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Arbeitskreis Jodmangel e.V.

Der Arbeitskreis Jodmangel gibt regelmäßig eine Informationsschrift zum Thema Jodmangelprophylaxe heraus. Vor wenigen Tagen am 18. Oktober 2016 ist die diesjährige Herbst-Ausgabe erschienen. Das 4-seitige PDF „Jodversorgung aktuell“ bietet – sicher nicht zuletzt aufgrund der Aussagen zur Hashimoto-Thyreoiditis – Diskussionsstoff.

Der umstrittene Arbeitskreis Jodmangel war übrigens auch Thema im Rahmen des am 20. Oktober 2016 auf Zeit Online veröffentlichten Artikels „Lobbyismus: So entlarven sie jeden Tarnverein“. Arbeitskreis Jodmangel e.V. weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis: Die Auswirkungen auf die Psyche sind extrem belastend!

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose, Mangel an Schilddrüsenhormonen) führt sehr häufig zu psychischen Symptomen. Durch die Einnahme eines Schilddrüsenhormonpräparates kann aber in der Regel eine Normalisierung des Befindens erreicht werden.

Ständige Unruhe, quälende Schlafstörungen, ausgeprägte Schreckhaftigkeit, grundlose Ängste bis hin zu Panikattacken – diese unangenehmen Auswirkungen einer Unterfunktion der Schilddrüse können die Lebensqualität der betroffenen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen ausgesprochen stark einschränken.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung.

Auch wenn die im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis auftretenden psychischen Symptome nicht selten mit psychischen Erkrankungen wie einem Burnout oder einer Depression verwechselt werden – meist handelt es sich dabei um leichtfertige Fehldiagnosen. Hashimoto-Thyreoiditis: Die Auswirkungen auf die Psyche sind extrem belastend! weiterlesen

Grundlagen der Therapie mit Schilddrüsenhormonen, Teil2: Therapiekontrolle

Therapie schlägt nicht an?

Wenn eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen nicht den gewünschten Erfolg zeigt, vermuten Ärzte oft vorschnell, dass die Patienten ihre Tabletten nicht regelmäßig einnehmen. Doch es kann auch andere Ursachen geben. So zeigte eine 2006 durchgeführte Studie an der Universität Rom, dass Patienten mit einer Helicobacter pylori bedingten Gastritis einen bis zu 30% höheren L-Thyroxin-Bedarf haben als magengesunde Schilddrüsenpatienten (M. Centanni, L. Gargano, G. Canettieri, N. Viceconti, A. Franchi, G. Delle Fave, B. Annibale: „Thyroxine in Goiter, Helicobacter pylori Infection, and Chronic Gastritis“ , N Engl J Med, 17(354): 1787 – 1795).

Trotz Therapie keine Besserung?

Kommt es auch nach monatelanger Einnahme von Schilddrüsenhormonpräparaten zu keiner deutlichen Besserung der Krankheitssymptome, kann dies an einer Umwandlungsstörung liegen, d. h. der Körper ist nicht ausreichend in der Lage das stoffwechselaktive Hormon T3 aus T4 herzustellen. Bezüglich der Blutwerte kann sich eine solche Umwandlungsstörung an einem fT4-Wert an der Obergrenze, aber einem fT3-Wert noch im unteren Normalbereich zeigen. Versuchsweise können zusätzlich 200 µg Selen täglich eingenommen werden. Für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in die stoffwechselaktive Form T3 ist das Enzym Jodthyronin-Dejodase zuständig, welches von Selen abhängig ist. Bleiben trotzdem weiterhin Beschwerden vorhanden, besteht die Möglichkeit ein Kombinationspräparat, welches T3 und T4 enthält, einzunehmen. Selbstverständlich sollte auch andere Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden!

Normale Blutwerte, aber trotzdem Unterfunktionssymptome?

Häufig bestehen trotz im Normalbereich liegender Schilddrüsenwerte weiter Beschwerden, die auf eine noch bestehende Schilddrüsenunterfunktion hindeuten. Analog zu der bereits erläuterten Organhyperthyreose kann es auch eine Organ-Hypothyreose geben. In diesem Fall können weitere Tests wie der ZULEWSKI-Score oder die Temperaturmessmethode nach BARNES wertvolle Hinweise zur Beurteilung der Stoffwechsellage liefern.

TSH-Wert verändert sich nicht?

Das TSH ist ein sehr träger Parameter und reagiert nur sehr langsam auf die von außen zugeführten Schilddrüsenhormone. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Schilddrüsenhormonwerte bereits wenige Tage nach Therapiebeginn normalisieren, während die Normalisierung des TSH mehrere Wochen dauern kann (B. Bakker, M. J. Kempers, J. J. De Vijlder, D. A. Van Tijn, B. M. Wiedijk, M. Van Bruggen, T. Vulsma: „Dynamics of the plasma concentrations of TSH, FT4 and T3 following thyroxine supplementation in congenital hypothyroidism“, Clin Endoc 2002, 4(57): 529 – 537). Nach einer Dosisänderung sollte deshalb grundsätzlich eine Zeitspanne von ungefähr 6 Wochen abgewartet werden, bis die Blutwerte erneut kontrolliert werden. Bleibt das TSH auch danach zu hoch, reicht die zugeführte Menge an Schilddrüsenhormonen noch nicht aus und die Dosis muss weiter erhöht werden.

Supprimiertes (erniedrigtes) TSH, normale fT3- und fT4-Werte?

Ein Phänomen, welches von vielen Betroffenen berichtet wird, ist das erstmals bei Suppression des TSH eine deutliche Besserung eintritt. Trotz des erniedrigten TSH befinden sich die freien Schilddrüsenhormone deutlich unterhalb der Normbereichsobergrenzen und es treten keinerlei Überfunktionssymptome auf. Laut Ansicht der meisten Ärzte besteht bei einem supprimiertem TSH und normwertigem fT3/fT4 aber bereits eine latente Hyperthyreose, die das Herzinfarkt- und Osteoporose-Risiko erhöht und deshalb unbedingt vermieden werden muss. Diese Einschätzung führt dazu, dass sie das Befinden des Patienten ignorieren und auf einer Dosis-Reduktion beharren. Es ist allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass ein supprimierter TSH immer zwingend zu unerwünschten Effekten am Knochensystem oder am Herzen führt. Wenn durch eine Hashimoto-Thyreoiditis das Zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird, wie dies bei der Hashimoto-Enzephalopathie der Fall ist, wird eine TSH-suppressive Einstellung mit Levothyroxin sogar empfohlen, um den Autoimmunprozess möglichst zu hemmen. Auch Patienten mit Schilddrüsenkrebs werden lebenslang mit TSH-unterdrückenden Levothyroxindosen behandelt. Und in beiden Fällen kommt es auch nicht zwangsläufig zu Schädigungen am Herzen oder einer verminderten Knochendichte. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die den Effekt TSH-suppressiver Langzeittherapie mit Schilddrüsenhormonen auf die Knochendichte untersuchten, und bestätigen, dass unter TSH-suppressiver Langzeittherapie mit Levothyroxin kein signifikanter Knochenmasseverlust zu befürchten ist (D. C. Bauer, M. C. Nevitt, B. Ettinger, K. L. Stone: „Low thyreotropin levels are not associated with bone loss in older woman“ J Clin Endoc a Metab 1997, 9(82): 2931 – 2936). Für einen supprimierten TSH-Wert bei empfundener euthyreoter Stoffwechsellage wurden bereits verschiedene Erklärungsmodelle entwickelt. In Einzelfällen kann eine zelluläre Schilddrüsenhormonresistenz vorliegen. Dieser Erklärungsansatz ähnelt der von WAWRZYN beschriebenen Organhyperthyreose bzw. hier Organhypothyreose. LOWE argumentiert, dass oftmals erst TSH-suppressive Substitutionstherapien mit deutlich positiven Wirkungen auf die Cholesterinwerte einhergehen. Das niedrigere TSH würde damit sogar zu einem verminderten Arteriosklerose-Risiko beitragen. Auch die im Rahmen der Schilddrüsenunterfunktion oft begleitend auftretenden Muskel- und Gelenkschmerzen sprechen nach seiner Erfahrung häufig erst dann auf die Therapie mit Levothyroxin an, wenn das TSH bereits erniedrigt ist. Diese Beobachtungen hängen nach LOWE mit einer zellulären Schilddrüsenhormonresistenz zusammen, bei der trotz normaler Blutwerte eine Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen in einzelnen Organen bestehen kann. Ein anderes Erklärungsmodell beschäftigt sich mit den bei der Hashimoto-Thyreoiditis selten vorkommenden TRAK. Sie können den TSH dauerhaft senken, so dass es zu einem abweichendem Verhältnis von TSH und den Schilddrüsenhormonen kommt. Bei Untersuchungen von 45 Patienten mit Morbus Basedow fanden BROKKEN u. a. heraus, dass die TSH-Rezeptor-Antikörper die TSH-Produktion an der Hypophyse dauerhaft unterdrücken, d. h. auch noch Monate nachdem durch thyreostatische Behandlung die Konzentrationen der freien Hormone in den Normalbereich gedrückt worden waren, blieb das TSH unverändert supprimiert. Das TSH wird in diesem Fall innerhalb der Hypophyse direkt an den TSH-Rezeptor gebunden. Es erfolgt keine Rückkopplung über die Konzentrationen der freien Hormone T3 und T4 (L. J. Brokken, W. M. Wiersinga, M. F. Prummel: “Thyrotropin receptor autoantibodies are associated with continued thyrotropin suppression in treated euthyroid Graves‘ disease patients”, J Clin Endoc a Metab 2003, 9(88): 4135 – 4138).

Normales TSH und fT3, fT4 oberhalb der Norm?

Dies ist bei Einnahme eines reinen T4-Präparates nichts Ungewöhnliches und bei normwertigen fT3-Werten auch nicht als Schilddrüsenüberfunktion fehl zu deuten. Zum anderen kann es daran liegen, dass das Schilddrüsenhormonpräparat erst kurz vor der Blutabnahme eingenommen wurde. Bei morgendlicher Blutabnahme zur Kontrolle einer L-Thyroxin-Substitution sollte die Einnahme des Schilddrüsenmedikaments 24 Stunden zurückliegen, da es ansonsten kurz nach Einnahme des Medikaments zu erhöhten Werten kommen kann. Bei einer Studie wurde die Wirkung einer einmaligen L-Thyroxin-Dosis von 150 µg auf die Serumkonzentrationen von TSH, fT3, T3, fT4 und T4 untersucht. Drei Stunden nach der Einnahme wurden dabei die höchsten Konzentrationen an Schilddrüsenhormonen gemessen. Die TSH-Konzentration war zu diesem Zeitpunkt am niedrigsten (A. Carpi, M. G. Toni, C. De Gaudio: „Effect of a single dose of L-thyroxine (150 µg) on serum thyroid hormone and TSH concentrations in clinically euthyroid goitrous Patients“, Thyroidol 1992: 69 – 73).

Normales TSH, fT3 und fT4 über der Norm?

Bei der sogenannten Schilddrüsenhormonresistenz handelt es sich um einen angeborenen Defekt des Schilddrüsenhormonrezeptors. Dies führt dazu, dass die Schilddrüsenhormone an den Körperzellen der verschiedenen Organe nicht richtig wirken können. Deshalb sind sehr hohe Mengen an Schilddrüsenhormonen erforderlich, um eine ausreichende Versorgung aller Gewebe sicherzustellen. Diese Erkrankung ist vielen Ärzten weitgehend unbekannt und auch schwierig zu diagnostizieren. Die Krankheitssymptome können sowohl einer Schilddrüsenunterfunktion als auch einer Schilddrüsenüberfunktion ähneln. Die Schilddrüse ist meist vergrößert. Das TSH liegt dabei fast immer im Normalbereich, während die Schilddrüsenhormonkonzentrationen oberhalb der Norm liegen, so dass die Ärzte eher auf eine versteckte Schilddrüsenüberfunktion hin, also mit Thyreostatika behandeln.

Supprimiertes TSH, fT3 und fT4 erhöht?

Dieser Laborbefund deutet auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin, die auch durch eine Überdosierung von Levothyroxinnatrium entstehen kann. Dies wird als Hyperthyreosis factitia oder auch iatrogene Hyperthyreose bezeichnet. Wenn Überfunktionssymptome bestehen (was meist erst bei erhöhtem fT3 der Fall ist), muss die Schilddrüsenhormondosis umgehend reduziert werden.

Wirksamkeit von Generika?

Bei den mit Abstand am häufigsten verwendeten Schilddrüsenhormonpräparaten handelt es sich um Monopräparate, die Levothyroxinnatrium (T4) als alleinigen Wirkstoff enthalten. Einige gängige Medikamente sind Eferox, Euthyrox oder L-Thyroxin Henning. Auch wenn in allen diesen Medikamenten der gleiche Wirkstoff enthalten ist, können sie sich aufgrund der Zusatzstoffe dennoch in ihrer Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit unterscheiden. Bei einer Studie an 60 Patienten wurde untersucht, ob sich L-Thyroxin Henning und Eferox hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unterscheiden. Ergebnis: Bereits ab dem ersten Einnahmetag von L-Thyroxin Henning war der fT4-Spiegel im Vergleich zu Eferox deutlich höher. Auch der TSH-Spiegel sank signifikant stärker ab (A. Krehan, M. Dittmar, A. Hoppen, K. Lichtwald, G. J. Kahaly: „Randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie zur Bioverfügbarkeit von Levothyroxin“, Med Klin 2002, 9(97): 522 – 527).

Erneut Symptome nach Präparatewechsel?

Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge verordnen Ärzte verstärkt Generika, also im Vergleich zum Originalmedikament preisgünstige Alternativen. Sollten Sie auf Anraten Ihres Arztes Ihr Schilddrüsenhormonpräparat gewechselt haben und jetzt das Wiederauftreten von Krankheitssymptomen bemerken, kann das daran liegen, dass Ihr neues Präparat trotz gleichen Inhaltsstoffes weniger stark wirkt. Mögliche Lösungen: Sie wechseln zum alten Schilddrüsenhormonmedikament zurück oder mit Hilfe von aktuellen Laborwerten erhöhen Sie die Dosis des neuen Medikaments.

Nach langer Symptomfreiheit wieder Beschwerden?

Schilddrüsenerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis schreiten auch unter der Therapie mit Schilddrüsenhormonen weiter fort. Es wird funktionsfähiges Schilddrüsengewebe zerstört, wodurch immer weniger körpereigene Schilddrüsenhormone produziert werden. Die bisher zugeführte Menge an Schilddrüsenhormonen reicht eventuell nicht mehr aus, um den aktuellen Bedarf zu decken. Also neue Blutwerte bestimmen lassen und die Hormondosis ggf. nach oben anpassen.

Jahreszeitabhängige Beschwerden?

Es wird von einigen Betroffenen berichtet, dass sich ihr Schilddrüsenhormonbedarf im Verlauf eines Jahres dahingehend ändert, dass sie im Winter etwas mehr Schilddrüsenhormone benötigen und im Sommer etwas weniger. Es ist schon länger bekannt, dass die Hypophysentätigkeit und damit auch die Aktivität der Schilddrüse durch äußere Faktoren wie Licht, Wärme und Sonneneinstrahlung beeinflusst wird. Vermutlich kommen diese jahreszeitlichen Schwankungen durch Wechselwirkungen zwischen Melatonin und der Schilddrüsenfunktion zustande. Die genauen Zusammenhänge sind jedoch noch nicht erforscht.

Zyklusabhängige Beschwerden?

Wenn es unter gleichbleibender Schilddrüsenhormondosis zu in regelmäßigen Zeitabständen wiederkehrenden Beschwerden kommt, sind vermutlich Störungen der Sexualhormone ursächlich dafür verantwortlich. Beispielsweise ein Progesteronmangel kann Symptome verursachen, die Unterfunktionsbeschwerden sehr ähnlich sind und deshalb als Hypothyreose fehlgedeutet werden können. Es kann aufschlussreich sein die auftretenden Beschwerden circa 3 Monate in den Zykluskalender einzutragen, regelmäßig morgens die Basaltemperatur zu messen und eine Temperaturkurve zu führen. Beim Gynäkologen um eine Laborbestimmung der weiblichen Hormone zu bitten und mögliche, organische Ursachen abklären lassen.

Unterfunktionssymptome in der Schwangerschaft?

Der Schilddrüsenhormonbedarf steigt in der Schwangerschaft an. Für bereits schilddrüsenerkrankte und substitutionspflichtige Schwangere bedeutet dies, daß sie im Verlauf der Schwangerschaft eine höhere Dosis ihres Schilddrüsenhormonmedikaments benötigen. Oft ist gegen Ende der Schwangerschaft eine bis zu 50 % höhere Dosis zur Beibehaltung einer euthyreoten Stoffwechsellage erforderlich (E. K. Alexander, E. Marqusee, J. Lawrence, P. Jarolim, G. A. Fischer, P. R. Larsen: „Timing and magnitude of increases in levothyroxine requirements during pregnancy in women with hypothyroidism”, N Engl J Med 2004, 351: 241 – 249).

Überfunktionssymptome in den Wechseljahren?

Es gibt sehr enge Wechselbeziehungen zwischen den Östrogenen und den Schilddrüsenhormonen. So sinkt mit Nachlassen der körpereigenen Produktion von Östrogenen die Anzahl der Bindungseiweiße, wodurch plötzlich weniger Schilddrüsenhormone gebunden und dadurch stärker in den Organen freigesetzt werden. Es kann zu den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Aktuelle Blutwerte bestimmen lassen und die Hormondosis ggf. nach unten anpassen.

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Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. glutenfreie Ernährung

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Ist Gluten eine mögliche Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis?

Seit einigen Jahren wird über den möglichen Zusammenhang von Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. Gluten-Unverträglichkeit unter Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen in Deutschland teilweise heftig gestritten.

Der Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzungen sind die Veröffentlichungen von zwei amerikanischen Autoren.

  • Chris Kresser veröffentlichte 2010 den Artikel „The Gluten-Thyroid Connection“ in seinem Webblog.
  • Datis Kharrazian publizierte 2014 das Buch „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln: Wenn Sie sich trotz normaler Blutwerte schlecht fühlen. Die 22 Muster der Schilddrüsenunterfunktion“.

Kresser und Kharrazian sehen Gluten, genauer gesagt Gliadin (Gluten besteht aus Glutenin und Gliadin) als eine der wesentlichen Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis und empfehlen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen entsprechend eine glutenfreie Ernährung.

Eine skandinavische Untersuchung ergab diesbezüglich, dass eine glutenfreie Ernährung keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Autoimmunthyreoiditis hat (Quelle: Metso, Hyytiä-Ilmonen, Kaukinen u.a. „Gluten-free diet and autoimmune thyroiditis in patients with celiac disease. A prospective controlled study.“ Scand J Gastroenterol. 2012 Jan;47(1):43-8.)

In Deutschland wurde diese Theorie bislang weder aufgegriffen noch bestätigt oder widerlegt. Es gibt deshalb auch keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für einen eventuellen Zusammenhang zwischen Gluten bzw. Gluten-Unverträglichkeit und Hashimoto-Thyreoiditis.

Beispielsweise Mathias Beyer (Forum Schilddrüse e.V.) meint: „Keine glutenarme oder glutenfreie Ernährung bei Hashimoto notwendig. Es wurde diskutiert, ob man eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, wie Hashimoto-Thyreoiditis, eventuell durch das Reduzieren glutenhaltiger Speisen behandeln könnte. Entsprechende Studien verliefen allerdings diesbezüglich nicht ermutigend. Es ergibt sich bisher kein Grund, Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis generell glutenarm oder sogar glutenfrei zu ernähren. Einzelverläufe, nach denen sich Hashimoto-Patient(inn)en mit Beschwerden trotz ausgeglichener Unterfunktion der Schilddrüse durch Ernährungsumstellung subjektiv besser fühlen, sind unserer Erfahrung nach jedoch oft leider nur von kurzer Dauer. Diese Beobachtungen sollten auf keinen Fall zu einer dauerhaften, massiven Einschränkung der Ernährung der Betroffenen führen.“ Quelle: forum-schilddruese.de

Hierzulande geht man deswegen unverändert davon aus, dass eine genetische Veranlagung, chronische Infektionen, langandauernde, stressige Lebensphasen, Veränderungen der Sexualhormone (Schwangerschaft, Wechseljahre) sowie eine übermäßige Jod-Aufnahme die entscheidenden Faktoren im Hinblick auf die Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis sind. Spezielle Ernährungsempfehlungen für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen gibt es demzufolge nicht. Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. glutenfreie Ernährung weiterlesen

Psychische Erkrankungen – Oft Fehldiagnosen bei Schilddrüsenpatienten!

Schilddrüsenhormone haben Eigenschaften, welche die Psyche beeinflussen können. Und als Folge einer veränderten psychischen Grundstimmung wird auch das Verhalten verändert, so dass Störungen im Schilddrüsenhormonhaushalt zu deutlichen Wesensveränderungen führen können.

Eine Schilddrüsenüberfunktion (zu viel an Schilddrüsenhormonen, Hyperthyreose) kann sich folgendermassen zeigen:

  • Unruhe (Rastlosigkeit)
  • Übersprudeln vor Ideen
  • Ungeduld (Reizbarkeit)
  • Wutausbrüche schon bei kleinsten Anlässen
  • emotionale Labilität
  • Schlaflosigkeit

„Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sind oft sehr nervös und hektisch. Da ihre innere Uhr schneller tickt, scheint ihnen alles viel zu langsam zu gehen. Das scheinbar träge Tempo der Mitmenschen veranlasst sie zu Unbeherrschtheit und häufigen Nörgeleien. Die Nächte verbringen sie oft schlaflos. Am Tag sind sie noch zusätzlich gereizt. Nicht selten reichen schon nichtige Anlässe, dass es zu Streit und Wutausbrüchen kommt. Die Mitmenschen empfinden die Wesensveränderungen des Betroffenen als belastend, und da sie meist nicht ahnen, dass sich eine Krankheit dahinter verbirgt, ziehen sie sich häufig beleidigt und enttäuscht zurück. Für den Patienten ist das eine heftige Kränkung, die ihn noch weiter in seine Probleme treibt.“ (H. Kovacs: „Schilddrüse“, Südwest-Verlag, München 2002, Seite 63 ff. Wenn die Schilddrüse zu viel tut) Psychische Erkrankungen – Oft Fehldiagnosen bei Schilddrüsenpatienten! weiterlesen

Schilddrüsenbedingte Störungen der Sexualhormone (Prolaktin, Östrogene, Progesteron, Androgene)

Im Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis und des Morbus Basedow kann es zu zahlreichen Wechselwirkungen zwischen Schilddrüsenhormonen und Sexualhormonen kommen. Störungen der Schilddrüsenhormone wie eine Unter- oder Überfunktion können den Monatszyklus beeinflussen oder auch der Grund für eine ungewollte Kinderlosigkeit sein. Diese Probleme treten gehäuft bei Frauen mit einer manifesten Hypothyreose auf, können aber auch schon bei latenten Störungen vorliegen. Dafür kann es mehrere, sehr unterschiedliche Gründe geben.

Prolaktin

Oftmals liegt es daran, dass das TRH nicht nur die Freisetzung von TSH fördert um die Schilddrüse zur Produktion von Schilddrüsenhormonen zu stimulieren, sondern gleichzeitig auch die Freisetzung von Prolaktin angeregt wird.

„Die Prolaktinsekretion wird von zahlreichen endokrinen Faktoren moduliert: Während das TRH, das Östradiol, das Oxytocin und das Angiotensin eine stimulierende Wirkung haben, entfalten das Progesterin, GABA, das Thyroxin, das Somatostatin und das Dopamin einen hemmenden Effekt.“ (W. Feichtinger „Schilddrüse aus der Sicht des Fertilitätsmediziners“, Schilddrüsenkonsens Wien-Niederösterreich, www.schilddruesengesellschaft.at, Zugriff am 01.10.2015)

Prolaktin ist ein Schwangerschaftshormon, welches die Milchbildung stimuliert. Bei nicht schwangeren Frauen kann ein Überschuss an Prolaktin zu anovulatorischen Zyklen (kein Eisprung) bis hin zu ausbleibender Regelblutung führen. Oft treten ausgeprägte Beschwerden im Bereich der Brüste auf (Spannungsgefühle, Schmerzen, Schwellungen, Milchfluss).

Dieser Prolaktinüberschuß normalisiert sich oft, wenn die Hypo- oder auch die Hyperthyreose mit Schilddrüsenhormonen ausgeglichen wird. Die Besserung von Zyklusstörungen kann jedoch einige Monate hinter der Schilddrüsenhormoneinstellung hinterherhinken. Schilddrüsenbedingte Störungen der Sexualhormone (Prolaktin, Östrogene, Progesteron, Androgene) weiterlesen

Aut-idem-Verbot für Levothyroxin-Natrium geplant

Der gemeinsame Bundesausschuss hat am 13. Mai 2014 ein Aut-idem-Verbot für sieben verschiedene Wirkstoffe und Wirkstoff-Kombinationen beschlossen. Darunter auch für Levothyroxin-Natrium sowie die Kombination von Levothyroxin-Natrium und Kaliumiodid.

Ausführliche Informationen dazu gibt es unter Arzneimittel-Richtlinie/Abschnitt M und Anlage VII: Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens – Bestimmung von Arzneimitteln, deren Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ausgeschlossen ist (1. Tranche) auf der Internetseite des Gemeinsamen Bundesausschusses. Aut-idem-Verbot für Levothyroxin-Natrium geplant weiterlesen

Thyreoiditis de Quervain

Klassifikation nach ICD-10: E06.1 subakute Thyreoiditis

Definition der Thyreoiditis de Quervain

Die Thyreoiditis de Quervain ist eine sehr selten auftretende, subakut verlaufende Entzündung der Schilddrüse. Die Thyreoiditis de Quervain wurde erstmalig im Jahr 1904 von Johann Friedrich („Fritz“) de Quervain beschrieben und entsprechend nach ihm benannt. Johann Friedrich de Quervain (1868 – 1940) war ein Schweizer Chirurg, der über Jahrzehnte an der Universität Bern lehrte.

Charakteristisch für die Thyreoiditis de Quervain sind die sogenannten Langhans-Riesenzellen. Diese sind nach dem Direktor des Pathologischen Instituts der Universität Bern Theodor Langhans (1839 – 1915) benannt, der sie 1868 erstmals beschrieb.

Namensgebung:

  • thyreoidea = medizinische Bezeichnung für Schilddrüse
  • itis = medizinische Endung für Entzündung
  • de Quervain = Name des Erstbeschreibers

Andere Bezeichnungen:

  • Quervain-Thyreoiditis
  • subakute Thyreoiditis de Quervain
  • subakute granulomatöse Thyreoiditis
  • subakute nicht-eitrige Thyreoiditis
  • Riesenzellenthyreoiditis
  • virale Thyreoiditis

Thyreoiditis de Quervain weiterlesen

Schilddrüsenkrank in den Urlaub

Urlaub an Nord-und Ostsee
Urlaub an Nord-und Ostsee

Während einer akuten Krankheitsphase, z.B. einer manifesten Schilddrüsenüberfunktion beim Morbus Basedow, ist von anstrengenden Urlaubsreisen mit Langzeitflügen und extremen Temperaturwechseln grundsätzlich abzuraten. Die medikamentöse Einstellung erfordert eine konstante, medizinische Betreuung. Auch unmittelbar vor oder nach einer Schilddrüsenoperation oder Radioiodtherapie sind Fernreisen oder Urlaubsaufenthalte in jodhaltiger Luft, beispielsweise an der Nordsee, nicht empfehlenswert.

Wenn die Diagnose schon etwas länger zurückliegt, die Schilddrüsenerkrankung medizinisch gut behandelt wird, normale Schilddrüsenwerte vorliegen und dadurch im Alltag eine weitgehende Beschwerdefreiheit besteht, gibt es für schilddrüsenkranke Patienten keine generellen Einschränkungen bezüglich Urlaubsreisen. Im Zweifelsfall, d.h. insbesondere bei Vorliegen weiterer Erkrankungen und Einnahme zusätzlicher Medikamente, sollte jedoch immer die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gesucht werden. Schilddrüsenkrank in den Urlaub weiterlesen

Mögliche Ursachen für Schmerzen bei Erkrankungen der Schilddrüse

hyperthyreote bzw. hypothyreote Myopathie

Wissenschaftlich belegt werden konnte inzwischen auch, warum es im Rahmen von Schilddrüsenerkrankungen so oft zu hormonell bedingten Muskelschmerzen (hyperthyreote bzw. hypothyreote Myopathie) sowie einer ausgeprägten Muskelschwäche kommt. Während diese Muskelschwäche bei der Hypothyreose durch eine Reduktion von Stoffwechselprozessen entsteht, ist bei der Hyperthyreose ein vermehrter Eiweißabbau in der Muskulatur dafür verantwortlich. Diese Beschwerden sind mit dem Erreichen normaler Schilddrüsenhormonwerte meist rückläufig.

Schmerzhafte Schilddrüsenentzündung

Entgegen der weit verbreiteten Meinungen verläuft auch der autoimmune Entzündungsprozess bei der Hashimoto-Thyreoiditis nicht immer schmerzfrei, sondern es gibt atypische Krankheitsverläufe die mit ausgeprägten Schmerzen im Bereich der Schilddrüse einhergehen. Oft ist neben stark erhöhten Antikörpern eine Erhöhung des C-reaktiven Proteins feststellbar und es besteht Fieber. Die Behandlung mit L-Thyroxin bessert die Beschwerden meist nur geringfügig. Deshalb wird gelegentlich zusätzlich Cortison eingesetzt oder die Schilddrüse operativ entfernt. (L. Gourgiotis, N. Al-Zubaidi, M. C. Skarulis, D. A. Papanicolaou, S. K. Libutti, H. R. Alexander , M. J. Merino, N. J. Sarlis: „Successful outcome after surgical management in two cases of the „painful variant“ of Hashimoto’s thyroiditis“ Endoc Pract. 2002 , 4(8): 259 – 265 / Y. C. Kon, L. J. DeGroot: „Painful Hashimoto’s thyroiditis as an indication for thyroidectomy: clinical characteristics and outcome in seven patients“ J Clin Endoc a Metab 2003, 6(88): 2667 – 2672 / H. Ohye, S. Fukata, S. Kubota, I. Sasaki, Y. Takamura, F. Matsuzuka, N. Amino, K. Kuma, A. Miyauchi: „Successful treatment for recurrent painful Hashimoto’s thyroiditis by total thyroidectomy“, Thyroid 2005, 4(15): 340 – 345).

Gliederschmerzen als Symptom der Autoimmunerkrankung an sich

Aus bisher noch weitgehend ungeklärten Gründen kommt es bei den autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis darüber hinaus in bis zu 20% der Fälle zu teilweise sehr stark ausgeprägten Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Gelenken. Typisch für die Hashimoto-Thyreoiditis (eher seltener beim Morbus Basedow) ist auch ein allgemeines Zerschlagenheitsgefühl mit Gliederschmerzen ähnlich wie bei einer schweren Grippe. Diese autoimmun verursachten Muskel- und Gelenkschmerzen können unabhängig von der Behandlung mit Schilddrüsenhormonen weiter bestehen bleiben und verstärken sich oft deutlich während der Krankheitsschübe und verschwinden manchmal vollständig wenn die Schilddrüsenentzündung „ausgebrannt“ ist. Einige Schilddrüsenexperten vermuten als Ursache für hartnäckige Muskelschmerzen und -verhärtungen ein Einwandern von Entzündungszellen in die Muskulatur. So konnten bei Hashimoto-Erkrankten bereits Antikörper gegen bestimmte Bindegewebsfasern in den Muskeln nachgewiesen werden.

Kopfschmerzen und Migräne

Nicht selten treten zudem ausgeprägte Kopfschmerzen als Begleitsymptom einer Hypothyreose auf. Obwohl die meisten Ärzte einen solchen Zusammenhang bestreiten, berichten viele Betroffene sowohl über neu aufgetretene Kopfschmerzen als auch über eine Verschlechterung bestehender Kopfschmerzen durch die Schilddrüsenerkrankung. Dies wurde inzwischen auch im Rahmen einer medizinischen Studie belegt (Moreau, Manceau, Giroud-Baleydier, Dumas, Giroud: „Headache in hypothyroidism. Prevalence and outcome under thyroid hormone therapy” Cephalalgia 1998, 18: 687 – 689).

Begleitend auftretende Autoimmunerkrankungen

Ein nicht unerheblicher Teil der autoimmunen Schilddrüsenerkrankten leidet desweiteren unter anhaltenden rheumatischen Beschwerden, deren Ursache ärztlich abgeklärt werden sollte. Neben Gelenkschmerzen kann es zu regelrechten Gelenkentzündungen (Arthritis) kommen, bei denen neben Schmerzen weitere Symptome wie Rötung, Schwellung und Überwärmung eines oder mehrerer Gelenke auftreten. Hier ist besonders darauf zu achten, daß bei rund 25 % der Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen weitere Autoimmunerkrankungen hinzukommen. So kommt es beispielsweise auch im Rahmen einer weiteren Autoimmunerkrankung, dem Lupus erythematodes zu Gelenkschmerzen. Betroffen sind hier besonders die Sprunggelenke. Besteht trotz Schilddrüsenhormonbehandlung neben Muskel- und Gelenkschmerzen eine starke Müdigkeit bis hin zur völligen Erschöpfung, muss an ein eventuell zusätzlich auftretendes chronic fatique syndrom oder auch eine Fibromyalgie gedacht werden. Kennzeichen der Myasthenia gravis ist eine ausgeprägte Muskelschwäche, die sich auch durch die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen nicht beeinflussen lässt. Meist manifestiert sich diese Muskelschwäche zunächst im Bereich eines Augenlids, welches herabhängt.

Karpaltunnelsyndrom

Allgemein bekannt ist, daß eine Schilddrüsenunterfunktion eine häufige Ursache für das Karpaltunnelsyndrom ist. Dabei kommt es durch Ödembildung zu einer Druckschädigung des Medianusnervs. Im Anfangsstadium erwacht der betroffene Patient oft morgens mit dem Gefühl, die Hand sei „eingeschlafen“. Später stellen sich Missempfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen ein. Diese Missempfindungen können von den Fingern, über die Hand bis in den Unter- oder sogar Oberarm ausstrahlen. Im weiteren Verlauf kann es zu einem Muskelschwund, insbesondere der Daumenballenmuskulatur kommen. Durch Behandlung der Hypothyreose bilden sich die Ödeme und damit auch das Karpaltunnelsyndrom häufig vollständig zurück.

Nährstoffdefizite

Zu den harmlosen – aber oft übersehenden – Ursachen für Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe bei Schilddrüsenerkrankungen zählen Nährstoffdefizite (Eisen, Magnesium, Calcium, Natrium, Vitamin D). Durch die ödematöse Verdickung der Darmschleimhaut im Rahmen der Hypothyreose entstehen Resorptionsstörungen, die eine ausreichende Aufnahme verhindern. Bei der Hyperthyreose passieren die Nahrungsmittel den Dünn- und Dickdarm so schnell, dass für die optimale Ausnutzung der Nahrung nicht ausreichend Zeit bleibt.

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