Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) bei Morbus Hashimoto begleitenden Erschöpfungszuständen

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sebastian Vigl (Heilpraktiker mit eigener Praxis in Berlin).  Homepage: Heilpraktiker Wanitschek & Vigl

Rosenwurz, eine starke Heilpflanze

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie sich die Wikinger auf ihre Überfahrten über das stürmische Nordmeer vorbereitet haben, wo sie den Gewalten der Natur, Nässe und Kälte ausgesetzt waren, der mag erstaunt sein, wenn er als Antwort eine kleine Heilpflanze präsentiert bekommt: Die Rosenwurz (Rhodiola rosea). Heimisch in Skandinavien und im hochalpinen Raum machte sich diese Pflanze vor allem durch die Forschung der letzten Jahrzehnte einen Namen. Studien belegen ihre erschöpfungswidrigen Wirkungen, mit der sie den menschlichen Körper resistenter gegen Stress machen und für mehr mentale und körperliche Energie sorgen kann. Patienten, die unter chronischem Stress oder an Erkrankungen wie zum Beispiel dem Burnout, der Depression oder dem Chronic Fatigue Syndrom (CFS) leiden, können von der Einnahme der Heilpflanze profitieren.(1)(2)(3)(4)

Erschöpfungszustände bei Morbus Hashimoto

Im Rahmen einer Hashimoto-Erkrankung kann es zu Phasen leicht bis stark ausgeprägter Energielosigkeit und fehlender Belastbarkeit kommen. Dies tritt vor allem auf, wenn die Schilddrüsenwerte für eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) sprechen. Darauf wird der Endokrinologe in der Regel mit einer Erhöhung der L-Thyroxingabe reagieren. Des öfteren haben Hashimoto-Patienten jedoch Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, ohne dass sich dies in den Blutwerten spiegelt. Erschöpfungszustände treten bisweilen auch in Folge anderer typischer Symptome einer Hashimoto-Erkrankung auf, zum Beispiel als Folge von gestörtem Nachtschlaf, depressiven Verstimmungen oder Herzrasen.

Rosenwurz für Hashimoto-Patienten

Hashimoto-Patienten können auf vielfältige Weise von der Einnahme von Rosenwurzpräparaten profitieren. Der erschöpfungswidrige Effekt der Rosenwurz wird mit dem Nachweis in Verbindung gebracht, dass Rosenwurz die ATP-Konzentration in Zellen erhöhen kann. ATP (Adenosintriphosphat) ist der universale Energiespeicher in unserem Körper. Je mehr ATP eine Zelle gelagert hat, desto leistungsfähiger ist sie. Die geistige Ausdauer werde Studien zufolge über eine Interaktion mit Botenstoffen im Gehirn erreicht. Stress kann das Herz schädigen: Forscher konnten nachweisen, dass Inhaltsstoffe aus der Rosenwurz eine schützende Wirkung bei Stress auf den Herzmuskel haben. Bei Hashimoto-Patienten kommt es nicht selten zu stressbedingten Herzbeschwerden. Nicht uninteressant ist ebenfalls die psychische Wirkung der Heilpflanze: Extrakte aus der Rosenwurz wirken leicht antidepressiv, Angst lösend und stimulierend.(5)

Empfehlenswert ist die Einnahme von Rosenwurzextrakten in Kapselform. Die gängige Dosierung ist hierbei: Einmal täglich 500 mg Rosenwurzextrakt (meist 2 Kapseln) mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Die ideale Einnahmezeit ist am Morgen, auf eine Einnahme am Nachmittag oder Abend sollte verzichtet werden, da dann der Nachtschlaf gestört sein kann. Vor der ersten Einnahme sollte die Packungsbeilage beachtet werden.

Fazit

Für Patienten, die an einer Hashimoto-Erkrankung leiden, können Präparate aus der Rosenwurz hilfreich sein, um körperliche, mentale oder auch seelische Erschöpfungszustände zu bessern. Dabei kommen einige Vorteile der Rosenwurz zu tragen: Verglichen mit anderen pflanzlichen Aufputschmitteln, kann es bei der Einnahme von Rosenwurz sehr selten zu einer Überstimulierung, im Rahmen derer Erschöpfungszustände sogar noch verstärkt werden können, kommen. Neben der erschöpfungswidrigen Wirkung zeichnet sich die Rosenwurz auch durch ihre Angst lösenden und antidepressiven Eigenschaften aus und sie vermag die Stressresistenz des Körpers zu erhöhen. Qualitäten, die im Rahmen einer Hashimoto-Erkrankung von Bedeutung sein können. In der Regel lässt sich bereits nach einer vierwöchigen Einnahmezeit beurteilen, ob ein Patient vom Rosenwurzpräparat profitiert oder nicht.

Zu beachten: Erschöpfungszustände, die über einen längeren Zeitraum anhalten, sich durch die Einnahme von Rosenwurzpräparaten nicht bessern oder von anderen Symptomen wie Gewichtsabnahme oder Selbstmordgedanken begleitet sind, bedürfen der ärztlichen Abklärung.

Quellenangaben

(1) Olsson EM, von Schéele B, Panossian AG. A randomised, double-blind,placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract shr-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue. Planta Med 2009: 75: 105–112

(2) Grünwald J, Stier H, Bruhn S et al. Rhodiola rosea: Ein Adaptogen bei Burn-out. Z Phytother 2011; 32: 161–163

(3) Darbinyan V, Aslanyan G, Amroyan E et al. Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression. Nord J Psychiatry 2007; 61: 503

(4) Vigl S. „Rhodiola rosea bei Chronic Fatigue Syndrom Achtwöchige, dokumentierte Anwendungsbeobachtung mit 28 Teilnehmern“ (PDF-Download), 04.10.2015

(5) HagerROM 2014: Rhodiola rosea, S. 1 – 22

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