Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten

Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Frauen beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoiditis zehnmal häufiger erkranken als Männer. Und genau diese Tatsache ist mitverantwortlich dafür, dass Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen sehr häufig medizinisch ausgesprochen schlecht betreut werden.

Auch heutzutage werden Frauen immer noch sehr viel eher als Männer für psychisch labil, wenig belastbar, schmerzempfindlich und wehleidig gehalten. In Kombination mit den oft unklaren und nicht immer eindeutigen Beschwerden einer Schilddrüsenfehlfunktion liegt die vorschnelle Vorverurteilung durch Ärztinnen auf der Hand “Von der Erkrankung der Schilddrüse kommen Ihre Beschwerden nicht und … im Zweifelsfall müssen wir auch mal an psychosomatische Ursachen denken.” Häufig ein Irrtum, der dazu führt, dass die notwendige Behandlung unterbleibt und Leidenswege von SchilddrüsenpatientInnen unnötig verlängert werden. Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten weiterlesen

Wunsch nach weniger Gewicht – Abnehmtipps für SchilddrüsenpatientInnen

Genauso wie sehr viele schilddrüsengesunde Menschen haben auch etliche SchilddrüsenpatientInnen für 2018 den Vorsatz gefasst einige Kilogramm an Körpergewicht abzunehmen. Mit Schilddrüsenerkrankung wird die Gewichtsreduktion allerdings nicht einfacher sondern gestaltet sich oftmals sogar deutlich schwieriger.

Weniger Kohlehydrate und stattdessen mehr Proteine in der täglichen Ernährung

Meist heißt es “Weniger essen und mehr Sport machen!” Dieser Grundsatz ist sicher auch für stark übergewichtige, schilddrüsenkranke Menschen vom Ansatz her richtig. Erfahrungen zeigen aber, dass die Reduktion von Weißmehlprodukten, Zucker und Obst für SchilddrüsenpatientInnen oftmals der entscheidende Erfolgsfaktor im Hinblick auf eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist. Nicht die Größe der Mahlzeiten ist das worauf es ankommt, sondern entscheidend ist was gegessen wird. Wunsch nach weniger Gewicht – Abnehmtipps für SchilddrüsenpatientInnen weiterlesen

Operationsindikation bei der benignen Struma des Erwachsenen

In Deutschland werden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oder auch den USA deutlich mehr Schilddrüsenoperationen durchgeführt.  Über die möglichen Gründe, insbesondere ob hierzulande die Entscheidung zur operativen Entfernung der Schilddrüse zu leichtfertig getroffen wird, wird seit längerem teilweise kontrovers diskutiert.

Vor wenigen Tagen, am 08. Januar 2018, ist zu dieser Thematik ein aktueller Artikel im Deutschen Ärzteblatt publiziert worden. Autoren: Detlef F. Bartsch, Markus Luster, Heinz J. Buhr, Dietmar Lorenz, Christoph-Thomas Germer, Peter E. Goretzki. Titel: Operationsindikation bei der benignen Struma des Erwachsenen. Direktlink: Dtsch Arztebl Int 2018; 115(1-2): 1-7; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0001,  aerzteblatt.de

Umfrage zur Ernährung von SchilddrüsenpatientInnen

Wenn man die unterschiedlichen Veröffentlichungen zu Schilddrüsenerkrankungen der letzten Jahre betrachtet, so stand sehr häufig ein Thema im Mittelpunkt – die richtige Ernährung!

Im Hinblick darauf gibt es inzwischen etliche Theorien, die zwar intensiv diskutiert werden oftmals aber (noch?) nicht wissenschaftlich bewiesen werden konnten. Ungeachtet dessen haben insbesondere zahlreiche Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen ihre Ernährung bereits umgestellt und verzichten auf vieles was sie vor der Diagnose ihrer Schilddrüsenerkrankung gegessen haben.

Deshalb dreht sich auch die neue Umfrage, die ich gerade online gestellt habe um das Thema Ernährung bei Schilddrüsenkrankheiten. Die Antwortmöglichkeiten überschneiden sich teilweise – Mehrfachantworten sind aber möglich. Ich freue mich über eine rege Beteiligung! Sie finden die Umfrage in der rechten Sidebar, wenn Sie ein wenig nach unten scrollen.

Jodblockade – Verteilung von Jodtabletten

Die Schilddrüse braucht natürlich vorkommendes Jod, um Schilddrüsenhormone herstellen zu können. In Kernkraftwerken entsteht aber gefährliches radioaktives Jod, welches bei einem Reaktorunfall freigesetzt wird. Dieses wird genauso wie natürlich vorkommendes Jod in die Schilddrüse eingelagert und kann dort zu Schilddrüsenkrebs führen. Um dieses Risiko im Katastrophenfall zu vermindern werden in einigen Gegenden Deutschlands hochdosierte Jodtabletten verteilt. Zum richtigen Zeitpunkt eingenommen, wird die Schilddrüse mit dem natürlich vorkommenden Jod in diesen Medikamenten so gesättigt, dass sie das gefährliche radioaktive Jod nicht mehr aufnehmen kann. Das bezeichnet man auch als Jodblockade. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (www.jodblockade.de).

Buch-Neuerscheinung: Lektine – das heimliche Gift

In wenigen Wochen erscheint ein neuer Ernährungsratgeber auf den ich insgeheim schon gewartet habe. ;-) Falls Sie hier regelmäßig mitlesen erinnern Sie sich vielleicht noch an meinen Artikel

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Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen.

Mein damaliges Fazit lautete: Erbsen, Karotten und Mais (siehe Foto) sind nach meinem derzeitigen Kenntnisstand für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen unbedenklich – ich habe allerdings auch noch nicht alle neu erschienenen Schilddrüsenbücher gelesen. ;-)

Das ist mit dieser Buch-Neuerscheinung damit voraussichtlich auch schon wieder überholt. Buch-Neuerscheinung: Lektine – das heimliche Gift weiterlesen

Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig!

Im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis kann es bei einigen Betroffenen zu ernstzunehmenden Begleiterkrankungen kommen die sich in mehr oder weniger ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Dazu zählen beispielsweise Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa sowie eine Lactose- oder Fructose-Intoleranz. Diese Krankheiten erfordern neben einer ärztlichen Betreuung häufig auch die Berücksichtigung von Ernährungsempfehlungen.

Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen bei denen keine weiteren Erkrankungen diagnostiziert wurden sollten genauso wie Schilddrüsengesunde zunächst einmal eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost anstreben. Dies gilt insbesondere, wenn Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, ungewollte Gewichtsabnahme oder deutliches Übergewicht fehlen. Eine grundsätzliche Ernährungsumstellung ist dann nicht erforderlich! Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig! weiterlesen

Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden

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Wer an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet ist oft ängstlich und unruhig. Er schläft abends nicht mehr gut ein und nachts nicht mehr durch. Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübsinnige Gedanken beeinträchtigen die Alltagsbewältigung.

Wenn sich SchilddrüsenpatientInnen an mich wenden, weil sie erst vor kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten haben fallen mir vor allem Zurückhaltung und Verunsicherung auf. Meist dauert es eine ganze Zeit bis wir miteinander offen ins Gespräch kommen und mein Gegenüber darüber reden kann, was ihm wirklich wichtig ist.

Und das ist in den meisten Fällen der Schatten der sich durch eine bis dato unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion auf die Seele legt. In dieser Phase weiß am Anfang eigentlich niemand so richtig was mit ihm los ist. Das schürt Selbstzweifel und macht Angst. Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden weiterlesen