Aufklärungskampagne zu Symptomen von Schilddrüsenerkrankungen gestartet – Motto: „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.”

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute seine Unterstützung der 9. Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit (ITAW) bekannt gegeben. Im Rahmen dieser Kampagne werden in der Woche vom 22. bis 28. Mai einige der weniger bekannten Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen ins Rampenlicht gerückt. Die diesjährige ITAW-Kampagne „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.“ unterstreicht die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen den Symptomen von Schilddrüsenerkrankungen und den Auswirkungen der schnelllebigen Lebensweise von heute. Basis der Kampagne sind die Ergebnisse einer internationalen Umfrage im Auftrag von Merck in Zusammenarbeit mit der Thyroid Federation International (TFI). Sie zeigen, dass viele Frauen sich selbst und ihrer Lebensweise die Schuld für Symptome wie Gewichtsveränderungen, Reizbarkeit, Angst, Schlaflosigkeit und übermäßige Müdigkeit zuschreiben und ihnen nicht bewusst ist, dass eine Schilddrüsenerkrankung die Ursache hierfür sein könnte. Aufklärungskampagne zu Symptomen von Schilddrüsenerkrankungen gestartet – Motto: „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.” weiterlesen

Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis

Nachdem die Hashimoto-Thyreoiditis seit ihrer Entdeckung 1912 durch Dr. Hakaru Hashimoto rund einhundert Jahre lang ein Schattendasein fristete überschlagen sich die Verlage aktuell mit Veröffentlichungen zur Hashimoto-Thyreoiditis. So sind für die nächsten Monate erneut einige Neuerscheinungen, aber auch Neuauflagen bereits erschienener Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt.

Gertrud Teusen:
Kleine Schilddrüse – große Wirkung: Alles über Hashimoto, Über – und Unterfunktion * (11. September 2017)

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm * (15. Oktober 2017) Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben. Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?

In der letzten Zeit gab es,  insbesondere in Boulevardzeitungen, vermehrt Medienberichte über die Hashimoto-Thyreoiditis. Das hat dazu geführt, dass sich immer mehr Frauen fragen, ob die Ursache für störendes Übergewicht oder ungewollte Kinderlosigkeit bei ihnen vielleicht auch eine Hashimoto-Thyreoiditis sein könnte.

Erste Anzeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis äußert sich zunächst mit eher unspezifischen Beschwerden.  Man fühlt sich häufiger müde und leidet unter Antriebslosigkeit. Manchmal treten auch leichte Schwindelgefühle auf. Die Haut ist vielleicht etwas trockener als gewohnt, die Haare sehen irgendwie strohig aus und die Fingernägel brechen schneller als gewöhnlich ab. Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar? weiterlesen

Möglicherweise Medikament zur Behandlung des Exophthalmus beim Morbus Basedow entdeckt

Heute wurde ein lesenswerter Artikel im Ärzteblatt veröffentlicht, der vielen Morbus Basedow Erkrankten Hoffnung auf die Zukunft machen dürfte: Morbus Basedow – Teprotumumab vermindert Exophthalmus.

Wirkungsmechanismus: Der untersuchte Antikörper Teprotumumab heftet sich  am Rezeptor für den Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) an, der die Vermehrung von bestimmten Zellen in der Augenhöhle fördert. Die Vermehrung dieser sogenannten Fibroblasten ist für das Hervortreten der Augäpfel beim Morbus Basedow verantwortlich

Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung

Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Nach der längeren Einnahme eines hochdosierten Rosenwurz-Präparates berichten inzwischen etliche Hashimoto-PatientInnen von einer allgemein anregenden Wirkung dieser altbewährten Heilpflanze.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis wird Rosenwurz (Rhodiola rosea) insbesondere bei nachfolgenden Symptomen eingesetzt: Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung weiterlesen

Studie: Schilddrüsenhormonsubstitution bei älteren PatientInnen

Die Standard-Therapie bei Unterfunktion der Schilddrüse sind Tabletten, welche das Schilddrüsenhormon ersetzen. Die Ergebnisse der bisher größten Studie zum Thema, welche gestern im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden, stellen diese Praxis nun aber infrage.

Eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse (subklinische Hypothyreose) ist im Alter häufig. Etwa eine von 10 älteren Personen ist davon betroffen. Laut aktuellen Richtlinien qualifizieren sich neun von zehn Frauen mit dieser Diagnose für eine Therapie mit Schilddrüsenhormon-Tabletten (typischerweise Levothyroxin). Die große fünfjährige EU-Studie TRUST zeigt nun aber, dass diese sehr verbreitete Behandlung Patientinnen und Patienten keinen offensichtlichen Nutzen bringt und demzufolge die bisherigen Behandlungsrichtlinien revidiert werden müssen. Studie: Schilddrüsenhormonsubstitution bei älteren PatientInnen weiterlesen

Schwangerschaft kann die Schilddrüse überfordern – Hormonexperten raten zum gezielten Funktionscheck

60. Deutscher Kongress für Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), 15. bis 17. März 2017

Funktionsstörungen der Schilddrüse in der Schwangerschaft gefährden die Gesundheit von Mutter und Kind. Be­troffen können alle Schwangeren sein. Risikopatientinnen sind Frauen mit vorbekannter Schilddrüsenerkrankung, Typ-1-Diabetes oder anderen Autoimmunerkrankungen, ältere Schwangere und Frauen mit Überge­wicht. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) rät diesen Frauen, ihre Schilddrüsenfunktion testen zu lassen. Auf der Pressekon­ferenz anlässlich des 60. Deutschen Kongresses für Endokrinologie in Würzburg am 15. März 2017 erläutern die Experten zudem, wer behandelt werden soll und weshalb alle Schwangeren Jodtabletten einnehmen sollten. Schwangerschaft kann die Schilddrüse überfordern – Hormonexperten raten zum gezielten Funktionscheck weiterlesen

Schilddrüsenknoten – gutartig oder bösartig? Ultraschall-basierte Methode verbessert die Diagnose

Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat Knoten in der Schilddrüse. Doch sind diese bösartig oder gutartig? Das zu unterscheiden ist nicht einfach. Die diagnostische Differenzierung ist jedoch maßgeblich für die Therapiewahl – noch immer werden dafür viele Schilddrüsenknoten operiert. Eine Multicenter-Studie der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) macht Hoffnung auf eine operationsfreie Diagnose. Sie zeigt, dass Ultraschall als bildgebendes Verfahren gemeinsam mit einer Ultraschall-basierten Messung der Gewebeelastizität, der Strain Elastografie (SE), die differenziertere Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Knoten deutlich verbessert.
Schilddrüsenknoten – gutartig oder bösartig? Ultraschall-basierte Methode verbessert die Diagnose weiterlesen

Endokrines Psychosyndrom

– Leseprobe –

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung!
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine weit verbreitete Autoimmunkrankheit. Schätzungen zufolge sind jede zehnte Frau und jeder einhundertste Mann davon betroffen. Bei dieser autoimmun bedingten Erkrankung greift das gestörte Immunsystem irrtümlicherweise die eigene Schilddrüse an. Die unangenehme Folge dieser immunologischen Fehlsteuerung ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse bis hin zu einer vollständigen Zerstörung dieses lebenswichtigen Organs.

Die Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich schleichend, das heisst langsam und über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Was wiederrum bedeutet, erst bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es dazu, dass die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert. Die geschädigte Schilddrüse kann nur noch wenige oder sogar überhaupt keine Schilddrüsenhormone mehr produzieren. Diese Restmenge an körpereigenen Schilddrüsenhormonen reicht aber oft nicht mehr aus um den Körper ausreichend zu versorgen. Es kommt zu einem teilweise erheblichen Mangel an Schilddrüsenhormonen. Dieser Zustand wird auch als Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose (griech. hypo = unzureichend, lat. glandula thyreoidea = Schilddrüse) bezeichnet.

Damit einher gehen vielfältige und nicht selten auch sehr ausgeprägte Beschwerden. Neben körperlichen Symptomen wie Gewichtszunahme, Frieren, Verstopfung, Muskelschwäche und Gelenkschmerzen kann es auch zu psychischen Auffälligkeiten kommen. Endokrines Psychosyndrom weiterlesen