IJ wie Jod

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Iatrogene Hyperthyreose: Durch eine Überdosierung mit Schilddrüsenhormonen erzeugte Überfunktion

ICCC-3: International Classification of Childhood Cancer

ICD-10: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme

Idiopathisch: Krankheit ohne erkennbare Ursache

IGeL-Leistung: Individuelle Gesundheitsleistungen. Ärztliche Leistungen, die nicht durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen werden sondern gegen Selbstzahlung angeboten werden. Sie sind medizinisch nicht unbedingt sinnvoll.

Immunhyperthyreose: Andere Bezeichnung für Morbus Basedow.

Immunthyreopathie: Autoimmun bedingte Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow)

Immunthyreoiditis: Andere Bezeichnung für Hashimoto-Thyreoiditis.

Informationsbroschüren: Oft als PDF-Datei zur Verfügung gestelltes, kostenloses Informationsmaterial zum Thema Schilddrüse.

Ingwer (Zingiber officinale): Antioxidantienreiche, den Körper von innen wärmende Wurzel die als Tee aufbereitet bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis Anwendung findet.

inhomogene Echogenität: Alles was nicht homogen, d.h. gleichmäßig ist, wird als inhomogen oder auch heterogen bezeichnet.

Insulinresistenz: Ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin.

intrakorporal: anatomische Lagebezeichnung: innerhalb des Körpers

Invasiv: Gewebe verletzende medizinische Eingriffe

Inzidenz: Die Anzahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe an einer bestimmten Krankheit während einer genau definierten Zeitspanne.

Isotop Iod-131: Ein in der Medizin verwendetes Radionuklid, welches mit einer Halbwertszeit von 8 Tagen zerfällt.

Isthmus: Verbindungsstück zwischen den Schilddrüsenlappen

Jod: Spurenelement, welches zur Herstellung der Schilddrüsenhormone benötigt wird. Mehr

Jodallergie: Neben den negativen Auswirkungen von Jod auf die Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, werden unabhängig davon noch weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit einer erhöhten Jodaufnahme diskutiert. Dazu gehören – nach Aussage von Betroffenen – die Jodunverträglichkeit, die Jodallergie, die Jodakne und die Jodvergiftung. Mögliche Symptome können demnach Reizungen der Mundschleimhaut, Hautausschläge und Entzündungen der Bindehaut des Auges sein. Die Möglichkeit, dass der Verzehr von jodhaltigen Lebensmitteln oder der Hautkontakt mit jodhaltigen Desinfektionsmitteln derartige Reaktionen auslösen kann, ist allerdings sehr umstritten. Mehr

Jodarme bzw. jodreiche Ernährung: Die Aufnahme des Spurenelementes Jod über die Nahrung ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass eine gesunde Schilddrüse die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin produzieren kann. Aber nicht nach dem Motto „viel, hilft viel“, sondern möglichst jodbewusst, d.h. in einer angemessenen Menge „nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel“.

Jodblockade: Unsere Schilddrüse braucht das Spurenelement Jod, um daraus Schilddrüsenhormone produzieren zu können. Das benötigte (normalerweise nicht radioaktive) Jod nimmt unsere Schilddrüse über Atemluft und Nahrungsmittel fortwährend auf. Beim Betrieb von Kernkraftwerken entsteht radioaktives Jod, welches bei einem Unfall aufgrund der dort vorherrschenden hohen Temperaturen in gasförmigem Zustand vorliegt. Gelangt dieses radioaktive Jod-Gas in die Umgebung, wird es über die Atemluft von den dort lebenden Menschen eingeatmet und genauso wie nicht radioaktives Jod in der Schilddrüse gespeichert. Dort kann es beispielsweise einen strahleninduzierten Schilddrüsenkrebs auslösen. Um dies zu verhindern, macht man sich die begrenzte Jod-Speicherfähigkeit der Schilddrüse zu nutze. Das heißt, es wird versucht die Schilddrüse durch die Gabe von hochdosierten Kaliumjodid-Tabletten zu blockieren, so dass das radioaktive Jod nicht mehr aufgenommen werden kann.

Jodexposition: Aufnahme des Spurenelementes Jod.

Jodination: Darunter versteht man den Einbau des Spurenelements Jod in die Schilddrüsenzelle.

Jodmangelprophylaxe: Zu den häufigsten Schilddrüsenerkrankungen gehörte bis in die 90er Jahre hinein eine durch einen Jodmangel ausgelöste Schilddrüsenvergrößerung (Jodmangelkropf, Jodmangelstruma), die in einigen Fällen auch zu einer Schilddrüsenfehlfunktion geführt hat. Um diesem Jodmangel entgegenzuwirken wurden zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet. Inzwischen ist diese Jodmangelprophylaxe allerdings nicht mehr ganz unumstritten. So wird beispielsweise diskutiert, ob es durch die Jodmangelprophylaxe zu einem Anstieg der Hashimoto-Thyreoiditis gekommen ist.

Jodmangelstruma: Eine durch Jodmangel bedingte Schilddrüsenvergrößerung.

Jodismus: Krankheitsbild infolge einer langandauernden Überdosierung von Jod (Symptome: Schnupfen „Jodschnupfen“, Augenbindehautentzündung, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, vermehrter Speichelfluss, Hautausschläge „Jodakne“).

Jodsalz: Auch: Jodiertes Salz.  Dabei handelt es sich um Salz dem 15 bis 25 mg Kaliumjodid pro kg zugesetzt wurde. Mehr

Jodtinktur: In Alkohol (Ethanol) gelöstes Jod.

Jodthyrox ®: Ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches als Wirkstoffe Jod und Levothyroxinnatrium enthält.

Jodum D6: Homöopathisches Arzneimittel welches traditionell bei Schilddrüsenüberfunktionen angewendet wird. Betroffene berichten von positiven Erfahrungen z.B. bei einem Urlaub an der Nordsee wenn eine starke Jodbelastung zu Beschwerden geführt hat.