Schlagwort-Archiv: Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom

Ergebnisse der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom

Eisai Co., Ltd. präsentierte auf dem European Cancer Congress 2015 neue Ergebnisse zur Verlängerung des Gesamtüberlebens unter der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom.

Über Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) 

Lenvima® erhielt im Mai 2015 von der Europäischen Kommission die Zulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, differenziertem (papillärem, follikulärem, Hürthle-Zell-) Schilddrüsenkarzinom, das nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat.

Lenvima® wurde zur Behandlung des refraktären Schilddrüsenkarzinoms in den USA und Japan zugelassen, in der Schweiz, Südkorea, Kanada, Singapur, Russland, Australien und Brasilien wurde die Zulassung beantragt. Lenvatinib erhielt in verschiedenen Ländern den Status eines „Arzneimittels für seltene Erkrankungen“ (Orphan Drug), so z.B. in Japan für die Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms, in den USA für die Behandlung des follikulären, medullären, anaplastischen und metastasierten oder lokal fortgeschrittenen papillären Schilddrüsenkarzinoms und in Europa für die Behandlung des follikulären und des papillären Schilddrüsenkarzinoms. Ergebnisse der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom weiterlesen

BRAF-Inhibitor Vemurafenib

Im deutschen Ärzteblatt ist der Artikel“ „Basket Study“: BRAF-Inhibitor Vemurafenib wirkt bei vielen Krebsarten“ erschienen. Demnach gibt es erste Erkenntnisse, dass der BRAF-Inhibitor Vemurafenib auch eine erfolgsversprechende Therapieoption beim papillaren und anaplastischen Schilddrüsenkarzinom sein könnte.

„Das BRAF-Protein ist ein wichtiger Bestandteil des RAS-RAF-MEK-ERK-(MAPK)-Signalweges, der am normalen Wachstum und Überleben von Zellen beteiligt ist. Mutationen des BRAF-Proteins an der Aminosäureposition 600 bewirken, dass dieser Signalweg überaktiv wird. Dies kann in Kombination mit weiteren Mutationen zu unkontrolliertem Zellwachstum und somit der Entstehung von Krebs führen. […] Der BRAF-Mutationstest ist ein diagnostischer Test, der es ermöglicht, Tumore mit der BRAF-Mutation zu identifizieren. Dies ermöglicht es Ärzten, schnell und mit hoher Sicherheit ein mögliches Ansprechen von Tumoren auf eine Behandlung mit BRAF-Inhibitoren wie z. B. Vemurafenib einzuschätzen. Somit können Patienten frühzeitig ausgewählt werden, bei denen eine Therapie erfolgversprechend ist. Die Testung kann mittels DNA-basierten Methoden oder mittels Immunhistochemie für die häufigste Mutation (BRAF-V600E) erfolgen.“ Quelle: Wikipedia

Linktipps: Schilddrüsenkrebs

Überblicksartikel zu Schilddrüsenkrebs
Häufigkeit & Klassifikation von Schilddrüsenkrebs
  • Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland, Kapitel 3.17 Schilddrüse, Robert Koch-Institut November 2010, Gesundheitsberichterstattung des Bundes
  • Arbeitsgruppe Koordination Krebsregister der Medizinischen Universität Giessen
Leitlinien & Konsensuspapiere bzgl. Schilddrüsenkrebs

Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenkrebskranke

Spezifische Informationen zu einzelnen Schilddrüsenkrebsarten:

Die letzte Überarbeitung und Überprüfung der Links war am 21.09.15 – sollten Links zwischenzeitlich nicht mehr funktionieren, freue ich mich über einen Hinweis. Danke :-)