Neuer Blick auf Erkrankungen der Schilddrüse

Erkrankungen der Schilddrüse sind weit verbreitet. Bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland ist die Schilddrüsenfunktion gestört. In einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft erforschen Wissenschaftlerinnen der Jacobs University, wie eine gesunde Schilddrüse arbeitet. Ihre Erkenntnisse könnten helfen, Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen zu verändern.

Das kleine Organ mit der Form eines Schmetterlings hat es in sich. Eine Schilddrüse, die zu viel oder zu wenig Hormon ausschüttet, kann verschiedenste gesundheitliche Probleme auslösen: Zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Osteoporose, krankhaftes Übergewicht oder Immunerkrankungen. Auch bei Depressionen kann das Organ eine Rolle spielen. Neuer Blick auf Erkrankungen der Schilddrüse weiterlesen

Studie zu Kiefergelenkschmerzen bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis

Die Kieferorthopädie (Direktorin: Prof. Dr. Ursula Hirschfelder) des Universitätsklinikums Erlangen führt aktuell eine Studie durch bei der der Zusammenhang zwischen einer Schilddrüsenunterfunktion und einer Kiefergelenkserkrankungen erforscht wird. Für die Teilnahme an dieser Studie werden Probandinnen zwischen 18 und 65 Jahren gesucht die an einer Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind.

Weitere Informationen unter kieferorthopaedie.uk-erlangen.de

Schilddrüsendiagnostik: Strahlenbelastung bei innovativer Methode gesenkt

Doktorandin der Klinik für Nuklearmedizin am UKJ erhält Forschungspreis

Gutartige Erkrankungen der Schilddrüse sind weit verbreitet. Neben Medikamenten und Operationen steht Patienten die Therapie mit radioaktivem Jod zur Verfügung, die sogenannte Radiojodtherapie. Dabei wird die vergrößerte Schilddrüse von „innen“ bestrahlt. Um die erforderliche Menge an Radioaktivität für den einzelnen Patienten exakt zu ermitteln, wird die Therapie in einem sogenannten Radiojodtest simuliert. Dafür ist bisher oft das Isotop Jod-131 verwendet worden. Seit wenigen Jahren ist es jedoch auch möglich, ein anderes Isotop des Elements Jod, Jod-124, im Rahmen einer PET/CT-Untersuchung einzusetzen. Diese Kombination eines nuklearmedizinischen Diagnoseverfahrens (PET) mit Röntgendiagnostik (CT) liefert den Medizinern umfangreiche Bilder und Informationen. Schilddrüsendiagnostik: Strahlenbelastung bei innovativer Methode gesenkt weiterlesen

Arbeitskreis Jodmangel e.V.

Der Arbeitskreis Jodmangel gibt regelmäßig eine Informationsschrift zum Thema Jodmangelprophylaxe heraus. Vor wenigen Tagen am 18. Oktober 2016 ist die diesjährige Herbst-Ausgabe erschienen. Das 4-seitige PDF „Jodversorgung aktuell“ bietet – sicher nicht zuletzt aufgrund der Aussagen zur Hashimoto-Thyreoiditis – Diskussionsstoff.

Der umstrittene Arbeitskreis Jodmangel war übrigens auch Thema im Rahmen des am 20. Oktober 2016 auf Zeit Online veröffentlichten Artikels „Lobbyismus: So entlarven sie jeden Tarnverein“. Arbeitskreis Jodmangel e.V. weiterlesen

Erstmalig in Deutschland: Schilddrüsenkrebs durch Hitze zerstört

Die Klinik für Nuklearmedizin am Frankfurter Universitätsklinikum hat als erste Klinik überhaupt Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms durch Thermoablation behandelt.

Schilddrüsenknoten sind ein sehr häufiges Phänomen. Fast 20 Prozent aller Deutschen haben einen oder mehrere. Während die meisten dieser Geschwulste gutartig sind, handelt es sich bei rund 0,2 Prozent um bösartige Karzinome. Nach einer Schilddrüsenoperation und anschließender Radiojodtherapie sind die betroffenen Patienten in der Regel erfolgreich therapiert. In seltenen Fällen wirkt die Radiojodtherapie jedoch nicht. Bisher waren dann erneute Operationen oder eine Chemotherapie notwendig.

Im Deutschen Zentrum für Thermoablation von Schilddrüsenknoten der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt wurde jetzt eine Patientin mit Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms erfolgreich mittels Thermoablation therapiert. „Wenn sich die sehr guten Ergebnisse bei weiteren Einsätzen bestätigen, haben wir eine hervorragende Alternative für die Behandlung von Halsmetastasen von Schilddrüsenkrebs für Patienten, bei denen eine Radiojodtherapie, Operation oder Chemotherapie nicht möglich ist“, erklärt Prof. Frank Grünwald, Leiter des Thermoablationszentrums. „Das Verfahren ist effektiv und im Vergleich mit einer Operation oder Chemotherapie sehr nebenwirkungsarm“, ergänzt PD Dr. Huedayi Korkusuz, der die Behandlung durchgeführt hat. Erstmalig in Deutschland: Schilddrüsenkrebs durch Hitze zerstört weiterlesen

E-Book-Neuerscheinung: Psychische Aspekte der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis

Nicole Rolfsmeier: Psychische Aspekte der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis (Amazon-Partnerlink)

Das kurze, 38seitige E-Book informiert über die wichtigsten psychischen Aspekte der Hashimoto-Thyreoiditis. Preis: 0,99 EUR


Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung. Und doch führen vielfältige psychische Beschwerden während der Schilddrüsenunterfunktionsphase nicht selten zu entsprechenden Fehldiagnosen wie Burnout oder Depression. Für die betroffenen Schilddrüsenpatienten/innen bedeutet das oftmals den Beginn eines längeren Leidensweges.

Das E-Book „Psychische Aspekte der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis“ ist demnächst auch in folgenden Online-Shops verfügbar: buch.de, buecher.de, ebook.de, hugendubel.de, mayersche.de, osiander.de, thalia.de und weltbild.de.

E-Book „Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis“ jetzt auch als aktuelle Version für den Tolino erhältlich

bild_7Ab sofort ist eine überabeitete Neuauflage des E-Books „Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis“ auch für den eBook-Reader Tolino verfügbar. Preis 2,99 EUR

Das Erfahrungswissen von Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen und hilfreiche Ratschläge von Betroffenen für Betroffene stehen im Mittelpunkt dieses E-Books. Es enthält eine sorgfältige Auswahl von praktischen Tipps für ein möglichst beschwerdefreies Leben mit der Hashimoto-Thyreoiditis. Dabei werden ganz konkrete Möglichkeiten aufgezeigt wie sich mit Hilfe von Naturheilkunde und Alternativmedizin weiter bestehende Beschwerden wirksam lindern lassen. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung.

Das E-Book „Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis“ ist beispielsweise in folgenden Online-Shops verfügbar: buch.debuecher.de, ebook.de, hugendubel.de, mayersche.de, osiander.de, thalia.de und  weltbild.de.

Hormone verändern das Sehen

Dass der menschliche Körper komplex ist, haben wir immer geahnt. Dass Schilddrüsenhormone das Farbsehen beeinflussen, überrascht dennoch. Genau dieses Phänomen erkundet ein Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einer großen Studie. Neue Erkenntnisse wurden jetzt im Magazin Frontiers in Cellular Neuroscience veröffentlicht.

Ohne die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodothyronin (T3) geht gar nichts. Sie regulieren Prozesse wie den Stoffwechsel und wirken bei der Entwicklung des Körpers sowie des Nervensystems mit. Überraschenderweise hängt auch von ihnen ab, wie wir Farben erkennen. Ist die Netzhaut mit solchen Hormonen unterversorgt, nimmt man Farben schlechter wahr oder kann sie gar nicht sehen.

„Schilddrüsenhormone aktivieren die Synthese bestimmter Pigmente in der Netzhaut. Dieser Prozess ist äußerst dynamisch, denn die Synthese wird auch im Erwachsenenalter beeinflusst, wenn die Hormonkonzentration schwankt. Das zeigten Experimente an Nagetieren und Menschen“, erklärt Yoshiyuki Henning, Doktorand an der UDE. Der Biologe erforscht mit Karol Szafranski vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena diese spezielle Hormonversorgung. Eine zu hohe Konzentration könnte mit degenerativen Erkrankungen der Netzhaut zusammenhängen – was bislang kaum untersucht wurde. Hormone verändern das Sehen weiterlesen