu verzweifeln. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Was nicht passend ist, müssen wir eben für uns passend machen. Ich musste lernen, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und diese Erfahrungen möchte ich gern an Euch weitergeben. Solltet Ihr Fragen etc. zu meinem Bericht haben, könnt Ihr Euch gern unter [Anm.: E-Mail-Adresse ist nicht mehr aktuell] mit mir in Verbindung setzen. Susanne’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Britta’s Diät-Tagebuch – Abnehmen mit Hashimoto-Thyreoiditis

Shopping-Frust statt Shopping-Lust

16.02.12 Hallo, ich bin Britta, 37 Jahre alt, verheiratet und Hausfrau. Ich habe eine Hashimoto-Thyreoiditis und nehme deswegen auch schon seit mehreren Jahren Schilddrüsenhormone ein. Damit geht es mir ganz gut, obwohl ich manchmal das Gefühl habe meine Gesundheit ist seit der Diagnose eine Dauerbaustelle. Irgendetwas ist halt immer … Momentan ist das Gewicht wieder mal ein Thema für mich. Dabei war ich immer normalgewichtig. Nicht so klapperdürr wie die jungen Mädels heutzutage, aber eben okay. So um die 60 kg bei 169 Körpergröße. Seit ich schilddrüsenkrank bin, ist mein Gewicht rapide nach oben geklettert bzw. seit der Einnahme der Schilddrüsenhormone stagniert es auf hohem Niveau. Heute dann der Schock. Ich war in der Stadt bei H & M und wollte mir einen Rock kaufen. Um genau zu sein den hier, in schwarz, Größe 44. Wirklich schön! Aber ich habe ihn nur noch mit Müh und Not überhaupt zugekriegt. Dabei ist das Material stretchig. Erst wollte ich ihn eine Nummer größer nehmen, doch dann habe ich gedacht, jetzt ist Schluß!!! Obwohl er mir nicht richtig passt, habe ich ihn trotzdem gekauft. Gewissermassen als Anreiz. Wie lange es dauert bis der Rock gut sitzt, weiss ich zwar nicht, aber eins weiss ich, ab heute nehme ich ab!!! Britta’s Diät-Tagebuch – Abnehmen mit Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Glaubt an euch, kämpft für eure Gesundheit und wehrt euch!

Dieser Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Andrea Hauschildt (Hashimoto-Thyreoiditis-Patientin).

Ehrlich gesagt, kann ich die Selbstbeweihräucherung von Ärzten, Krankenversicherungen und Gesundheitspolitikern nach dem Motto „Unser Gesundheitssystem gehört zu den Besten der Welt!“ kaum noch ertragen. Wie kann man sich selbstzufrieden zurücklehnen, wenn es im Schnitt fünf Jahre dauert und mindestens genau so viele Ärzte braucht, um eine weit verbreitete Volkskrankheit wie die Hypothyreose aufgrund einer Hashimoto-Thyreoiditis zu diagnostizieren?

Selbsterkenntnis wäre – dem Sprichwort nach – der erste Schritt zur Besserung. Aber Ärzte verstehen es mit Aussagen wie „individueller Behandlungszufriedenheit“, „mangelnder Compliance“, „Somatisierungsstörung“ oder „psychisch krank“ den schwarzen Peter geschickt den Patienten zuzuspielen. Ich weiss, wovon ich schreibe. Denn ich habe das alles viel zu lange mit mir machen lassen. Warum? Wahrscheinlich, weil ich den Ärzten mehr vertraut habe als mir selbst und immer geglaubt habe, dass ich irgendwie selbst schuld bin. Aber auch, weil es mir gesundheitlich jahrelang extrem schlecht ging und mir die Kraft fehlte mich zur Wehr zu setzen. Jetzt ist es für mein eigenes Leben fast zu spät … Glaubt an euch, kämpft für eure Gesundheit und wehrt euch! weiterlesen

Buchvorstellung – Ines Schröder „Wo ist der Sommer?“

Beschreibung

  • Autorin: Ines Schröder
  • Titel: Wo ist der Sommer?
  • Verlag: Iris Kater Verlag, Viersen
  • Erscheinungsdatum: 1. Februar 2010
  • Größe: 19 cm x 12 cm x 1,3 cm
  • Gewicht: 251 g
  • ISBN: 978-3-940063-16-8
  • Preis: 14.95 EUR
  • Sonstiges: Taschenbuch, 226 Seiten

Über die Autorin

Ines Schröder ist Journalistin, Psychologie-Studentin, Katzenliebhaberin und Musicalfan.

Nach einer Routineoperation an der Schilddrüse (Schilddrüsenknoten, Hashimoto-Thyreoiditis) erleidet sie einen dramatischen gesundheitlichen Einbruch, von dem sie sich nur sehr langsam wieder erholt. Diese persönliche Schicksal verarbeitete sie in ihrem ersten eigenen Buch.

Meine Meinung

Das Buch “Wo ist der Sommer?“ von Ines Schröder ist kein typischer Erfahrungsbericht. Es handelt nur am Rande von Krankheitssymptomen, Arztgesprächen, medizinischer Diagnostik, Untersuchungsbefunden und Therapien.

Vielmehr beschreibt Ines Schröder ihr alltägliches Leben, welches durch eine Schilddrüsenoperation eine dramatische Wende genommen hat. Nicht wehleidig klagend über den Verlust an Lebensqualität, sondern trotz aller Einschränkungen aktiv und mutig ihr neues Leben annehmend. Auf diese Weise erhält der Leser spannende Einblicke in das Schicksal dieser starken und tiefgründigen Frau, die ihm dieses Teilstück ihres Lebensweges zeigt.

Mir persönlich hat „Wo ist der Sommer?“ ausgesprochen gut gefallen. Es ist toll geschrieben und obwohl es nichts beschönigt, macht es doch Mut und stimmt hoffnungsvoll. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Schilddrüsenpatienten – besonders aber diejenigen, denen es trotz Behandlung nicht gut geht!


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