Kategorie-Archiv: Schilddrüse allgemein

Doch kein Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und einer leichten Schilddrüsenunterfunktion?

Vor wenigen Wochen hatte ich auf folgende Veröffentlichung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hingewiesen: → Neue Hoffnung für Patienten mit Depressionen und Angst. Starker Zusammenhang von Depressionen und Angsterkrankungen mit chronischer Erkrankung der Schilddrüse.

Eine weitere aktuelle Studie ist jetzt allerdings zu anderen Ergebnissen gekommen: Kim JS, Zhang Y, Chang Y u.a. “Subclinical Hypothyroidism and Incident Depression in Young and Middle-Age Adults.” J Clin Endocrinol Metab. 2018 May 1;103(5):1827-1833. (Abstract).

Die widersprüchlichen Ergebnisse wurden beispielsweise von Prof. Helmut Schatz (Subklinische Schilddrüsenunterfunktion nicht mit Depressionen assoziiert) im Blog der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. kommentiert.

Nicole Rolfsmeier:

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Früherkennung von Nachblutungen nach chirurgischen Eingriffen an der Schilddrüse

Es gibt eine Patent-Anmeldung für einen “Nachblutungsdetektor” (Bezeichnung: ISAR-M THYRO®, Hersteller: ISAR-M GmbH Medical Technology) der voraussichtlich 2019 auf den Markt gebracht wird. Weitere Informationen dazu auf der oben verlinkten Herstellerseite oder unter PCT/EP2011/056113 (WIPO = World Intellectual Property Organization).

Nachblutungen in den ersten Stunden nach einer Schilddrüsenoperationen sind zwar selten – aufgrund der möglichen Auswirkungen aber gefürchtet. Charakteristische Symptome die darauf hindeuten können sind Blutergüsse, Schwellungen, Druckgefühl und Atemnot.

Ermittlung der individuell richtigen Schilddrüsenhormondosis

Schilddrüsenhormone  müssen täglich, entweder 30 Minuten vor dem Frühstück oder unmittelbar vor dem Schlafengehen, eingenommen werden.

Die Einstellung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat ist eine langwierige Angelegenheit die sich normalerweise über mehrere Monate – in Einzelfällen sogar ein bis zwei Jahre – hinzieht.

Initialdosis

Zunächst wird die Initialdosis (auch: Aufsättigungs- oder Anfangsdosis) ermittelt. Als grobe Richtschnur wird dabei von einem Schilddrüsenhormonbedarf von ein bis zwei Mikrogramm Levothyroxinnatrium pro Kilogramm Körpergewicht ausgegangen.

Diese Initialdosis ist normalerweise höher als die später notwendige Erhaltungsdosis, damit möglichst schnell eine Besserung des Befindens erreicht wird. Im Hinblick darauf ist jedoch zu berücksichtigen, dass Schilddrüsenhormone aufgrund möglicher unangenehmer Erstreaktionen einschleichend dosiert werden müssen. Ermittlung der individuell richtigen Schilddrüsenhormondosis weiterlesen

Verhängnisvolle, psychische Fehldiagnosen bei SchilddrüsenpatientInnen

Es ist unverändert an der Tagesordnung, dass ÄrztInnen anstelle einer Schilddrüsenerkrankung ein chronisches Erschöpfungssyndrom, einen Burnout, eine Depression oder eine Angststörung diagnostizieren.

PatientInnen die es wagen die ärztliche Einschätzung anzuzweifeln haben im Hinblick darauf allerdings meist schlechte Karten. Die vermeintlich uneinsichtige Gegenwehr gilt eher noch als Beweis für die psychische Erkrankung.

Aber was ist, wenn betroffene PatientInnen allen Grund haben sich zu wehren – eben weil die Diagnose schlichtweg falsch ist und statt der Psyche die Schilddrüse krank ist?


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Universität Bielefeld: Teilnehmerinnen für Studie gesucht

Teilnehmerinnen für eine Studie zum Thema „Versorgungserfahrungen von Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen – eine qualitative Untersuchung zu Erfahrungen in der medizinischen Versorgung von Frauen mit Hypothyreose“ gesucht.

Sie sind weiblich und haben eine Schilddrüsenunterfunktion? Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, bis Sie den richtigen Arzt gefunden haben? Worüber haben Sie sich geärgert? Was hat Ihnen besonders gefallen? Wir, die Betroffenen, haben alle schon viel erlebt – langsam ist es an der Zeit, dieses wissenschaftlich zu hinterfragen und möglichst viele Erfahrungen und Geschichten von Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion herauszustellen und zu analysieren, damit unsere Versorgung verbessert werden kann! Je mehr Frauen sich beteiligen, desto überzeugender kann das Ergebnis präsentiert werden.

Direktlink zur Umfrage (Teilnahmeschluss: 27. Juni 2018)

Ein Forschungsprojekt im Rahmen der Masterarbeit von Annika Diana Strauß, B.Sc. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Masterstudentin Public Health, Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld- Kontakt: annika.strauss[at]uni-bielefeld.de

Rückblick auf den ersten deutschen Jod-Kongress

Der erste deutsche Jod-Kongress (Veranstaltungsflyer) fand bereits am 03. März 2018 in Düsseldorf statt. Veranstalter war die TISSO Naturprodukte GmbH.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der Heilpraktikerin und Buchautorin Kyra Kauffmann.


Jod. Schlüssel zur Gesundheit.: Wiederentdeckung eines Heilmittels. Neue Power für Ihre Körperzellen. (Amazon-Partnerlink) Rückblick auf den ersten deutschen Jod-Kongress weiterlesen

Rezepturänderung von Levothyrox®

Für weitere Info’s bitte auf die Grafik klicken!
Nachfolgend finden Sie deutschsprachige Informationen zur im März 2017 erfolgten Rezepturänderung von Levothyrox® (pharmazeutischer Hersteller: Merck KGaA) in Frankreich. Das französische Levothyrox® entspricht dem deutschen Euthyrox®.

Hauptwirkstoff von Levothyrox® ist unverändert Levothyroxinnatrium, aber der Zusatzstoff Laktose wurde durch Zitronensäure und Mannitol ersetzt. Diese Rezepturänderung hat offenbar zu teilweise erheblichen Unverträglichkeitsreaktionen bei zahlreichen, französischen SchilddrüsenpatientInnen geführt. Die genauen Zusammenhänge konnten allerdings noch nicht geklärt werden. Kritisiert wird im Hinblick darauf insbesondere auch die Informationspolitik des Pharmaunternehmens welches weder Ärztinnen noch PatientInnen im Vorfeld über die Rezepturänderung sowie mögliche Folgen aufgeklärt hat.

Über die Gründe für die Rezepturänderung kann derzeit ebenfalls nur spekuliert werden. Der Patentschutz für Euthyrox® endet im Mai 2019 – von daher ist denkbar, dass sich die Merck KGaA die vermeintliche Innovation patentieren lassen könnte, um den ablaufenden Patentschutz dadurch zu verlängern und/oder höhere Preise durchsetzen zu können. Im November 2016 hat die Merck KGaA außerdem eine neue Produktionsstätte in Nantong/China (https://www.merckgroup.com/de/news/nantong-04-11-2016.html) eingeweiht. Dort wird u.a. Euthyrox® produziert. Von daher kann es eventuell auch um eine Senkung der Herstellungskosten z.B. durch billigere – aber eventuell qualitativ schlechtere – Rohstoffe und damit eine Gewinnsteigerung gehen.


Externe Links:


Im April 2018 wurde dann auch in der Schweiz das Medikament Euthyrox® in der neuen Zusammensetzung auf den Markt gebracht. Das Pharmaunternehmen Merck KGaA hat dieses Mal eine Internetseite (www.euthyrox.ch) für SchilddrüsenpatientInnen eingerichtet. Um die Inhalte vollständig sehen zu können braucht man allerdings die LOT-Nummer von einer der neuen Euthyrox®-Packungen.

Es ist davon auszugehen, dass das in seiner Zusammensetzung geänderte Schilddrüsenhormonpräparat zukünftig in weiteren Ländern Europas – also auch in Deutschland – auf den Markt gebracht wird.

→ Übersicht: Hilfsstoffe aller gängigen deutschen Schilddrüsenhormonpräparate (PDF)

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