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Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen

Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam von der Universitätsmedizin Mainz

In Deutschland erkranken jährlich etwa 7000 Menschen an einem bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die am häufigsten auftretende Form dieser Krebserkrankung. Frauen sind öfter betroffen als Männer. In einem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz die Beschaffenheit der krankhaften Veränderungen (im Fachjargon Pathophysiologie) beim papillären Schilddrüsenkarzinom ergründen. Konkret wollen sie Muster identifizieren, die typisch für diese Krebserkrankung sind. Diese Muster wollen die Forscher nutzen, um neue diagnostische Biomarker und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Forschungsprojekt für die Dauer von drei Jahren mit etwa 370.000 Euro. Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen für das papilläre Schilddrüsenkarzinom ermöglichen weiterlesen

Laut Umfrage von Merck ist der Weg zur Diagnose für viele Schilddrüsenpatienten lang und stressig

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute seine Beteiligung an der 10. Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit (ITAW) vom 21. bis 27. Mai bekannt gegeben. Mit dieser jährlichen Aufklärungskampagne, die gemeinsam von Merck und TFI durchgeführt wird, sollen einige der weniger bekannten Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen ins Rampenlicht gerückt werden. Laut Umfrage von Merck ist der Weg zur Diagnose für viele Schilddrüsenpatienten lang und stressig weiterlesen

Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als hunderttausend Menschen an der Schilddrüse operiert. Für viele Schilddrüsenerkrankungen ist es die beste und sogar die einzige Behandlungsmöglichkeit. Warum sich Patienten interdisziplinär, also von verschiedenen Fachärzten, untersuchen, beraten und behandeln lassen sollten, bevor die Entscheidung zur Operation fällt, darüber spricht eine Expertin auf der Pressekonferenz anlässlich der 89. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) am 8. Mai in Lübeck.

Etwa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind an der Schilddrüse erkrankt. Das kleine Organ auf Höhe der Luftröhre direkt unterhalb des Kehlkopfs produziert dann hierbei nicht selten zu viel oder zu wenig Hormone. „Schilddrüsenhormone sind an der Aufrechterhaltung verschiedener lebensnotwendiger Körperfunktionen beteiligt“, erläutert Privatdozentin Dr. med. Magis Mandapathil von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Asklepios St. Georg (Hamburg) im Vorfeld der 89. Jahrestagung. „Störungen haben unter anderem Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und den körperlichen Antrieb.“ Schilddrüsenerkrankungen: Vor einer Operation sollten verschiedene Fachärzte das Organ untersuchen weiterlesen

Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis

Dieser Artikel wurde am 12.09.18 aktualisiert.

Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte klagen im Unterschied zu den Betroffenen anderer Schilddrüsenerkrankungen vergleichsweise häufig über anhaltende Gliederschmerzen. Treten die Schmerzen zeitlich begrenzt in Schüben auf und wechseln sich mit längeren beschwerdefreien Phasen ab kann dies bereits ein Hinweis darauf sein, dass der der Hashimoto-Thyreoiditis zugrundeliegende Autoimmunprozeß die Ursache dafür ist.

Bestehen die Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen dauerhaft könnte dies im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenfehlfunktion stehen. Sowohl eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose = Überschuss an Schilddrüsenhormonen) als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose = Mangel an Schilddrüsenhormonen) kann derartige Krankheitssymptome verursachen. Manchmal ist die Einleitung einer Schilddrüsenhormontherapie noch nicht erfolgt – oft sind die PatientInnen aber auch vermeintlich gut mit einem Schilddrüsenhormonpräparat eingestellt und trotzdem nicht beschwerdefrei. Dann muss man sehen ob es hier noch weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt. Das ledigliche Erreichen des vom jeweiligen Labor ermittelten Referenzbereichs ist oft nicht genug, d.h. weitere Verbesserungen sind oft schon aufgrund geringer Dosisänderungen möglich. Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung

Europa wird intelligenter durch bessere Jodversorgung

In Europa könnten die negativen gesundheitlichen Folgen von Jodmangel, zu denen auch kognitive Probleme gehören, mit einer harmonisierten Überwachung der Jodversorgung überwunden werden.
Die Universitätsmedizin Greifswald stellt jetzt eine neuartige Infrastruktur zur Verfügung, um eine harmonisierte Überwachung der Jodzufuhr voranzutreiben. Mit dem EUthyroid-Netzwerk hat eine europaweite Initiative die Herausforderung angenommen, den Jodmangel zu reduzieren. Koordiniert von der Universitätsmedizin Greifswald und gefördert von der EU arbeiten Wissenschaftler aus 27 europäischen Ländern daran, Jodmangel und seine negativen gesundheitlichen Folgen zu überwinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) behauptet, dass eine Überwachung der Jodaufnahme entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung der Jodzufuhr in Europa ist. Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung weiterlesen

Schilddrüsenunterfunktion bei Älteren: Werte zunächst kontrollieren und nicht immer behandeln

Symptome wie Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen können auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen. Bei über 65-Jährigen ist der TSH-Wert, der anzeigt, ob eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt, allerdings altersbedingt höher als bei Jüngeren. Höher heißt nicht unbedingt, dass die Unterfunktion behandelt werden muss. Auch kann es zu einer spontanen Normalisierung der TSH-Werte kommen, und die Leitlinien empfehlen hier deshalb ein sehr zurückhaltendes Vorgehen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) anlässlich der im New England Journal of Medicine veröffentlichten → TRUST-Studie hin. Schilddrüsenunterfunktion bei Älteren: Werte zunächst kontrollieren und nicht immer behandeln weiterlesen

Schilddrüsenerkrankungen mit Homöopathie begleiten

Erkrankungen der Schilddrüse treten immer häufiger auf. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. In Deutschland nehmen Schätzungen zufolge rund 4,1 Millionen Menschen Schilddrüsenhormone ein. Häufig sind die Patienten ihr Leben lang darauf angewiesen. Mit Klassischer → Homöopathie können erfahrene Therapeuten hier unterstützend behandeln. Sie können helfen, die Symptome zu reduzieren und den häufig zugrundeliegenden Autoimmunprozess zu beeinflussen. Darauf weist der Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) hin. Schilddrüsenerkrankungen mit Homöopathie begleiten weiterlesen

2. Deutscher Hormontag: Neues aus Diagnostik und Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) veranstaltet am Samstag, den 16. September 2017, den 2. Deutschen Hormontag. In den Städten Berlin, Chemnitz, Coburg, Düsseldorf, Frankfurt, Kiel, Oldenburg, Osnabrück und Regensburg öffnen endokrinologische Einrichtungen ihre Türen und laden Patienten, Angehörige und Interessierte ein, sich über Hormon- und Stoffwechselerkrankungen zu informieren. Ob große Volkskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck oder seltene, aber schwere Hormonstörungen: Neue Erkenntnisse und Wissenswertes zu Prävention, Diagnostik und Therapie werden laienverständlich dargestellt. 2. Deutscher Hormontag: Neues aus Diagnostik und Therapie weiterlesen

Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert?

Schilddrüsenkrebs wird in der Schweiz immer häufiger diagnostiziert und operiert. Ein grosser Teil aller Schilddrüsenkrebsfälle scheint überdiagnostiziert und überbehandelt zu sein – so eine Studie der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin am Inselspital Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern.

Die Anzahl Schilddrüsenkrebsdiagnosen steigt in der Schweiz. Die wachsende Zahl ist am ehesten als Folge von zufällig oder durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckte Schilddrüsenknoten zu erklären. Dabei werden oft kleine „Krebse“ gefunden, die aufgrund ihres relativ harmlosen Gewebetyps der betroffenen Person zu Lebzeiten keine Beschwerden bereiten würden. Viele dieser Personen werden möglicherweise überbehandelt. Das schlussfolgern Forschende des Inselspitals Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (IUMSP) der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern (BIHAM). Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert? weiterlesen

Keine Studien zu Schilddrüsen-Check

Wer wissen möchte, ob seine Schilddrüse gut funktioniert, kann zum Beispiel einen sogenannten TSH-Test auf eigene Rechnung machen lassen. Ob so ein Test etwas nützt, ist jedoch fraglich. Der IGeL-Monitor bewertet die TSH-Bestimmung zum Schilddrüsen-Check mit „tendenziell negativ“.

Wissenschaftler des IGeL-Monitors wollten herausfinden, ob der TSH-Test bei Menschen ohne Beschwerden dazu beitragen kann, dass sie seltener oder weniger stark an der Schilddrüse erkranken oder an den Folgen der Krankheit sterben. Ergebnis: Die Bewertung des TSH-Tests zum Schilddrüsen-Check fiel „tendenziell negativ“ aus. Sie fanden keine Studien, die einen Nutzen untersucht haben, sehen es aber als wahrscheinlich an, dass es in der Folge einer TSH-Bestimmung zu indirekten Schäden kommen kann. Diese Bewertung gilt für nicht-schwangere Erwachsene ohne Beschwerden, die auf eine Schilddrüsen-Erkrankungen zurückgehen könnten. Welchen Nutzen und Schaden die IGeL für Schwangere hat, wurde also nicht untersucht. Keine Studien zu Schilddrüsen-Check weiterlesen