B wie Basedow

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basal: Grundlegend, die Basis (Ausgangslage) bildend.

Basedow: Korrekte Bezeichnung „Morbus Basedow“. Autoimmune Schilddrüsenentzündung die mit einer Überfunktion der Schilddrüse einhergeht.  Mehr

Basedow, Carl Adolph von: Ein deutscher Arzt, der 1858 im deutschsprachigen Raum die später nach ihm benannte Erkrankung Morbus Basedow beschreibt. Bis dahin hatte man die Erkrankten wegen der hervorstehenden Augen zu den “Irren” gezählt. Auch jetzt war die wissenschaftliche Resonanz auf seinen Artikel “Exophtalmos durch Hypertrophie des Zellgewebes in der Augenhöhle” noch gering. Mehr

Baunscheidttherapie: Die Baunscheidt-Therapie ist ein alternativmedizinisches Behandlungsverfahren, welches um 1840 von Carl Baunscheidt (1809-1873) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein über die Haut ausleitendes Verfahren. Mehr

Behandlungsmöglichkeiten: Abhängig von der Grunderkrankung und dem individuellen Krankheitsverlauf gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten (medikamentöse Therapie, Radioiodtherapie, Schilddrüsenoperation).

Benigne Thyreopathie: gutartige Schilddrüsenerkrankung

Bestrahlung: Auch: perkutane oder palliative Bestrahlung. Behandlung mit Gamma- oder Röntgenstrahlung bei Schilddrüsenkrebs

Betablocker: Medikamente, welche die β-Adrenozeptoren blockieren und so die Wirkung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin hemmen. Sie werden häufig bei Schilddrüsenüberfunktionen zur Blutdrucksenkung verordnet.

Betaisodona®: Jodhaltiges Medikament, welches oft als Desinfektionsmittel oder zur Wunddesinfektion eingesetzt wird.

BID: lat. bis in die = zwei Mal pro Tag.

Bindungseiweiß: Der größte Teil der Schilddrüsenhormone ist an Bindungseiweiße wie das Thyreoglobulin, Transthyretin (Präalbumin) und Albumin gebunden. Nur ein sehr geringer Teil der Schilddrüsenhormone liegt ungebunden vor.

Biopsie: Gewebeentnahme

Bioverfügbarkeit: Gibt an in welcher Zeit und in welchem Umfang ein Wirkstoff aufgenommen wird.

Bisphosphonate: Medikamente, die bei Schilddrüsenkrebs mit Knochenmetastasen eingesetzt werden.

Blande Struma: Schilddrüsenvergrößerung mit normaler Schilddrüsenfunktion

Blasentang (Fucus vesiculosus): Eine jodhaltige Alge die von Heilpraktikern bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt wird.

Blutdruck: Der Blutdruck eines gesunden Menschen beträgt optimalerweise 120 : 80. Der erste (systolische) Wert misst das Zusammenziehen der Herzkammern, wodurch das Blut in den Kreislauf gepumpt wird. Der zweite (diastolische) Wert misst die Ruhephase des Herzens, in der sich die Herzkammern mit Blut füllen. Von einem Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man bei Werten, die dauerhaft über 140 : 90 liegen. Der niedrige Blutdruck (Hypotonie) ist durch ständig unter 85 : 65 erniedrigte Werte gekennzeichnet.

Blutsenkungsreaktion: auch: Blutsenkung, Blutsenkungsgeschwindigkeit. Laborwert, der bei entzündlichen Erkrankungen verändert ist.

Blutspende: Personen mit Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow oder Schilddrüsenkrebs sind von der Blutspende ausgeschlossen. Mehr

Blutwerte: Bei Krankheiten der Schilddrüse spielen die Blutwerte eine entscheidende Rolle. Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktionslage sind die Hormonuntersuchungen (TSH, fT3, fT4) wichtig, während die Diagnose der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) u. a. anhand der Antikörper (TPO-AK, Tg-AK, TRAK) gestellt wird. Mehr

Bone Mineral Density: Knochendichte

Bradykardie: Der normale Puls liegt bei etwa 80 Schlägen pro Minute. Ein ständig sehr langsamer Puls mit unter 60 Schlägen pro Minute wird als Bradykardie (häufig bei Schilddrüsenunterfunktion) bezeichnet,

BRAF-Protein / BRAF-Protein-Mutation: Das BRAF-Protein ist von Bedeutung für das normale Wachstum von Zellen. Eine Mutation des BRAF-Proteins kann zu unkontrolliertem Zellwachstum und Krebs führen. Zur Behandlung von BRAF-Protein-Mutationen wurden sogenannte BRAF-Inhibitoren wie z.B. von Vandetanib beim medullären Schilddrüsenkrebs entwickelt. Mehr

Brokken-Wiersinga-Prummel-Regelkreis: Auch: thyreotroper Regelkreis, Hypophysen-Schilddrüsen-Achse. Die Schilddrüsenhormone werden zwar in der Schilddrüse hergestellt, aber ihre Produktion unterliegt einem komplexen Regelmechanismus und wird durch bestimmte Bereiche des Gehirns gesteuert. Wenn im Hypothalamus (Zwischenhirn) ein Mangel an Schilddrüsenhormonen im Blut registriert wird, wird dort das Hormon TRH gebildet und zur Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) geschickt. An der Hypophyse angekommen regt das TRH die Bildung des Hormons TSH an. Das freigesetzte TSH gelangt von da zur Schilddrüse, wo es seinerseits die Bildung der Schilddrüsenhormone T4 und T3 stimuliert. Die Schilddrüse bildet daraufhin unter anderem aus der Aminosäure Tyrosin und dem Spurenelement Jod die Schilddrüsenhormone T4 und T3. Wenn ausreichend Schilddrüsenhormone hergestellt und in den Blutkreislauf abgegeben wurden, wird das sofort von der “Mess-Station” im Hypothalamus registriert. Daraufhin wird die dortige Produktion von TRH eingestellt.

Bromelain: Als Bromelain bezeichnet man ein Enzym, welches vorwiegend aus den unreifen Früchten und den Stämmen der Ananas (botanischer Name: ananas comosus) gewonnen wird. Bromelain hat ein ausgesprochen breites Wirkungsspektrum und beeinflusst Entzündungen auf sehr vielfältige Art und Weise. Mehr

Buch: Gerade in den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Buch-Neuerscheinungen zu den Themen Schilddrüse und Schilddrüsenerkrankungen. Mehr

B-Vitamine: Die B-Vitamine gehören zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine und sind wichtige Co-Enzyme in Stoffwechselprozessen. Sie sind an der Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in körpereigene Energie beteiligt. B-Vitamine haben aber auch wichtige Aufgaben innerhalb des Nervensystems. Schilddrüsenpatienten leiden oft unter einem Mangel an B-Vitaminen. Mehr