Spezial: Äußerlich sichtbare Zeichen der Schilddrüsenunterfunktion erkennen

Dieses Themen-Spezial wurde am 07.05.19 neu erstellt.

Einen ausgeprägten Mangel an Schilddrüsenhormonen kann man den betroffenen SchilddrüsenpatientInnen früher oder später deutlich ansehen. Das ist in dem Fall also kein Ausdruck einer ungesunden Ernährung oder nachlässiger Körperpflege, sondern auf die Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen.

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Erfahrungsbericht: “Ich habe immer weiter zugenommen. Egal welche Diät ich versucht und wie viel Sport ich gemacht habe – das Gewicht ging immer weiter nach oben. Um die Augen herum hatte ich besonders morgens, direkt nach dem Aufstehen, deutliche Schwellungen. Ich sah aufgequollen aus – so als hätte ich die Nacht durchgemacht. Mit trockener, schuppiger Haut sowie strohigen, stumpfen Haaren hatte ich auch so meine Probleme. Wenn ich mir heute alte Fotos aus dieser Zeit ansehe, sah ich irgendwie ungepflegt aus. Manchmal wurde ich angesprochen, warum ich so blass sei. Mein Socken haben oft schmerzhaft eingeschnitten weil meine Fußgelenke abends so angeschwollen waren.”

Offenkundige Hinweise auf das Vorliegen einer Schilddrüsenunterfunktion:

  • Die Haut ist trocken und schuppig.
  • Das Gesicht wirkt wächsern, teigig und ausdruckslos. Es besteht eine auffällige Gesichtsblässe.
  • Die Augen können von dunklen Augenringen umgeben sein.

Eine Schilddrüsenunterfunktion führt fast immer auch zu einem Eisenmangel. Ursache dafür sind oftmals Zyklusstörungen mit starken Menstruationsblutungen durch die es zu starken Blut- und damit auch Eisenverlusten kommt. Blasse Haut, dunkle Augenringe und eingerissene Mundwinkel werden nicht selten durch eine begleitend auftretende Blutarmut (Eisenmangelanämie) verursacht.

  • Die Haare sind strohig und wirken stumpf. Längere Haare neigen verstärkt zu Spliss.  Auch Schuppenbildung kann vorkommen. Es fallen ungewohnt viele Haare aus.
  • Die Augenbrauen wachsen zu den äußeren Seiten hin spärlicher.

Die seitlich ausgedünnten oder sogar vollständig fehlenden Augenbrauen werden auch als Hertoghe-Zeichen bezeichnet. Namensgeber für das Hertoghe-Zeichen ist der belgische Endokrinologe Eugène Hertoghe (1860–1928).

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Die Wirkung der beiden Schilddrüsenhormone erstreckt sich aber auch auf die Kopfhaare. Während das Tetrajodthyronin (T4) die Teilung der Haarzellen anregt, verhindert das Trijodthyronin (T3) ein Absterben der Haarzellen. Das bedeutet, während einer Schilddrüsenunterfunktion wachsen die Haare nicht nur deutlich langsamer sondern sie fallen zudem auch noch schneller aus. Diesbezüglich fällt der Haarausfall den Betroffenen naturgemäß stärker auf N. (Quelle: van Beek N, E. Bodó, A. Kromminga “Thyroid hormones directly alter human hair follicle functions: anagen prolongation and stimulation of both hair matrix keratinocyte proliferation and hair pigmentation.” Fulltext free)

  • Um die Augen herum treten hartnäckige Schwellungen auf. Die Augenoberlider sind fast immer angeschwollen. Aber auch über den Wangenknochen kann es zu Schwellungen kommen.
  • Die Schwellung der Zunge wird manchmal erst durch Zahneindrücke an den Seiten bemerkt.

Die Schwellungen (Ödeme) entstehen bei einem verlangsamten Schilddrüsenstoffwechsel durch Wassereinlagerungen im Gewebe. Selten wird bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion auch eine Art zäher Schleim aus Glykosaminoglykanen (andere Bezeichnung: Mucopolysaccharide) eingelagert. Wenn es neben Schwellungen zu einem rötlichen Hautausschlag und zu Knötchen auf den Schienbeinen kommt, weist dies auf ein solches Myxödem hin.

  • Auch die Fingernägel weisen Veränderungen auf. Charakteristisch sind auffällige Furchen, Längsrillen, weiße Flecken und verschwindende Nagelmonde.

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Brüchige Fingernägel, die schnell splittern und leicht abbrechen, sind bei einer Schilddrüsenunterfunktion häufig. Sie können aber auch ein Hinweis auf einen zusätzlichen Zinkmangel sein, der insbesondere im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis aufzutreten scheint. Sichtbare Zeichen eines Zinkmangels können daneben auch Haarausfall, Wundheilungsstörungen, die bereits beschriebenen weißen Flecken in den Fingernägeln und unreine Haut sein.

  • Es besteht eine auffällige Neigung zu blauen Flecken.
  • Fußsohlen und Handflächen sind gelegentlich gelblich verfärbt.

Die gelblichen Verfärbungen der Fußsohlen und Handflächen deuten nicht auf eine Gelbsucht hin. Das hat damit zu tun, dass bei einem Schilddrüsenhormonmangel die Umwandlung von Beta-Carotin (Provitamin A) zu Retinol (Vitamin A) nicht richtig funktioniert. Dadurch kommt es zur Einlagerung des orange-roten Farbstoffs Beta-Carotin.

  • Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung.
  • Deutliches Übergewicht.

Auffälligste Folge einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Gewichtszunahme und daraus resultierendes Übergewicht. Bei einer Untersuchung in Dänemark konnten die Forscher nachweisen, dass bereits PatientInnen mit einem lediglich grenzwertig hohen TSH-Wert durchschnittlich circa sechs Kilogramm mehr wiegen als Personen die ein eher niedriges TSH haben. (Quelle: N. Knudsen, P. Laurberg, L. B. Rasmussen u.a. “Small Differences in thyroid function may be important for Body Mass Index and the occureence of obesity in the population”  Fulltext free).

Erfahrungsbericht: “Während der Schilddrüsenunterfunktion sah ich schlimm aus. Meine Augenlider waren ständig angeschwollen, so dass ich öfter gefragt  wurde, ob ich geweint hätte. Meine Haut war gerötet, rauh, ausgetrocknet und schuppig. Wenn ich meine Haare gebürstet habe, lagen nachher ganze Büschel im Waschbecken und auf dem Fußboden. Als ich mit den Schilddrüsenhormonen angefangen habe, habe ich erst einmal gar keine Verbesserung gemerkt. Dann gingen erst die Schwellungen zurück und meine Haut war nicht mehr so empfindlich. Bis die Haare sich erholt haben, hat es aber sehr lange gedauert – vielleicht ein halbes Jahr bis mir was aufgefallen ist.”