Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig!

Im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis kann es bei einigen Betroffenen zu ernstzunehmenden Begleiterkrankungen kommen die sich in mehr oder weniger ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Dazu zählen beispielsweise Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa sowie eine Lactose- oder Fructose-Intoleranz. Diese Krankheiten erfordern neben einer ärztlichen Betreuung häufig auch die Berücksichtigung von Ernährungsempfehlungen.

Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen bei denen keine weiteren Erkrankungen diagnostiziert wurden sollten genauso wie Schilddrüsengesunde zunächst einmal eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost anstreben. Dies gilt insbesondere, wenn Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, ungewollte Gewichtsabnahme oder deutliches Übergewicht fehlen. Eine grundsätzliche Ernährungsumstellung ist dann nicht erforderlich!

Ernährungstipps bei Hashimoto-Thyreoiditis

Unabhängig davon wird jedoch seit einiger Zeit diskutiert, ob es mit einer entsprechenden Ernährungsweise möglich ist das Allgemeinbefinden von Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffenen zu verbessern. Dies konnte bisher nicht zweifelsfrei belegt werden! Dennoch kursieren im Internet eine Vielzahl von Ernährungstipps und Rezeptsammlungen für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen. Als Beispiel sei hier angeführt “Ernährung bei Hashimoto” und “Rezepte bei Hashimoto-Thyreoiditis” (ndr.de, Die Ernährungsdocs, Beiträge vom 03.07.17). Wer mag, kann eine solche Ernährungsform die im Einzelfall möglicherweise zu Verbesserungen führt natürlich ausprobieren – Wunder sollte man sich davon aber nicht versprechen.