Wechselwirkungen zwischen Schilddrüsenhormonen und weiteren Medikamenten

Es gibt verschiedene Medikamente, die in den Schilddrüsenhormonstoffwechsel eingreifen oder bei deren Einnahme es zu Wechselwirkungen mit Levothyroxinnatrium kommt.

Unbedingt alle Ärzte über die bestehende Schilddrüsenerkrankung informieren!

Bestimmte aluminiumhaltige Antazida können die Wirkung von Levothyroxin abschwächen. Acetylsalicylhaltige Medikamente wie Aspirin können die Wirkung von Schilddrüsenhormonen verstärken. Levothyroxin kann die Wirksamkeit von blutzuckersenkenden Medikamenten herabsetzen. Betarezeptorenblocker inhibieren die Umwandlung von T4 in T3 wodurch erstmals Unterfunktionssymptome auftreten können oder eine bereits vorhandene Hypothyreoseproblematik verstärkt wird. Eine Umwandlungsstörung kann auch durch Glucocortikoide wie Cortisol bedingt sein. Cortisol behindert die Umwandlung von T4 in T3 indem T4 vermehrt in rT3 und vermindert in T3 umgewandelt wird. Dem produzierten rT3 soll wiederum eine cortisolähnliche Wirkung zukommen, wodurch sich die Umwandlung weiter verschlechtert. Calcium in Form von Tabletten oder Milchprodukten verschlechtert die Aufnahme von L-Thyroxin in den Körper. Einige Mittel zur Senkung der Blutfette wie Colestipol oder Colestyramin können die Aufnahme von Levothyroxin hemmen. Andere Mittel zur Blutfettsenkung wie Clofibrat können die Wirkung von Levothyroxin verstärken. Blutgerinnungshemmer wie Dicumarol führen zu einer Wirkungsverstärkung von Levothyroxin. Die Einnahme von Eisen hemmt die Resorption von Levothyroxin. Das gilt insbesondere für die gleichzeitige Einnahme, weswegen Thyroxin und Eisen mindestens 4 Stunden getrennt voneinander eingenommen werden sollten. Das harntreibende Mittel Furosemid kann die Wirkung von Schilddrüsenhormonen verstärken. Interferon-Alpha ist Bestandteil der Behandlung bei chronischer Virushepatitis C, bei multipler Sklerose sowie bei Tumorerkrankungen. Es kann eine Hashimoto-Thyreoiditis auslösen oder diese verschlechtern. Verschiedene Medikamente, die bei Lebererkrankungen eingesetzt werden und diese anregen, können zu einem beschleunigten Abbau von Levothyroxin führen und dadurch dessen Wirksamkeit herabsetzen. Lithium wird bei der Therapie von depressiven Störungen eingesetzt. Es hemmt den thyreoidalen Jodidtransport, wodurch auch die Freisetzung von T4 und T3 beeinträchtigt wird. Außerdem können jodhaltige Medikamente bei längerer Anwendung den Ausbruch einer Hashimoto-Thyreoiditis stimulieren oder bei bereits erkrankten Personen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen oder eine Hyperthyreose auslösen. Wechselwirkungen zwischen Schilddrüsenhormonen und weiteren Medikamenten weiterlesen

Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie werden Schmerzmittel (Procain, Lidocain, Xylocain) direkt in die Schilddrüse gespritzt. Es erfolgt je eine Injektion in den rechten und linken Schilddrüsenlappen. Dadurch soll die Funktion der Schilddrüse bei Über- und Unterfunktionen reguliert werden. Direkt nach der Injektion kommt es lokal zu einer Erweiterung der Gefäße und einer stärkeren Durchblutung, wodurch sich ein Druck-, Enge- oder Kloßgefühl verbessern kann. Wie bei fast allen alternativen Behandlungsmethoden konnte auch die Wirkung der Neuraltherapie bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Durchgeführt werden sollte sie grundsätzlich nur durch einen sehr erfahrenen, gut ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker.

Aktuelle Studienergebnisse zu Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern

Frühzeitige L-Thyroxin-Gabe beeinflusst Entzündungsprozess bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv

Eine polnische Studie an 330 Kindern, die sowohl an einem Typ-1-Diabetes als auch einer euthyreoten Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind, ergab einen stabilisierenden Einfluss der L-Thyroxin-Therapie auf den autoimmunen Entzündungsprozeß in der Schilddrüse. Bei Kindern sollte die Schilddrüsenhormontherapie nach Ansicht der Autoren deshalb möglichst bald nach der Diagnose eingeleitet werden.

(Katarzyna Korzeniowska, Przemyslawa Jarosz-Chobot, Agnieszka Szypowska u.a. “L-thyroxine Stabilizes Autoimmune Inflammatory Process in Euthyroid Nongoitrous Children with Hashimoto’s Thyroiditis and Type 1 Diabetes Mellitus”, J Clin Res Ped Endoc 2013; 5(4): 240–244.)

Neugeborenen-Screening bietet keine hundertprozentige Sicherheit

Jedes 3000ste Neugeborene kommt mit einer angeborenen Hypothyreose auf die Welt. Da diese Stoffwechselerkrankung unerkannt zu schweren Entwicklungsstörungen führen kann wird zwischen dem 3. und 5. Lebenstag ein Neugeborenenscreening durchgeführt. Dabei kommt es immer wieder zu Fehlern, weil gering erhöhten TSH-Werten keine Bedeutung beigemessen wird, falsche Werte übermittelt oder Blutproben vertauscht werden.

(Irreversible Schädigung durch angeborene Hypothyreose – Neugeborenen-Screening bietet keine hundertprozentige Sicherheit, MMW-Fortschr. Med. 8/2008)

Athyreose: Bedarf an Levothyroxin zur Substitutionstherapie sinkt mit dem Erwachsenwerden

Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen nimmt mit dem Älterwerden ab.

  • Neugeborene bis zu 3 Monaten: Bedarf von 10 – 15 µg Levothyroxin pro kg Körpergewicht
  • Kleinkinder im Alter von 8 bis 12 Monaten: Bedarf von 8 – 10 µg Levothyroxin pro kg Körpergewicht
  • Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren: Bedarf von 4 – 6 µg Levothyroxin pro kg Körpergewicht
  • Jugendliche bis 16 Jahre: Bedarf von 2 – 3 µg Levothyroxin pro kg Körpergewicht
  • Erwachsene: Bedarf von 1,5 µg Levothyroxin pro kg Körpergewicht

(R. Gärtner, M. Reincke “Substitution von Schilddrüsenhormonen”, Internist 2008, 49:538–544)

Erhöhter TSH-Wert bei übergewichtigen Jugendlichen kein Beweis für eine Hypothyreose

Ein erhöhter TSH-Wert wird bei etwa 7,5 % aller übergewichtigen Kinder festgestellt und sollte diagnostisch weiter abgeklärt werden. Die Ursache dafür ist nach Aussagen von Dr. Annette Grüters jedoch nur selten eine Schilddrüsenunterfunktion, sondern häufiger der Zusammenhang von TRH- und Leptin-Rezeptor, d.h. wenn die Kinder abnehmen, sinkt auch der TSH-Wert wieder in den Normbereich. Bei normalgewichtigen Kindern kommt es in 10% der Fälle durch eine Mutation des TSH-Rezeptors zu einem erhöhten TSH-Wert.

(Isolierter TSH-Anstieg im Kindesalter – Bei Adipositas ist das meist ohne Bedeutung, MMW-Fortschr. Med. 8/2008)

Jodversorgung bei Kindern und Jugendlichen adäquat

Das Berliner Robert-Koch-Institut führte von 2003 bis 2006 eine Studie zur Jodversorgung bei Kindern und Jugendlichen durch.

Insgesamt haben 8656 Mädchen und 8985 Jungen im Alter bis 17 Jahren an der Studie teilgenommen.

Gemäß der Kriterien der Weltgesundheitsorganisation wurde festgestellt, dass

16,5 % der Kinder und Jugendlichen mit Jod unterversorgt sind (< 50 µg/L Jodausscheidung) 51,1 % der Kinder und Jugendlichen ausreichend mit Jod versorgt sind (50 – 150 µg/l Jodausscheidung) 32,4 % der Kinder und Jugendlichen mit Jod überversorgt sind (> 150 µg/L Jodausscheidung)

(M. Thamm, U. Ellert, W. Thierfelder, K.-P. Liesenkötter, H. Völzke “Jodversorgung in Deutschland – Ergebnisse des Jodmonitorings im Kinder und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS)”, Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2007, 50:744–749)

Mädchen erkranken immer früher an Hashimoto-Thyreoiditis

Dr. Karin Frank Raue weist darauf hin, dass Mädchen immer früher an einer Hashimoto-Thyreoiditis erkranken.

Für die Diagnose wegweisende Symptome waren Müdigkeit, Struma, Übergewicht und Schluckbeschwerden.

Hinzu kamen objektivierbare Befunde

  • 75 % TSH > 4,6 mU/L
  • 78 % positive TPO-AK
  • 80 % echoarme Schilddrüse
  • 39 % vergrößertes Schilddrüsenvolumen

(Karin Frank-Raue “Grenzwertige Schilddrüsenbefunde – Aufgepasst bei Schwangeren und Jugendlichen”, Hausarzt 2/07)

Typ-I-Diabetes und Autoimmunthyreoiditis treten oft gemeinsam auf

Kinder und Jugendliche, die an einem Diabetes mellitus Typ 1 leiden haben ein deutlich erhöhtes Risiko zusätzlich eine Autoimmunthyreoiditis zu entwickeln. Von den unter 5jährigen Diabetikern haben zwar nur 3,7 % pathologische Schilddrüsenautoantikörper, bei den über 15 jährigen Diabetikern sind es jedoch bereits 25,3 %. Anhand einer Studie wurde jetzt festgestellt, das der frühzeitige Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie zu einer deutlichen Reduktion des zuvor vergrößerten Schilddrüsenvolumens führt. Ein Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion und vorhandene Schilddrüsenautoantikörper konnte nicht nachgewiesen werden.

(Andrea Rapp “Levothyroxin bei euthyreoter Autoimmunthyreoidits und Typ 1 Diabetes mellitus: eine randomisierte, kontrollierte Studie” (Dissertation), Medizinischen Fakultät der Universität Ulm)

Umwandlungsstörung (Konversionsstörung)

Über das Problem der Konversionsstörung (Konversion = lat. Umkehrung, Umwandlung) ist bisher nur wenig bekannt. Bei den nachfolgenden Aussagen handelt es sich deshalb teilweise um Spekulationen, die wissenschaftlich nicht eindeutig gesichert sind! Problematisch ist auch, dass sich die Zahlenangaben je nach Literaturquelle teilweise gravierend voneinander unterscheiden.

Synthese und Umwandlung (Konversion) der Schilddrüsenhormone

Die Schilddrüse eines gesunden Erwachsenen stellt pro Tag 95 – 110 µg T4 sowie 10 – 25 µg T3 her. Aus ungefähr 40% des in der Schilddrüse produzierten T4 wird in verschiedenen Geweben mittels Dejodierung ein Großteil des Tagesbedarfs an T3 hergestellt. Ein anderer Teil des T4 (bis zu 50%) wird zum inaktiven rT3 konvertiert. Das restliche T4 (ca. 10%) aus der Eigenproduktion der Schilddrüse wird über die Galle ausgeschieden. Insgesamt stehen dem Organismus also täglich ungefähr 30 – 40 µg T3 (Eigenproduktion + Anteil aus Konversion) zur Verfügung – rein rechnerisch müssten es sogar bis zu 50 µg T3 sein, aber dies erscheint sehr hoch.

Obwohl erheblich mehr T4 als T3 von der Schilddrüse hergestellt wird, kommt dem T3 die größere Bedeutung zu. Es wird als das eigentlich stoffwechselwirksame Hormon angesehen. Deshalb wird es auch nicht nur in der Schilddrüse direkt produziert, sondern kann auch bei Bedarf von den verschiedenen Organen wie beispielsweise der Leber aus T4 hergestellt werden. Dies geschieht, indem vom T4 unter Mitwirkung von Enzymen, den sogenannten Dejodasen, ein Jodatom abgespalten wird. T4 ist also gewissermaßen die Speicherform. Diesen Vorgang der Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in T3 bezeichnet man auch als Dejodierung oder Konversion.

Ungefähr um 1880 experimentierte SCHIFF als einer der ersten Ärzte mit Extrakten aus Schafsschilddrüsen (später auch Schweineschilddrüsen) und begründete damit die Schilddrüsenhormontherapie zur Behandlung einer Hypothyreose. Fast 100 Jahre lang war dies somit eine T3-T4-Kombinationstherapie. Erst seit BRAVERMANN 1970 die körpereigene Konversion von T4 in T3 entdeckt hat wurde die Kombinationstherapie zunehmend verlassen und nachdem die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen waren die Monotherapie mit synthetischem T4 zur Standardtherapie. Umwandlungsstörung (Konversionsstörung) weiterlesen

Schilddrüsenfehlfunktion als Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoporose

Schilddrüsenhormontherapie bzw. erniedrigter TSH-Wert (Schilddrüsenüberfunktion) als Osteoporose-Risikofaktor

Acht Millionen Menschen in Deutschland nehmen tagtäglich ein Schilddrüsenhormonpräparat ein. In den meisten Fällen ist diese Therapie lebenslang erforderlich.

Aus den verschiedensten Gründen, beispielsweise

  • Einnahme eines T3/T4-Kombinationspräparates
  • Nachsorge beim Schilddrüsenkarzinom
  • Vorkommen bestimmter Autoantikörper (TRAK), hauptsächlich beim Morbus Basedow
  • Hashitoxikose (Hashimoto-Thyreoiditis)

ist bei zahlreichen dieser Schilddrüsenkranken das TSH teilweise über längere Zeit supprimiert. Bislang konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob durch die Schilddrüsenhormontherapie immer ein deutlich erhöhtes Osteoporose-Risiko und / oder eine Gefahr für das Herz besteht. Schilddrüsenfehlfunktion als Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoporose weiterlesen

Frauen erkranken häufiger an der Schilddrüse als Männer

Insbesondere wenn es um die autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen geht sind Frauen das schwache Geschlecht. Sie erkranken deutlich häufiger daran. Von der am weitesten verbreiteten Krankheit der Schilddrüse, der Hashimoto-Thyreoiditis, sind beispielsweise zehnmal mehr Frauen als Männer betroffen.
Komplizierte Wechselbeziehungen zwischen weiblichen Sexualhormonen und Schilddrüsenhormonen

Als eine mögliche Ursache für das gehäufte Auftreten von Schilddrüsenkrankheiten bei Frauen wird das komplexe Zusammenspiel des Hormonsystems, nicht zuletzt zwischen weiblichen Sexualhormonen und Schilddrüsenhormonen, vermutet.

Hinzu kommt, dass die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron auch einen direkten Einfluss auf den Autoimmunprozess der Schilddrüse haben sollen. Von erhöhten Östrogenspiegeln wird dabei angenommen, dass sie den Autoimmunprozess der Schilddrüse stimulieren, sich also negativ auf die Hashimoto-Thyreoiditis oder den Morbus Basedow auswirken. Von erhöhten Progesteronspiegeln nimmt man im Gegensatz dazu an, dass diese sogar eher ausgleichend und beruhigend auf den Autoimmunprozess wirken.

Zusammenhänge bisher nur unzureichend erforscht – Gefahr psychischer Fehldiagnosen

Insgesamt muss man aber leider sagen, dass die genderspezifischen Aspekte noch nicht allzu gut erforscht sind. Es gibt inzwischen einige Erkenntnisse zum Thema Schilddrüse und Schwangerschaft, aber wenn es um Zyklusstörungen bei schilddrüsenkranken Patientinnen geht oder gar um das Thema Wechseljahre ist das vorhandene Wissen mehr als dürftig.

Nach meinem Eindruck spielt auch unverändert die Tatsache eine Rolle, dass wir Frauen tendenziell eher für psychisch krank gehalten werden als Männer. Es gibt scheinbar immer einen „Grund“ warum man uns Frauen Wehleidigkeit oder gar Hypochondrie unterstellen kann. Und das Schlimmste ist – Schilddrüsenfunktionsstörungen verursachen meistens genau die Symptome die es Ärzten leicht machen eine psychische Diagnose zu stellen. Dazu gehören zum Beispiel Nervosität, Ängstlichkeit, Stressempfindlichkeit, Weinerlichkeit, Erschöpfung und mit ihnen die Diagnosen Burnout, Depression und Angststörung.

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Medizinische Versorgung schilddrüsenkranker Patienten unzureichend

Gemeinsamer Forderungskatalog der Schilddrüsenselbsthilfe zeigt Schwachstellen auf und beschreibt Lösungsansätze

Hannover, 13.05.2008. Rund 30 Selbsthilfeinitiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in den vergangenen Wochen einen umfangreichen Forderungskatalog entwickelt um auf die schwierige Situation von zahlreichen Schilddrüsenkranken aufmerksam zu machen. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf die Probleme der Morbus Basedow- und Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten. Mehr als 10% der Bevölkerung leiden unter einer dieser beiden autoimmunen Schilddrüsenentzündungen, deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen oft unterschätzt werden.

Neben mehr Verständnis für die spezifischen Probleme schilddrüsenkranker Patienten und die längst überfällige Anerkennung der Variationsbreite von Schilddrüsenerkrankungen, geht es den engagierten Selbsthilfegruppen auch um eine bessere Aus- und Fortbildung der Ärzte sowie die Gewährleistung aller notwendigen Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten.

Aktuell sind weder der Morbus Basedow noch die Hashimoto-Thyreoiditis heilbar. Umso wichtiger ist es, dass unnötig lange Leidenswege aufgrund einer erst spät gestellten Diagnose oder durch fehlerhafte bzw. unzureichende Therapie vermieden werden. Mit dem Forderungskatalog wollen die beteiligten Selbsthilfeinitiativen ihren Teil zur Optimierung der medizinischen Versorgung schilddrüsenkranker Patienten beitragen.

Eine Textversion des Forderungskataloges sowie eine Liste aller unterstützenden Selbsthilfeprojekte ist unter www.schilddruesenguide.de/forderungen.html online einsehbar.

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

Über das Schilddrüsennetz Hannover:
Das seit März 2005 bestehende Schilddrüsennetz Hannover ist ein von Schilddrüsenspezialisten und schilddrüsenkranken Patienten ehrenamtlich gemeinsam erarbeitetes Informationsangebot im Internet. Das Ziel dieser Initiative ist es, die wenig beachteten und oft unterschätzten Erkrankungen der Schilddrüse stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Abdruck kostenfrei erlaubt. Belegexemplar erbeten.

Forderungskatalog der Schilddrüsenselbsthilfe

Problematik der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Forderungskatalog möchten wir Sie auf die Problematik von zahlreichen Schilddrüsenkranken aufmerksam machen. Die aktuelle Situation ist insbesondere für uns Betroffene der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen – mehr als 10 % der Bevölkerung, davon 90 % Frauen – katastrophal. Dies ist kein gesellschaftliches Randthema wie Sie vielleicht denken, sondern jeder Fünfte der deutschlandweit rund 8.000.000 Morbus-Basedow-Erkrankten oder Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffenen leidet unter anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden die neben den erheblichen Einbußen an Lebensqualität nicht selten eine eingeschränkte berufliche Leistungsfähigkeit zur Folge haben oder sogar zur Erwerbsunfähigkeit führen können. Forderungskatalog der Schilddrüsenselbsthilfe weiterlesen