Kategorie-Archiv: Hashimoto-Thyreoiditis

Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis

… kenne ich leider nicht. Und angesichts der Vielfalt der derzeit diskutierten – möglicherweise in Frage kommenden – Auslöser für die Hashimoto-Thyreoiditis sowie der im Hinblick darauf unzureichenden Studienlage empfinde ich es als unseriös wenn jemand etwas anderes behauptet.

Zur Verdeutlichung habe ich in der nebenstehenden Grafik die möglichen Ursachen für die Hashimoto-Thyreoiditis kurz zusammengefasst.  Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten

Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Frauen beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoiditis zehnmal häufiger erkranken als Männer. Und genau diese Tatsache ist mitverantwortlich dafür, dass Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen sehr häufig medizinisch ausgesprochen schlecht betreut werden.

Auch heutzutage werden Frauen immer noch sehr viel eher als Männer für psychisch labil, wenig belastbar, schmerzempfindlich und wehleidig gehalten. In Kombination mit den oft unklaren und nicht immer eindeutigen Beschwerden einer Schilddrüsenfehlfunktion liegt die vorschnelle Vorverurteilung durch Ärztinnen auf der Hand “Von der Erkrankung der Schilddrüse kommen Ihre Beschwerden nicht und … im Zweifelsfall müssen wir auch mal an psychosomatische Ursachen denken.” Häufig ein Irrtum, der dazu führt, dass die notwendige Behandlung unterbleibt und Leidenswege von SchilddrüsenpatientInnen unnötig verlängert werden. Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten weiterlesen

Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig!

Im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis kann es bei einigen Betroffenen zu ernstzunehmenden Begleiterkrankungen kommen die sich in mehr oder weniger ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Dazu zählen beispielsweise Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa sowie eine Lactose- oder Fructose-Intoleranz. Diese Krankheiten erfordern neben einer ärztlichen Betreuung häufig auch die Berücksichtigung von Ernährungsempfehlungen.

Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen bei denen keine weiteren Erkrankungen diagnostiziert wurden sollten genauso wie Schilddrüsengesunde zunächst einmal eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost anstreben. Dies gilt insbesondere, wenn Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, ungewollte Gewichtsabnahme oder deutliches Übergewicht fehlen. Eine grundsätzliche Ernährungsumstellung ist dann nicht erforderlich! Keine spezielle Diät bei Hashimoto-Thyreoiditis notwendig! weiterlesen

Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden

Quelle: pixabay.com / User: sasint / Titel: back-1822702_960_720 /  Lizenz: CCO

Wer an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet ist oft ängstlich und unruhig. Er schläft abends nicht mehr gut ein und nachts nicht mehr durch. Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübsinnige Gedanken beeinträchtigen die Alltagsbewältigung.

Wenn sich SchilddrüsenpatientInnen an mich wenden, weil sie erst vor kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten haben fallen mir vor allem Zurückhaltung und Verunsicherung auf. Meist dauert es eine ganze Zeit bis wir miteinander offen ins Gespräch kommen und mein Gegenüber darüber reden kann, was ihm wirklich wichtig ist.

Und das ist in den meisten Fällen der Schatten der sich durch eine bis dato unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion auf die Seele legt. In dieser Phase weiß am Anfang eigentlich niemand so richtig was mit ihm los ist. Das schürt Selbstzweifel und macht Angst. Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden weiterlesen

Aktueller Artikel zur Bedeutung von Jod, Selen, Vitamin D und Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis

Lesenswerter, englischsprachiger Fachtext zum potentiell negativen Einfluß von Jod auf den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis, den positiven Effekten von Selen und Vitamin D sowie der derzeit weiterhin ungeklärten Rolle von Gluten. Also allesamt Themen, die derzeit von etlichen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen diskutiert werden.

Michael I. Liontiris, Elias E. Mazokopakis “A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation”, veröffentlicht  am 20. April 2017 auf www.nuclemed.gr. Fulltext free (PDF-Version)

Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung die nach gegenwärtigem medizinischem Wissensstand nicht heilbar ist. Dass es mit einer Ernährungsumstellung möglich ist den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv zu beeinflussen wird zwar seit einigen Jahren hier und da behauptet – seriöse medizinische Studien die diesen Zusammenhang zweifelsfrei beweisen würden fehlen allerdings bisher.

Quelle: pixabay.com / User: congerdesign / Lizenz: CC0
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Von daher sind entsprechende Ernährungsempfehlungen durchaus kritisch zu betrachten. Dies gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, was für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen abhängig von den jeweiligen AutorInnen der diversen Fachartikel, Webseiten und Patientenratgeber alles an Nahrungsmitteln verboten wird. Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen weiterlesen

Interview mit PD Dr. Feldkamp

Auf der Homepage der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (pharmazeutisches Unternehmen welches u.a. Schilddrüsenmedikamente herstellt) wurde vor einigen Tagen eine Pressemitteilung unter der Überschrift “Alte Irrtümer, neue Erkenntnisse” veröffentlicht. Interviewpartner des Forum Schilddrüse e. V waren die Schilddrüsenexperten PD Dr. Joachim Feldkamp (Bielefeld), Prof. Frank Grünwald (Frankfurt) und Prof. Onno Janßen (Hamburg).

Da für den 15. Oktober 2017 (Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben.) ein neues Buch von PD Dr. Feldkamp zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt ist und seine persönliche Meinung daher von besonderem Interesse für die vielen hier mitlesenden Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten ist greifen wir seinen Interviewbeitrag nachfolgend exemplarisch heraus.

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm (Amazon-Partnerlink) Interview mit PD Dr. Feldkamp weiterlesen

Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis

Nachdem die Hashimoto-Thyreoiditis seit ihrer Entdeckung 1912 durch Dr. Hakaru Hashimoto rund einhundert Jahre lang ein Schattendasein fristete überschlagen sich die Verlage aktuell mit Veröffentlichungen zur Hashimoto-Thyreoiditis. So sind für die nächsten Monate erneut einige Neuerscheinungen, aber auch Neuauflagen bereits erschienener Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt.

Gertrud Teusen:
Kleine Schilddrüse – große Wirkung: Alles über Hashimoto, Über – und Unterfunktion * (11. September 2017)

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm * (15. Oktober 2017) Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben. Für das zweite Halbjahr 2017 angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?

In der letzten Zeit gab es,  insbesondere in Boulevardzeitungen, vermehrt Medienberichte über die Hashimoto-Thyreoiditis. Das hat dazu geführt, dass sich immer mehr Frauen fragen, ob die Ursache für störendes Übergewicht oder ungewollte Kinderlosigkeit bei ihnen vielleicht auch eine Hashimoto-Thyreoiditis sein könnte.

Erste Anzeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis äußert sich zunächst mit eher unspezifischen Beschwerden.  Man fühlt sich häufiger müde und leidet unter Antriebslosigkeit. Manchmal treten auch leichte Schwindelgefühle auf. Die Haut ist vielleicht etwas trockener als gewohnt, die Haare sehen irgendwie strohig aus und die Fingernägel brechen schneller als gewöhnlich ab. Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar? weiterlesen