Kategorie-Archiv: Hashimoto-Thyreoiditis

Starker Zusammenhang von Depressionen und Angsterkrankungen mit chronischer Erkrankung der Schilddrüse

Ich möchte an dieser Stelle kurz auf eine interessante Veröffentlichung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 03. Mai 2018 hinweisen. Titel: Neue Hoffnung für Patienten mit Depressionen und Angst. Starker Zusammenhang von Depressionen und Angsterkrankungen mit chronischer Erkrankung der Schilddrüse.  Die dortigen Forscher konnten nachweisen, dass es eine deutliche Verknüpfung von depressiven Erkrankungen und Angststörungen mit einer Autoimmunthyreoiditis (autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse, Hashimoto-Thyreoiditis) gibt.

Ankündigung E-Book-Neuerscheinung: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert

Titel: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert. Wegweiser zu neuen Behandlungsansätzen

Autorin: Nicole Wobker

Beschreibung: Etliche Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte sind trotz Schilddrüsenhormontherapie nicht beschwerdefrei und auch die momentan verfügbaren unterstützenden Behandlungskonzepte bewirken im Hinblick auf die anhaltenden Einschränkungen der Lebensqualität oft keine wesentlichen Veränderungen. Ankündigung E-Book-Neuerscheinung: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert weiterlesen

Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte klagen im Unterschied zu den Betroffenen anderer Schilddrüsenerkrankungen vergleichsweise häufig über anhaltende Gliederschmerzen. Treten die Schmerzen zeitlich begrenzt in Schüben auf und wechseln sich mit längeren beschwerdefreien Phasen ab kann dies bereits ein Hinweis darauf sein, dass der der Hashimoto-Thyreoiditis zugrundeliegende Autoimmunprozeß die Ursache dafür ist.

Bestehen die Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen dauerhaft könnte dies im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenfehlfunktion stehen. Sowohl eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose = Überschuss an Schilddrüsenhormonen) als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose = Mangel an Schilddrüsenhormonen) kann derartige Krankheitssymptome verursachen. Manchmal ist die Einleitung einer Schilddrüsenhormontherapie noch nicht erfolgt – oft sind die PatientInnen aber auch vermeintlich gut mit einem Schilddrüsenhormonpräparat eingestellt und trotzdem nicht beschwerdefrei. Dann muss man sehen ob es hier noch weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt. Das ledigliche Erreichen des vom jeweiligen Labor ermittelten Referenzbereichs ist oft nicht genug, d.h. weitere Verbesserungen sind oft schon aufgrund geringer Dosisänderungen möglich. Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Psychiatrische Fehldiagnose bei Hashimoto-Enzephalopathie

Die Hashimoto-Enzephalopathie ist eine ausgesprochen seltene und ÄrztInnen entsprechend wenig bekannte Erkrankung. Bei unklarer psychiatrischer Symptomatik in Verbindung mit hohen Schilddrüsenautoantikörperspiegeln sollte diese Differentialdiagnose jedoch in Erwägung gezogen werden. Einen englischsprachigen Fallbericht dazu haben Murugan Selvaraj Karthik, Kulothungan Nandhini, Viswanath Subashini, Ramasamy Balakrishnan (Hashimoto’s Encephalopathy Presenting with Unusual Behavioural Disturbances in an Adolescent Girl, National Institutes of Health (Gesundheitsministerium d. USA)) veröffentlicht.  Unter dem Titel “Der Schlangentanz” wurde der Fall auch von einer DocCheck-Bloggerin in deutscher Sprache noch einmal ausführlich dargestellt.

Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis

… kenne ich leider nicht. Und angesichts der Vielfalt der derzeit diskutierten – möglicherweise in Frage kommenden – Auslöser für die → Hashimoto-Thyreoiditis sowie der im Hinblick darauf unzureichenden Studienlage empfinde ich es als unseriös wenn jemand etwas anderes behauptet.

Zur Verdeutlichung habe ich in der nebenstehenden Grafik die möglichen Ursachen für die Hashimoto-Thyreoiditis kurz zusammengefasst.  Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten

Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Frauen beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoiditis zehnmal häufiger erkranken als Männer. Und genau diese Tatsache ist mitverantwortlich dafür, dass Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen sehr häufig medizinisch ausgesprochen schlecht betreut werden.

Auch heutzutage werden Frauen immer noch sehr viel eher als Männer für psychisch labil, wenig belastbar, schmerzempfindlich und wehleidig gehalten. In Kombination mit den oft unklaren und nicht immer eindeutigen Beschwerden einer Schilddrüsenfehlfunktion liegt die vorschnelle Vorverurteilung durch Ärztinnen auf der Hand “Von der Erkrankung der Schilddrüse kommen Ihre Beschwerden nicht und … im Zweifelsfall müssen wir auch mal an psychosomatische Ursachen denken.” Häufig ein Irrtum, der dazu führt, dass die notwendige Behandlung unterbleibt und Leidenswege von SchilddrüsenpatientInnen unnötig verlängert werden. Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten weiterlesen

Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig!

Im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis kann es bei einigen Betroffenen zu ernstzunehmenden Begleiterkrankungen kommen die sich in mehr oder weniger ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Dazu zählen beispielsweise Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa sowie eine Lactose- oder Fructose-Intoleranz. Diese Krankheiten erfordern neben einer ärztlichen Betreuung häufig auch die Berücksichtigung von Ernährungsempfehlungen.

Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen bei denen keine weiteren Erkrankungen diagnostiziert wurden sollten genauso wie Schilddrüsengesunde zunächst einmal eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost anstreben. Dies gilt insbesondere, wenn Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, ungewollte Gewichtsabnahme oder deutliches Übergewicht fehlen. Eine grundsätzliche Ernährungsumstellung ist dann nicht erforderlich! Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig! weiterlesen

Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden

 

Quelle: pixabay.com / User: sasint / Titel: back-1822702_960_720 /  Lizenz: CCO

Wer an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet ist oft ängstlich und unruhig. Er schläft abends nicht mehr gut ein und nachts nicht mehr durch. Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübsinnige Gedanken beeinträchtigen die Alltagsbewältigung.

Wenn sich SchilddrüsenpatientInnen an mich wenden, weil sie erst vor kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten haben fallen mir vor allem Zurückhaltung und Verunsicherung auf. Meist dauert es eine ganze Zeit bis wir miteinander offen ins Gespräch kommen und mein Gegenüber darüber reden kann, was ihm wirklich wichtig ist.

Und das ist in den meisten Fällen der Schatten der sich durch eine bis dato unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion auf die Seele legt. In dieser Phase weiß am Anfang eigentlich niemand so richtig was mit ihm los ist. Das schürt Selbstzweifel und macht Angst. Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden weiterlesen

Aktueller Artikel zur Bedeutung von Jod, Selen, Vitamin D und Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis

Lesenswerter, englischsprachiger Fachtext zum potentiell negativen Einfluß von Jod auf den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis, den positiven Effekten von Selen und Vitamin D sowie der derzeit weiterhin ungeklärten Rolle von Gluten. Also allesamt Themen, die derzeit von etlichen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen diskutiert werden.

Michael I. Liontiris, Elias E. Mazokopakis “A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation”, veröffentlicht  am 20. April 2017 auf www.nuclemed.gr. Fulltext free (PDF-Version)