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CD83-Protein ist essentiell für die Kontrolle von Autoimmunreaktionen

Regulatorische T-Zellen, kurz „Tregs“ genannt, sorgen dafür, dass das Immunsystem keine körpereigenen Zellen oder Gewebe angreift. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Oberflächenprotein CD83. Immunologen der FAU ist es nun gelungen, dieses Protein näher unter die Lupe zu nehmen und seine herausragende Bedeutung bei der Regulation von Autoimmunreaktionen zu beweisen. Die in Fachkreisen vielbeachtete Studie kann wichtige Impulse für die krankheitsorientierte Grundlagenforschung und langfristig für die Entwicklung von neuen Verfahren zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen geben. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „JCI insight“* veröffentlicht. CD83-Protein ist essentiell für die Kontrolle von Autoimmunreaktionen weiterlesen

Mit Radiofrequenzen, Laser und Mikrowellen gegen Schilddrüsenknoten – Bürger­hospital Frankfurt erweitert Leistungsspektrum

Die Mediziner des Bürger­hospitals Frankfurt behandeln Schilddrüsenknoten ab sofort auch mit Radiofrequenzen, Mikrowellen und Laser. Um dies zu ermöglichen, hat die Klinik für Endokrine Chirurgie ihr Leistungsangebot um die Sektion Thermoablation erweitert. Geleitet wird diese von Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Hüdayi Korkusuz, der 2012 als erster in Deutschland die Thermoablation zur Behandlung von Schilddrüsenknoten einsetzte und beständig weiterentwickelt. Mit Radiofrequenzen, Laser und Mikrowellen gegen Schilddrüsenknoten – Bürger­hospital Frankfurt erweitert Leistungsspektrum weiterlesen

Schilddrüsenhormone beeinflussen die Heilung von Skelettmuskeln

Das Allan-Herndon-Dudley-Syndrom ist eine seltene und schwerwiegende Erkrankung, von der ausschließlich Männer betroffen sind. Die Betroffenen leiden schon als Kinder an Entwicklungsstörungen, die sich unter anderem in Muskelschwäche und -krämpfen niederschlagen. Bislang gibt es keine etablierte Therapie. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Alternsforschung in Jena und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen konnten nun im Rahmen einer Forschungskooperation erstmals einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung und einer gestörten Schilddrüsenhormon-Aufnahme im Muskel der Patienten aufzeigen. Hierüber berichtet das renommierte Fachmagazin Stem Cell Reports. Schilddrüsenhormone beeinflussen die Heilung von Skelettmuskeln weiterlesen

Thermoablation von Schilddrüsenknoten

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. Dr. Hüdayi Korkusuz (Deutsches Zentrum für Thermoablation e.V., www.dzta.de)

Die Thermoablation von Schilddrüsenknoten als alternative Behandlungsmethode zur Schilddrüsenoperation und als alternative Behandlungsform zur Radiojodtherapie.

Neben einer Schilddrüsenvergrößerung gehören Schilddrüsenknoten zu den häufigsten Veränderungen in der Schilddrüse. In Deutschland sind diese Knoten in den meisten Fällen gutartig, das klinisch apparente Schilddrüsenkarzinom macht nur 0,1 bis 1% aller bösartigen Erkrankungen aus. Zur Therapie von Schilddrüsenknoten kann auch die Thermoablation eingesetzt werden, welche schon seit Jahren erfolgreich bei Leber-, Lungen- und Nierenerkrankungen eingesetzt wird.

Was ist die Thermoablation?

Die Thermoablation ist ein Überbegriff für verschiedene thermische Verfahren, mit denen Gewebe durch Hitze zerstört wird. Hierzu zählen die Radiofrequenzablation (RFA), die fokussierte Ultraschalltherapie (Echotherapie, HIFU), die laserinduzierte Thermotherapie (LITT) und die gekühlte Mikrowellenablation (MWA). Bei diesen nicht-operativen Verfahren, wird Wärme im Bereich des Schilddrüsenknotens erzeugt. Bei Temperaturen von über 42 Grad Celsius treten temperaturinduzierte Zellschädigungen auf. Ab 60 Grad Celsius sind diese Zellschädigungen irreversibel, d. h. das behandelte Schilddrüsengewebe welches den heißen und/oder den kalten Schilddrüsenknoten bildet, wird vom körpereigenen Abwehrsystem abgebaut. Der Knoten wird mit der Zeit deutlich kleiner.

Thermoablation eines Schilddrüsenknotens. Volumen vor und nach einmaliger Behandlung nach 3 Monaten.

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Ermittlung der individuell richtigen Schilddrüsenhormondosis

Schilddrüsenhormone  müssen täglich, entweder 30 Minuten vor dem Frühstück oder unmittelbar vor dem Schlafengehen, eingenommen werden.

Die Einstellung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat ist eine langwierige Angelegenheit die sich normalerweise über mehrere Monate – in Einzelfällen sogar ein bis zwei Jahre – hinzieht.

Initialdosis

Zunächst wird die Initialdosis (auch: Aufsättigungs- oder Anfangsdosis) ermittelt. Als grobe Richtschnur wird dabei von einem Schilddrüsenhormonbedarf von ein bis zwei Mikrogramm Levothyroxinnatrium pro Kilogramm Körpergewicht ausgegangen.

Diese Initialdosis ist normalerweise höher als die später notwendige Erhaltungsdosis, damit möglichst schnell eine Besserung des Befindens erreicht wird. Im Hinblick darauf ist jedoch zu berücksichtigen, dass Schilddrüsenhormone aufgrund möglicher unangenehmer Erstreaktionen einschleichend dosiert werden müssen. Ermittlung der individuell richtigen Schilddrüsenhormondosis weiterlesen

Konkrete Hilfsangebote für Schilddrüsenpatientinnen

Aktuell wird das Webverzeichnis “Schilddrüse” überarbeitet!

Sie finden dort Informationen zu den  → Lokalen Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenkranke deren Mitglieder in der Regel nicht nur über jahrelange eigene Erfahrungen mit einer Erkrankung der Schilddrüse verfügen, sondern beispielsweise auch mit ganz praktischen Ratschlägen für die regionale Suche nach einem Schilddrüsenspezialisten weiterhelfen können. Auch bei den → Deutschlandweit aktiven Verbänden der Schilddrüsenselbsthilfe erhalten Sie oft Hilfe für ein besseres Leben mit der Schilddrüsenkrankheit und können zum Beispiel kostenlose Informationsbroschüren anfordern.  Konkrete Hilfsangebote für Schilddrüsenpatientinnen weiterlesen

Temperaturmessmethode nach Bruce Rind

Eine fast vergessene Möglichkeit um einen Hinweis auf eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) zu erhalten, ist die → Temperaturmessmethode von Broda Barnes auf Grundlage der basalen Körpertemperatur.

Der amerikanische Arzt Bruce Rind verfolgt seit einigen Jahren einen ähnlichen Ansatz. Bei dem von ihm entwickelten Testverfahren wird die Tagestemperatur mit Hilfe eines handelsüblichen Digitalthermometers (Messung unter der Zunge)  ermittelt. Temperaturmessmethode nach Bruce Rind weiterlesen

Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen

Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam von der Universitätsmedizin Mainz

In Deutschland erkranken jährlich etwa 7000 Menschen an einem bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die am häufigsten auftretende Form dieser Krebserkrankung. Frauen sind öfter betroffen als Männer. In einem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz die Beschaffenheit der krankhaften Veränderungen (im Fachjargon Pathophysiologie) beim papillären Schilddrüsenkarzinom ergründen. Konkret wollen sie Muster identifizieren, die typisch für diese Krebserkrankung sind. Diese Muster wollen die Forscher nutzen, um neue diagnostische Biomarker und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Forschungsprojekt für die Dauer von drei Jahren mit etwa 370.000 Euro. Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen weiterlesen

Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als hunderttausend Menschen an der Schilddrüse operiert. Für viele Schilddrüsenerkrankungen ist es die beste und sogar die einzige Behandlungsmöglichkeit. Warum sich Patienten interdisziplinär, also von verschiedenen Fachärzten, untersuchen, beraten und behandeln lassen sollten, bevor die Entscheidung zur Operation fällt, darüber spricht eine Expertin auf der Pressekonferenz anlässlich der 89. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) am 8. Mai in Lübeck.

Etwa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind an der Schilddrüse erkrankt. Das kleine Organ auf Höhe der Luftröhre direkt unterhalb des Kehlkopfs produziert dann hierbei nicht selten zu viel oder zu wenig Hormone. „Schilddrüsenhormone sind an der Aufrechterhaltung verschiedener lebensnotwendiger Körperfunktionen beteiligt“, erläutert Privatdozentin Dr. med. Magis Mandapathil von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Asklepios St. Georg (Hamburg) im Vorfeld der 89. Jahrestagung. „Störungen haben unter anderem Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und den körperlichen Antrieb.“ Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen weiterlesen

L-Thyroxin-Einnahme … darauf sollten Sie beim Frühstück besser verzichten!

Abführmittel (Laxantien) können die Wirkung von L-Thyroxin-Präparaten zunichte machen.

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Quelle: pixabay.com / User: mandarinMD / Titel: yogurt-2408029_960_720 / Lizenz: CC0

Eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) geht meistens mit einer quälenden Verstopfung sowie hartnäckigem Übergewicht einher. Deshalb greifen etliche SchilddrüsenpatientInnen zu ballaststoffreichen Lebensmitteln und/oder natürlichen Abführmitteln.

Verdauungsfördernde Nahrungsmittel:

  • Milchprodukte (Molke, Kefir)
  • Weizenkleie, Leinsamen, Flohsamen
  • Enzymgetränke (Brottrunk, Kombucha)
  • Trockenobst (Pflaumen)
  • Rhabarber-, Rote Beete-, Sauerkraut-Saft
  • Sennesblättertee
  • Glauber-, Bittersalz

Insbesondere die weit verbreitete Erhöhung des Ballaststoffanteils soll für eine gesunde Darmflora sorgen, die Darmaktivität fördern, die Ausscheidung von vermeintlichen Stoffwechselgiften begünstigen, die Darmentleerung beschleunigen und so letztendlich die ersehnte Gewichtsabnahme unterstützen.

Im Hinblick darauf wird allerdings oft vergessen, dass die Aufnahme von L-Thyroxin einige Zeit beansprucht. Die Darmpassage in diesem Zeitfenster gezielt zu beschleunigen ist deshalb kontraproduktiv. Die Schilddrüsenhormone würden nicht vollständig aufgenommen und teilweise sogar ungenutzt mit dem Stuhl einfach wieder ausgeschieden. Deshalb ist es wichtig, dass zwischen der L-Thyroxin-Einnahme und einer sehr ballaststoffreichen Mahlzeit bzw. der Einnahme von Abführmitteln immer einige Stunden liegen.

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