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Temperaturmessmethode nach Bruce Rind

Eine fast vergessene Möglichkeit um einen Hinweis auf eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) zu erhalten, ist die → Temperaturmessmethode von Broda Barnes auf Grundlage der basalen Körpertemperatur.

Der amerikanische Arzt Bruce Rind verfolgt seit einigen Jahren einen ähnlichen Ansatz. Bei dem von ihm entwickelten Testverfahren wird die Tagestemperatur mit Hilfe eines handelsüblichen Digitalthermometers (Messung unter der Zunge)  ermittelt. Temperaturmessmethode nach Bruce Rind weiterlesen

Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen

Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam von der Universitätsmedizin Mainz

In Deutschland erkranken jährlich etwa 7000 Menschen an einem bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die am häufigsten auftretende Form dieser Krebserkrankung. Frauen sind öfter betroffen als Männer. In einem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz die Beschaffenheit der krankhaften Veränderungen (im Fachjargon Pathophysiologie) beim papillären Schilddrüsenkarzinom ergründen. Konkret wollen sie Muster identifizieren, die typisch für diese Krebserkrankung sind. Diese Muster wollen die Forscher nutzen, um neue diagnostische Biomarker und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Forschungsprojekt für die Dauer von drei Jahren mit etwa 370.000 Euro. Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen weiterlesen

Laut Umfrage von Merck ist der Weg zur Diagnose für viele Schilddrüsenpatienten lang und stressig

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute seine Beteiligung an der 10. Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit (ITAW) vom 21. bis 27. Mai bekannt gegeben. Mit dieser jährlichen Aufklärungskampagne, die gemeinsam von Merck und TFI durchgeführt wird, sollen einige der weniger bekannten Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen ins Rampenlicht gerückt werden. Laut Umfrage von Merck ist der Weg zur Diagnose für viele Schilddrüsenpatienten lang und stressig weiterlesen

Rezepturänderung von Levothyrox®

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Nachfolgend finden Sie deutschsprachige Informationen zur im März 2017 erfolgten Rezepturänderung von Levothyrox® (pharmazeutischer Hersteller: Merck KGaA) in Frankreich. Das französische Levothyrox® entspricht dem deutschen Euthyrox®.

Hauptwirkstoff von Levothyrox® ist unverändert Levothyroxinnatrium, aber der Zusatzstoff Laktose wurde durch Zitronensäure und Mannitol ersetzt. Diese Rezepturänderung hat offenbar zu teilweise erheblichen Unverträglichkeitsreaktionen bei zahlreichen, französischen SchilddrüsenpatientInnen geführt. Die genauen Zusammenhänge konnten allerdings noch nicht geklärt werden. Kritisiert wird im Hinblick darauf insbesondere auch die Informationspolitik des Pharmaunternehmens welches weder Ärztinnen noch PatientInnen im Vorfeld über die Rezepturänderung sowie mögliche Folgen aufgeklärt hat.

Über die Gründe für die Rezepturänderung kann derzeit ebenfalls nur spekuliert werden. Der Patentschutz für Euthyrox® endet im Mai 2019 – von daher ist denkbar, dass sich die Merck KGaA die vermeintliche Innovation patentieren lassen könnte, um den ablaufenden Patentschutz dadurch zu verlängern und/oder höhere Preise durchsetzen zu können. Im November 2016 hat die Merck KGaA außerdem eine neue Produktionsstätte in Nantong/China (https://www.merckgroup.com/de/news/nantong-04-11-2016.html) eingeweiht. Dort wird u.a. Euthyrox® produziert. Von daher kann es eventuell auch um eine Senkung der Herstellungskosten z.B. durch billigere – aber eventuell qualitativ schlechtere – Rohstoffe und damit eine Gewinnsteigerung gehen.


Externe Links:


Im April 2018 wurde dann auch in der Schweiz das Medikament Euthyrox® in der neuen Zusammensetzung auf den Markt gebracht. Das Pharmaunternehmen Merck KGaA hat dieses Mal eine Internetseite (www.euthyrox.ch) für SchilddrüsenpatientInnen eingerichtet. Um die Inhalte vollständig sehen zu können braucht man allerdings die LOT-Nummer von einer der neuen Euthyrox®-Packungen.

Es ist davon auszugehen, dass das in seiner Zusammensetzung geänderte Schilddrüsenhormonpräparat zukünftig in weiteren Ländern Europas – also auch in Deutschland – auf den Markt gebracht wird.

→ Übersicht: Hilfsstoffe aller gängigen deutschen Schilddrüsenhormonpräparate (PDF)

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Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als hunderttausend Menschen an der Schilddrüse operiert. Für viele Schilddrüsenerkrankungen ist es die beste und sogar die einzige Behandlungsmöglichkeit. Warum sich Patienten interdisziplinär, also von verschiedenen Fachärzten, untersuchen, beraten und behandeln lassen sollten, bevor die Entscheidung zur Operation fällt, darüber spricht eine Expertin auf der Pressekonferenz anlässlich der 89. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) am 8. Mai in Lübeck.

Etwa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind an der Schilddrüse erkrankt. Das kleine Organ auf Höhe der Luftröhre direkt unterhalb des Kehlkopfs produziert dann hierbei nicht selten zu viel oder zu wenig Hormone. „Schilddrüsenhormone sind an der Aufrechterhaltung verschiedener lebensnotwendiger Körperfunktionen beteiligt“, erläutert Privatdozentin Dr. med. Magis Mandapathil von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Asklepios St. Georg (Hamburg) im Vorfeld der 89. Jahrestagung. „Störungen haben unter anderem Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und den körperlichen Antrieb.“ Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen weiterlesen

Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung

Europa wird intelligenter durch bessere Jodversorgung

In Europa könnten die negativen gesundheitlichen Folgen von Jodmangel, zu denen auch kognitive Probleme gehören, mit einer harmonisierten Überwachung der Jodversorgung überwunden werden.
Die Universitätsmedizin Greifswald stellt jetzt eine neuartige Infrastruktur zur Verfügung, um eine harmonisierte Überwachung der Jodzufuhr voranzutreiben. Mit dem EUthyroid-Netzwerk hat eine europaweite Initiative die Herausforderung angenommen, den Jodmangel zu reduzieren. Koordiniert von der Universitätsmedizin Greifswald und gefördert von der EU arbeiten Wissenschaftler aus 27 europäischen Ländern daran, Jodmangel und seine negativen gesundheitlichen Folgen zu überwinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) behauptet, dass eine Überwachung der Jodaufnahme entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung der Jodzufuhr in Europa ist. Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung weiterlesen

Was versteht man unter dem Jodsättigungstest?

Der Jodsättigungstest wurde von dem amerikanischen Ärzteteam Dr. Guy Abraham und Dr. David Brownstein entwickelt. Die PatientInnen erhalten dabei eine hochdosierte Jodgabe – entweder in Tablettenform (Iodoral®,  Optimax Corporation) oder als Lugol’sche Lösung (5 % elementares Jod, 10 % Kaliumjodid). Danach müssen sie über 24 Stunden ihren Urin sammeln. Wird bei der anschließenden Laboranalyse festgestellt, dass weniger als 90 % des verabreichten Jods wieder ausgeschieden wurden, liegt ein Jodmangel vor. In dem Fall wird über einen längeren Zeitraum mit hochdosiertem Jod weiterbehandelt. Was versteht man unter dem Jodsättigungstest? weiterlesen

Schilddrüsenunterfunktion bei Älteren: Werte zunächst kontrollieren und nicht immer behandeln

Symptome wie Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen können auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen. Bei über 65-Jährigen ist der TSH-Wert, der anzeigt, ob eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt, allerdings altersbedingt höher als bei Jüngeren. Höher heißt nicht unbedingt, dass die Unterfunktion behandelt werden muss. Auch kann es zu einer spontanen Normalisierung der TSH-Werte kommen, und die Leitlinien empfehlen hier deshalb ein sehr zurückhaltendes Vorgehen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) anlässlich der im New England Journal of Medicine veröffentlichten → TRUST-Studie hin. Schilddrüsenunterfunktion bei Älteren: Werte zunächst kontrollieren und nicht immer behandeln weiterlesen

Unverträglichkeit der Zusatzstoffe: Gibt es L-Thyroxin-Präparate für Allergiker?

Allergien gegen die Zusatzstoffe in den handelsüblichen L-Thyroxin-Präparaten sind sehr selten. Im Einzelfall kann es aber sinnvoll sein die unterschiedlichen auf dem Markt erhältlichen Schilddrüsenhormonmedikamente auszuprobieren.

→ L-Thyroxin: Welche Präparate gibt es? Welcher Hersteller ist am besten?

Im Hinblick darauf sei insbesondere auf die L-Thyroxin-Präparate in flüssiger Form (Eferox® Lösung zum Einnehmen aus Deutschland, L-Thyroxin Henning® Tropfen aus Deutschland sind momentan nicht lieferbar, L-Thyroxine Serb® aus Frankreich) sowie die L-Thyroxin-Gelkapseln → Tirosint® aus der Schweiz verwiesen. Unverträglichkeit der Zusatzstoffe: Gibt es L-Thyroxin-Präparate für Allergiker? weiterlesen

L-Thyroxin: Welche Präparate gibt es? Welcher Hersteller ist am besten?

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Schilddrüsenhormonmedikamenten, die alle den gleichen Wirkstoff (Levothyroxinnatrium, abgekürzt L-Thyroxin) enthalten.

Diese L-Thyroxin-Präparate werden von unterschiedlichen Pharmaunternehmen für den deutschen Markt hergestellt. Einige der Hersteller haben zudem auch noch mehrere Produkte auf dem Markt, die sie sowohl unter ihrem Markennamen als auch über weniger bekannte Tochterunternehmen als sogenanntes Generikum (Nachahmerpräparat, d.h. wirkstoffgleiche Kopie des Markenpräparats) vertreiben.  L-Thyroxin: Welche Präparate gibt es? Welcher Hersteller ist am besten? weiterlesen