Kategorie-Archiv: Naturheilkunde & Alternativmedizin

Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung die nach gegenwärtigem medizinischem Wissensstand nicht heilbar ist. Dass es mit einer Ernährungsumstellung möglich ist den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv zu beeinflussen wird zwar seit einigen Jahren hier und da behauptet – seriöse medizinische Studien die diesen Zusammenhang zweifelsfrei beweisen würden fehlen allerdings bisher.

Quelle: pixabay.com / User: congerdesign / Lizenz: CC0
Quelle: pixabay.com / User: congerdesign / Lizenz: CC0

Von daher sind entsprechende Ernährungsempfehlungen durchaus kritisch zu betrachten. Dies gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, was für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen abhängig von den jeweiligen AutorInnen der diversen Fachartikel, Webseiten und Patientenratgeber alles an Nahrungsmitteln verboten wird. Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen weiterlesen

Kurz erklärt: Was sind NDTs?

NDT ist die Abkürzung für Natural Desiccated Thyroid. Damit sind Präparate gemeint, die getrockneten tierischen Schilddrüsenextrakt (meist aus Schweineschilddrüsen) als Hauptwirkstoff enthalten. Verschreibungspflichtige NDTs sind beispielsweise Thyroid® von Erfa, Westthyroid Pure® von RLC, Natural Porcine® von Acella und Armour Thyroid® von Allergan. Die Kosten für NDTs werden in der Regel nicht von den Krankenversicherungen übernommen.

Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung

Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Nach der längeren Einnahme eines hochdosierten Rosenwurz-Präparates berichten inzwischen etliche Hashimoto-PatientInnen von einer allgemein anregenden Wirkung dieser altbewährten Heilpflanze.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis wird Rosenwurz (Rhodiola rosea) insbesondere bei nachfolgenden Symptomen eingesetzt: Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung weiterlesen

Cordyceps sinensis, ein Vitalpilz bei Schilddrüsenunterfunktion im Rahmen eines Morbus Hashimoto

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sebastian Vigl (Heilpraktiker mit eigener Praxis in Berlin). Homepage: Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin

Schilddrüsenunterfunktion beim Morbus Hashimoto

Im Laufe der Entzündungsvorgänge im Schilddrüsengewebe kommt es im Laufe einer Hashimoto-Erkrankung zu Funktionseinbußen der Hormonbildung. Dies korreliert mit einem Anstieg des TSH-Spiegels im Blut, mit welchem die Produktion von Schilddrüsenhormonen über das körpereigene Regulierungssystems angekurbelt werden soll.

Die Beschwerden, unter denen die Betroffenen leiden, entwickeln sich meist langsam: Zunächst werden Leistungsminderung, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche wahrgenommen. Ebenso typisch ist der Hang, leicht zu frieren und an Gewicht zuzunehmen, wie auch depressive Stimmungen, Appetitlosigkeit und Verstopfung.

Schulmedizinisch werden daraufhin die fehlenden Schilddrüsenhormone künstlich durch eine L-Thyroxingabe ersetzt, wobei diese Ersatztherapie regelmäßig überwacht und in ihrer Dosierung angepasst werden muss. Cordyceps sinensis, ein Vitalpilz bei Schilddrüsenunterfunktion im Rahmen eines Morbus Hashimoto weiterlesen

Magnetfeldtherapie soll Gewichtsabnahme bei Schilddrüsenunterfunktion fördern

Bei Thyreogym© handelt es sich um ein sehr teures Medizinprodukt (Preis 699,- EUR), welches als Hilfsmittel zur Gewichtsabnahme bei Schilddrüsenunterfunktion beworben wird. Genauer gesagt ist es eine Art Manschette, die um den Hals gelegt wird. Damit wird  ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, welches die Schilddrüse stimulieren soll. Die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 soll gefördert werden. Und das Entscheidende – wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion soll dadurch eine Gewichtsreduktion bewirkt werden. Magnetfeldtherapie soll Gewichtsabnahme bei Schilddrüsenunterfunktion fördern weiterlesen

Buchvorstellung: Andrea Flemmer „Schilddrüsenprobleme natürlich behandeln“

Beschreibung

  • Autorin: Dr. Andrea Flemmer
  • Titel: Schilddrüsenprobleme natürlich behandeln. Alle wichtigen Heilmethoden. Das können Sie selbst tun.
  • Verlag: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2015
  • Größe: 15,5 cm x 21,0 cm x 1,1cm
  • Gewicht: 332 g
  • ISBN: 978-3-89993-875-3
  • Preis: 19,99 EUR
  • Sonstiges: Taschenbuch, 144 Seiten

Buchvorstellung: Andrea Flemmer „Schilddrüsenprobleme natürlich behandeln“ weiterlesen

Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) bei Morbus Hashimoto begleitenden Erschöpfungszuständen

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sebastian Vigl (Heilpraktiker mit eigener Praxis in Berlin).  Homepage: Heilpraktiker Wanitschek & Vigl

Rosenwurz, eine starke Heilpflanze

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie sich die Wikinger auf ihre Überfahrten über das stürmische Nordmeer vorbereitet haben, wo sie den Gewalten der Natur, Nässe und Kälte ausgesetzt waren, der mag erstaunt sein, wenn er als Antwort eine kleine Heilpflanze präsentiert bekommt: Die Rosenwurz (Rhodiola rosea). Heimisch in Skandinavien und im hochalpinen Raum machte sich diese Pflanze vor allem durch die Forschung der letzten Jahrzehnte einen Namen. Studien belegen ihre erschöpfungswidrigen Wirkungen, mit der sie den menschlichen Körper resistenter gegen Stress machen und für mehr mentale und körperliche Energie sorgen kann. Patienten, die unter chronischem Stress oder an Erkrankungen wie zum Beispiel dem Burnout, der Depression oder dem Chronic Fatigue Syndrom (CFS) leiden, können von der Einnahme der Heilpflanze profitieren.(1)(2)(3)(4) Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) bei Morbus Hashimoto begleitenden Erschöpfungszuständen weiterlesen

Nährstofftherapie: Vitamin D

Eine Unterfunktion der Schilddrüse geht oft mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel einher. Umgekehrt gibt es auch einen Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin D-Spiegel und einem niedrigen TSH-Wert.

Vitamin D (Cholecalciferol) kann der menschliche Körper mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B-Strahlung) in der Haut selbst bilden. Es ist eigentlich kein Vitamin, sondern es hat die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt. Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Blut-Calcium-Spiegels und beim Knochenaufbau. Ausserdem wird diskutiert, dass ein Vitamin-D-Mangel auch das Risiko und die Ausprägung zahlreicher chronischer Krankheiten (Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten, kardiovaskulärer Krankheiten) erhöhen kann. Nährstofftherapie: Vitamin D weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. glutenfreie Ernährung

… Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmunerkrankung, Gluten, Gliadin, Zöliakie, Glutensensitivität, Weizenallergie, „durchlässiger Darm“, Leaky-Gut-Syndrom, Zonulin …

Ist Gluten eine mögliche Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis?

Seit einigen Jahren wird über den möglichen Zusammenhang von Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. Gluten-Unverträglichkeit unter Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen in Deutschland teilweise heftig gestritten.

Der Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzungen sind die Veröffentlichungen von zwei amerikanischen Autoren.

  • Chris Kresser veröffentlichte 2010 den Artikel „The Gluten-Thyroid Connection“ in seinem Webblog.
  • Datis Kharrazian publizierte 2014 das Buch „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln: Wenn Sie sich trotz normaler Blutwerte schlecht fühlen. Die 22 Muster der Schilddrüsenunterfunktion“.

Kresser und Kharrazian sehen Gluten, genauer gesagt Gliadin (Gluten besteht aus Glutenin und Gliadin) als eine der wesentlichen Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis und empfehlen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen entsprechend eine glutenfreie Ernährung.

Eine skandinavische Untersuchung ergab diesbezüglich, dass eine glutenfreie Ernährung keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Autoimmunthyreoiditis hat (Quelle: Metso, Hyytiä-Ilmonen, Kaukinen u.a. „Gluten-free diet and autoimmune thyroiditis in patients with celiac disease. A prospective controlled study.“ Scand J Gastroenterol. 2012 Jan;47(1):43-8.)

In Deutschland wurde diese Theorie bislang weder aufgegriffen noch bestätigt oder widerlegt. Es gibt deshalb auch keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für einen eventuellen Zusammenhang zwischen Gluten bzw. Gluten-Unverträglichkeit und Hashimoto-Thyreoiditis.

Beispielsweise Mathias Beyer (Forum Schilddrüse e.V.) meint: „Keine glutenarme oder glutenfreie Ernährung bei Hashimoto notwendig. Es wurde diskutiert, ob man eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, wie Hashimoto-Thyreoiditis, eventuell durch das Reduzieren glutenhaltiger Speisen behandeln könnte. Entsprechende Studien verliefen allerdings diesbezüglich nicht ermutigend. Es ergibt sich bisher kein Grund, Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis generell glutenarm oder sogar glutenfrei zu ernähren. Einzelverläufe, nach denen sich Hashimoto-Patient(inn)en mit Beschwerden trotz ausgeglichener Unterfunktion der Schilddrüse durch Ernährungsumstellung subjektiv besser fühlen, sind unserer Erfahrung nach jedoch oft leider nur von kurzer Dauer. Diese Beobachtungen sollten auf keinen Fall zu einer dauerhaften, massiven Einschränkung der Ernährung der Betroffenen führen.“ Quelle: forum-schilddruese.de

Hierzulande geht man deswegen unverändert davon aus, dass eine genetische Veranlagung, chronische Infektionen, langandauernde, stressige Lebensphasen, Veränderungen der Sexualhormone (Schwangerschaft, Wechseljahre) sowie eine übermäßige Jod-Aufnahme die entscheidenden Faktoren im Hinblick auf die Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis sind. Spezielle Ernährungsempfehlungen für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen gibt es demzufolge nicht. Hashimoto-Thyreoiditis und Gluten bzw. glutenfreie Ernährung weiterlesen

Selen und Schilddrüse

Von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie wurde im Rahmen der Publikationsreihe Endokrinologische Informationen aktuell das kostenlose Sonderheft 2014 als PDF-Datei veröffentlicht.

Darin findet sich gleich zu Beginn der sehr lesenswerte Artikel „Selen und Schilddrüse“. Autor ist Dr. Joachim Feldkamp (Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie, Pneumologie und Infektiologie des Klinikums Bielefeld) der auch für die Bielefelder Selen-Studie verantwortlich war.

Feldkamp beschäftigt sich in seinem Text ausführlich mit der Studienlage zu Selen im Hinblick auf die unterschiedlichen Krankheiten der Schilddrüse. Interessant ist diesbezüglich insbesondere seine Einschätzung dazu inwieweit bei der Hashimoto-Thyreoiditis, dem Morbus Basedow und der Struma die Selen-Therapie sinnvoll ist.

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