Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 2: Schilddrüsenautoantikörper

2. Schilddrüsenautoantikörper

TPO-AK = Thyreo-Peroxidase-Antikörper

(veraltete Bezeichnung MAK = mikrosomale Antikörper) Die TPO-AK greifen die Schilddrüsenperoxidase an. Dieses Enzym ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt. TPO-AK werden bei dem Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis, bei einer echoarmen Sonografie, bei latenter oder manifester Hypothyreose und auch zur Abgrenzung einer immunoge nen von einer nicht-immunogenen Hypothyreose bestimmt. Normalbereich: kleiner 35 IU/ml. Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor. Die genaue Bedeutung der Antikörper im Krankheitsverlauf ist jedoch unklar – so scheint es keine Korrelation zwischen der Höhe der AK-Konzentrationen und der Krankheitsaktivität zu geben. Messbare Antikörper im Normalbereich: Umstritten ist, ob auch schilddrüsengesunde Personen gering erhöhte Antikörper haben können oder ob TPO-AK immer als Beweis für das Vorliegen einer Erkrankung zu werten sind.

Tg-AK = Thyreoglobulin-Antikörper

Die Tg-AK richten sich gegen das Thyreoglobulin. Dabei handelt es sich um ein an der Produktion und Speicherung von Schilddrüsenhormonen beteiligtes Protein. Bei Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis werden die Tg-AK meist nur bestimmt, wenn die Messung der TPO-AK negativ war. Normalbereich: kleiner 100 U/ml. Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor.

TRAK = TSH-Rezeptor-Antikörper

Die TRAK docken an den eigentlich für das TSH vorgesehenen Rezeptoren an und blockieren diese dadurch, so dass sich das TSH dort nicht mehr verankern kann. Die Bestimmung der TRAK wird zur Abgrenzung einer immunogenen von einer nicht-immunogenen Hyperthyreose empfohlen. Normalbereich: kleiner 9 U/ml (TRAKhuman kleiner 1 UI/ml). Bei einem erhöhten Wert liegt ein Morbus Basedow vor.

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte Teil 1: Schilddrüsenhormonwerte

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