Kategorie-Archiv: Hashimoto-Thyreoiditis

Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden

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Wer an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet ist oft ängstlich und unruhig. Er schläft abends nicht mehr gut ein und nachts nicht mehr durch. Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübsinnige Gedanken beeinträchtigen die Alltagsbewältigung.

Wenn sich SchilddrüsenpatientInnen an mich wenden, weil sie erst vor kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten haben fallen mir vor allem Zurückhaltung und Verunsicherung auf. Meist dauert es eine ganze Zeit bis wir miteinander offen ins Gespräch kommen und mein Gegenüber darüber reden kann, was ihm wirklich wichtig ist.

Und das ist in den meisten Fällen der Schatten der sich durch eine bis dato unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion auf die Seele legt. In dieser Phase weiß am Anfang eigentlich niemand so richtig was mit ihm los ist. Das schürt Selbstzweifel und macht Angst. Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden weiterlesen

Aktueller Artikel zur Bedeutung von Jod, Selen, Vitamin D und Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis

Lesenswerter, englischsprachiger Fachtext zum potentiell negativen Einfluß von Jod auf den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis, den positiven Effekten von Selen und Vitamin D sowie der derzeit weiterhin ungeklärten Rolle von Gluten. Also allesamt Themen, die derzeit von etlichen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen diskutiert werden.

Michael I. Liontiris, Elias E. Mazokopakis “A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation”, veröffentlicht  am 20. April 2017 auf www.nuclemed.gr. Fulltext free (PDF-Version)

Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung die nach gegenwärtigem medizinischem Wissensstand nicht heilbar ist. Dass es mit einer Ernährungsumstellung möglich ist den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv zu beeinflussen wird zwar seit einigen Jahren hier und da behauptet – seriöse medizinische Studien die diesen Zusammenhang zweifelsfrei beweisen würden fehlen allerdings bisher.

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Von daher sind entsprechende Ernährungsempfehlungen durchaus kritisch zu betrachten. Dies gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, was für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen abhängig von den jeweiligen AutorInnen der diversen Fachartikel, Webseiten und Patientenratgeber alles an Nahrungsmitteln verboten wird. Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen weiterlesen

Interview mit PD Dr. Feldkamp

Auf der Homepage der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (pharmazeutisches Unternehmen welches u.a. Schilddrüsenmedikamente herstellt) wurde vor einigen Tagen eine Pressemitteilung unter der Überschrift “Alte Irrtümer, neue Erkenntnisse” veröffentlicht. Interviewpartner des Forum Schilddrüse e. V waren die Schilddrüsenexperten PD Dr. Joachim Feldkamp (Bielefeld), Prof. Frank Grünwald (Frankfurt) und Prof. Onno Janßen (Hamburg).

Da für den 15. Oktober 2017 (Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben.) ein neues Buch von PD Dr. Feldkamp zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt ist und seine persönliche Meinung daher von besonderem Interesse für die vielen hier mitlesenden Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten ist greifen wir seinen Interviewbeitrag nachfolgend exemplarisch heraus.

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm (Amazon-Partnerlink) Interview mit PD Dr. Feldkamp weiterlesen

Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis

Nachdem die Hashimoto-Thyreoiditis seit ihrer Entdeckung 1912 durch Dr. Hakaru Hashimoto rund einhundert Jahre lang ein Schattendasein fristete überschlagen sich die Verlage aktuell mit Veröffentlichungen zur Hashimoto-Thyreoiditis. So sind für die nächsten Monate erneut einige Neuerscheinungen, aber auch Neuauflagen bereits erschienener Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt.

Gertrud Teusen:
Kleine Schilddrüse – große Wirkung: Alles über Hashimoto, Über – und Unterfunktion * (11. September 2017)

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm * (15. Oktober 2017) Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben. Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?

In der letzten Zeit gab es,  insbesondere in Boulevardzeitungen, vermehrt Medienberichte über die Hashimoto-Thyreoiditis. Das hat dazu geführt, dass sich immer mehr Frauen fragen, ob die Ursache für störendes Übergewicht oder ungewollte Kinderlosigkeit bei ihnen vielleicht auch eine Hashimoto-Thyreoiditis sein könnte.

Erste Anzeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis äußert sich zunächst mit eher unspezifischen Beschwerden.  Man fühlt sich häufiger müde und leidet unter Antriebslosigkeit. Manchmal treten auch leichte Schwindelgefühle auf. Die Haut ist vielleicht etwas trockener als gewohnt, die Haare sehen irgendwie strohig aus und die Fingernägel brechen schneller als gewöhnlich ab. Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar? weiterlesen

Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung

Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Nach der längeren Einnahme eines hochdosierten Rosenwurz-Präparates berichten inzwischen etliche Hashimoto-PatientInnen von einer allgemein anregenden Wirkung dieser altbewährten Heilpflanze.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis wird Rosenwurz (Rhodiola rosea) insbesondere bei nachfolgenden Symptomen eingesetzt: Rosenwurz lindert Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung weiterlesen

Endokrines Psychosyndrom

– Leseprobe –

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung!
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine weit verbreitete Autoimmunkrankheit. Schätzungen zufolge sind jede zehnte Frau und jeder einhundertste Mann davon betroffen. Bei dieser autoimmun bedingten Erkrankung greift das gestörte Immunsystem irrtümlicherweise die eigene Schilddrüse an. Die unangenehme Folge dieser immunologischen Fehlsteuerung ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse bis hin zu einer vollständigen Zerstörung dieses lebenswichtigen Organs.

Die Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich schleichend, das heisst langsam und über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Was wiederrum bedeutet, erst bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es dazu, dass die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert. Die geschädigte Schilddrüse kann nur noch wenige oder sogar überhaupt keine Schilddrüsenhormone mehr produzieren. Diese Restmenge an körpereigenen Schilddrüsenhormonen reicht aber oft nicht mehr aus um den Körper ausreichend zu versorgen. Es kommt zu einem teilweise erheblichen Mangel an Schilddrüsenhormonen. Dieser Zustand wird auch als Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose (griech. hypo = unzureichend, lat. glandula thyreoidea = Schilddrüse) bezeichnet.

Damit einher gehen vielfältige und nicht selten auch sehr ausgeprägte Beschwerden. Neben körperlichen Symptomen wie Gewichtszunahme, Frieren, Verstopfung, Muskelschwäche und Gelenkschmerzen kann es auch zu psychischen Auffälligkeiten kommen. Endokrines Psychosyndrom weiterlesen

Studie zu Kiefergelenkschmerzen bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis

Die Kieferorthopädie (Direktorin: Prof. Dr. Ursula Hirschfelder) des Universitätsklinikums Erlangen führt aktuell eine Studie durch bei der der Zusammenhang zwischen einer Schilddrüsenunterfunktion und einer Kiefergelenkserkrankungen erforscht wird. Für die Teilnahme an dieser Studie werden Probandinnen zwischen 18 und 65 Jahren gesucht die an einer Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind.

Weitere Informationen unter kieferorthopaedie.uk-erlangen.de