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Schilddrüsenextrakt vom Schwein

Neben den chemisch-synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonpräparaten gibt es noch sogenannte natürliche Schilddrüsenhormonpräparate, die aus getrockneten Schweineschilddrüsen hergestellt werden.
Schweinethyroxinpräparate haben in Deutschland keine Zulassung

Diese Schilddrüsenhormonpräparate wurden ungefähr zwischen 1880 und 1970 auch in Deutschland eingesetzt; sie sind quasi der Vorläufer der heutigen künstlich hergestellten Medikamente.

Inzwischen sind diese Medikamente in Deutschland nicht mehr zugelassen, können aber nach Verordnung durch einen in Deutschland niedergelassenen Arzt auf Privatrezept über internationale Apotheken, z. B. aus den USA, besorgt werden.

Es gibt verschiedene Präparate wie den amerikanischen Marktführer Armour Thyroid (Hersteller: Forest Pharmaceuticals), aber auch Westthyroid und Nature Thyroid (Hersteller: Western Research Labs) sowie Generika verschiedener Hersteller (Vintage, Huntsville), die sich im Preis je nach Importeur deutlich voneinander unterscheiden können. Schilddrüsenextrakt vom Schwein weiterlesen

Naturheilkunde & Alternativmedizin: Alphabetisches Stichwortverzeichnis

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.11.18 aktualisiert!

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Die schulmedizinische Behandlung führt bei SchilddrüsenpatientInnen leider längst nicht immer zur Beschwerdefreiheit. Deshalb suchen etliche Betroffene nach naturheilkundlichen Ergänzungen oder alternativen Wegen um ihre verbliebenen Krankheitssymptome wirksam zu lindern.

Nachfolgend eine Übersicht:

Algenextrakte

Pflanzenartige Lebewesen die sehr viele Spurenelemente, insbesondere Jod, enthalten. Sie haben eine anregende Wirkung auf die Schilddrüsenfunktion und werden bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt.

Alfalfa (Medicago sativa)

Eine Luzernenart, die sehr viel Tyrosin enthält. Die Aminosäure Tyrosin ist ein wesentlicher Baustein der Schilddrüsenhormone. Der gleichzeitige Verzehr von Alfalfa-Sprossen mit jodhaltigen Lebensmitteln wie z.B. Seefischen soll einer leichteren Schilddrüsenunterfunktionen entgegenwirken.

Alkoholinjektionen

Anwendungsgebiet dieser Behandlungsmethode (Fachbegriff: → perkutane Ethanol-Injektion) ist die unifokale Autonomie, d. h. ein einzelner heißer Knoten. Bei dieser Therapie wird hochprozentiger Alkohol mehrfach direkt in den Schilddrüsenknoten gespritzt, wodurch dieser langsam über einen Zeitraum von mehreren Wochen zerstört wird.

Amalgamsanierung

In der Ganzheitsmedizin geht man davon aus, dass enge Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen bestehen. Diese Ansicht beruht auf der Akupunktur-Meridian-Lehre der altchinesischen Medizin nach der die Energie über bestimmte Energiebahnen (Meridiane) durch den Körper fließt. Blockaden dieses Energieflusses z. B. durch Störfelder im Zahn-Kiefer-Bereich haben Krankheiten zur Folge. Eine Schwermetallbelastung durch Zahnfüllungen aus → Amalgam wird als eine mögliche Ursache von Schilddrüsenerkrankungen wird seit Jahrzehnten diskutiert.

Aminosäuren

Anthroposophie

Die → anthroposophische Medizin unterscheidet vier Wesensglieder des Menschen: Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und das Ich (Persönlichkeit). Außerdem werden drei Systeme unterschieden: Nerven-Sinnessystem, Gliedmassen-Stoffwechselsystem und Herz-Kreislaufsystem (Atmung). Bei Gesundheit befinden sich diese 4 Wesensglieder und 3 Systeme in einer harmonischen, dynamischen Balance – kommt es dagegen zu Ungleichgewichten entsteht eine Krankheit. Entzündungen der Schilddrüse werden nach der anthroposophischen Lehre durch Störungen des Astralleibs ausgelöst.

Antioxidantien (Selen, Zink, Vitamine → A,→ C,→ E)

Verschiedene Erkrankungen wie beispielsweise die autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, aber auch Rheuma, Arteriosklerose, Krebs usw. werden nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen durch freie Radikale mitverursacht. So dass umgekehrt die gute Versorgung mit → Antioxidantien vor diesen Krankheiten einen gewissen Schutz bieten oder die Erkrankungen in ihrem Verlauf positiv beeinflussen kann.

Armour Thyroid®

Neben den chemisch-synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonpräparaten gibt es noch sogenannte natürliche Schilddrüsenhormonpräparate, die aus getrockneten Schweineschilddrüsen (→ Schweineschilddrüsenextrakt) hergestellt werden. Es gibt verschiedene Präparate wie den amerikanischen Marktführer Armour Thyroid® (Hersteller: Forest Pharmaceuticals), aber auch Westthyroid® und Nature Thyroid® (Hersteller: Western Research Labs) sowie Generika verschiedener Hersteller (Vintage, Huntsville), die sich im Preis je nach Importeur deutlich voneinander unterscheiden können.

Astragalus

Der aus der Tragant-Wurzel gewonnene Pflanzenextrakt soll das Immunsystem stärken, die Blutbildung fördern und die Nebennierenfunktion unterstützen. Astragalus wird bevorzugt bei Schilddrüsenunterfunktion angewendet.

Augentrost (Euphrasia rostkoviana)

In einer Teezubereitung aus Augentrostblättern getränkte Auflagen können die Symptome bei der Endokrinen Orbitopathie lindern.

Baunscheidttherapie

Die → Baunscheidt-Therapie ist ein alternativmedizinisches Behandlungsverfahren, welches um 1840 von Carl Baunscheidt (1809-1873) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein über die Haut ausleitendes Verfahren.

Blasentang (Fucus vesiculosus)

Eine jodhaltige Alge die von Heilpraktikern bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt wird.

Bromelain

Als → Bromelain bezeichnet man ein Enzym, welches vorwiegend aus den unreifen Früchten und den Stämmen der Ananas (botanischer Name: ananas comosus) gewonnen wird. Bromelain hat ein ausgesprochen breites Wirkungsspektrum und beeinflusst Entzündungen auf sehr vielfältige Art und Weise.

B-Vitamine

Die→  B-Vitamine gehören zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine und sind wichtige Co-Enzyme in Stoffwechselprozessen. Sie sind an der Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in körpereigene Energie beteiligt. B-Vitamine haben aber auch wichtige Aufgaben innerhalb des Nervensystems. Schilddrüsenpatienten leiden oft unter einem Mangel an B-Vitaminen.

Coenzym Q10

Es handelt sich dabei um eine körpereigene, vitaminähnliche Substanz, die in Verbindung mit Eiweißmolekülen eine enzymähnliche Wirkung hat. In neueren wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurden die positiven Eigenschaften von → Coenzym Q 10 in Bezug auf das Immunsystem. Die Einnahme von Coenzym Q 10 stärkt das Immunsystem, indem es als Antioxidans wirkt. Aufgrund dieser antioxidativen Wirkung macht sein Einsatz auch bei der Hashimoto-Thyreoiditis Sinn, die, wie bereits beschrieben, durch freie Radikale getriggert wird.

→ Cordyceps sinensis

Diosgenin-Öl

Diosgenin ist eine progesteronähnliche Substanz die aus der Yamswurzel gewonnen wird. Da Progesteron die Verwertung der Schilddrüsenhormone fördern soll wird Diosgenin-Öl vorwiegend bei Schilddrüsenunterfunktion angewandt.

Ernährung

Eisen

Bei Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere bei Unterfunktionen der Schilddrüse, kommt es häufig zusätzlich zu einer → Eisenmangelanämie.

Entspannungstechniken

Enzymgetränke (Brottrunk, Kombucha)

Der regelmäßige Genuss von→  Brottrunk wirkt Erschöpfungszuständen entgegen, fördert das allgemeine Wohlbefinden und steigert die Leistungsfähigkeit. Brottrunk stärkt und reguliert außerdem das Immunsystem, weswegen er z. B. bei Infektanfälligkeit oder Erkältungskrankheiten eine sinnvolle Unterstützung bietet. Empfehlenswert ist auch → Kombucha.

Esoterische Theorien

Euspongia officinalis (Spongia marina tosta)

Ein homöopathisches Mittel aus dem Badeschwamm (ein in Meeresgewässern vorkommenden Tierstamm) welches gegen Schilddrüsenunterfunktionsbeschwerden helfen soll.

Fo Ti Teng (Fallopia multiflora)

Der vielblütige Knöterich ist eine vorwiegend in China beheimatete Pflanze deren Wurzel dort als Schilddrüsentonikum genutzt wird.

Germanische Neue Medizin

Nach der Theorie von Ryke Geerd Hamer, dem Begründer der → Germanischen Neuen Medizin, liegt allen Krebskrankheiten ein Stress-/Schockerlebnis zugrunde. Auch bei Schilddrüsenkrebserkrankungen handelt es sich Hamer zufolge um durch langanhaltenden Stress verursachte oder einen dramatischen Schock ausgelöste “biologische Sonderprogramme” welche durch “Conflictolyse” geheilt werden können.

Glykämischer Index

Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob der Kohlenhydratstoffwechsel bei Hashimoto-Betroffenen beeinträchtigt und Ursache für hartnäckiges Übergewicht ist. Der Glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Eine niedrig glykämische Ernährung soll übergewichtigen Hashimoto-Patienten bei der Gewichtsabnahme helfen können.

Glutenfreie Ernährung

Guggul

Ayurvedisches Heilmittel zur Stoffwechselanregung.

Haferstroh (Avena sativa)

Haferstroh-Tee soll über 2 – 4 Wochen kurmäßig bei Schilddrüsenüberfunktion angewendet gegen Nervosität, Reizbarkeit und Schlafstörungen helfen.

Herzgespann (Leonurus cardiaca)

Die enthaltenden Flavonoide blockieren die Umwandlung von fT4 in fT3 weswegen entsprechende Präparate manchmal unterstützend bei Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt werden.

Homöopathie

Die → Homöopathie wurde um 1790 von dem deutschen Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843) als Heilmethode entwickelt. Auch in der homöopathischen Arzneimittellehre (Materia Medica) entdeckt man zahlreiche Arzneimittelbilder mit eindeutigem Bezug zu Schilddrüsenerkrankungen.

Ingwer (Zingiber officinale)

Antioxidantienreiche, den Körper von innen wärmende Wurzel die als Tee aufbereitet bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis Anwendung findet.

Jodum

Homöopathisches Arzneimittel welches traditionell bei Schilddrüsenüberfunktionen angewendet wird. Betroffene berichten von positiven Erfahrungen z.B. bei einem Urlaub an der Nordsee wenn eine starke Jodbelastung zu Beschwerden geführt hat.

Kalium jodatum D6

Ein Schüssler Salz welches bei einer vergrößerten Schilddrüse eingesetzt wird. Hintergrund ist die Meinung von Schilddrüsenexperten, die die Ursache einer Jodmangelstruma weniger in einem tatsächlichen Mangel an dem Spurenelement Jod, sondern eher in einer Jodverwertungsstörung sehen.

Kneipp’scher Halswickel

Lasertherapie

Ein noch nicht flächendeckend eingesetztes Therapieverfahren zur Behandlung von Schilddrüsenknoten.

L-Carnitin

Die Aminosäure → L-Carnitin hemmt die Schilddrüsenhormonwirkung an verschiedenen Organen und wird versuchsweise bei Hyperthyreose eingesetzt.

Lehmwickel

Bei Entzündungen und auch bei Überfunktionen wirken →  Lehmwickel beruhigend auf die Schilddrüse.

Macula HF®

Ein Nahrungsergänzungspräparat, welches zur unterstützenden Behandlung bei Schilddrüsenerkrankungen entwickelt wurde.

Magnesium

Bei einer länger bestehenden Schilddrüsenunterfunktion wird aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels nicht ausreichend → Magnesium aus der Nahrung aufgenommen. Selbst bei erhöhter Zufuhr kann ein bestehender Mangel dann nur sehr schlecht ausgeglichen werden.

Magnetfeldtherapie

Markert-Diät

Die → Markert-Diät ist eine von dem Arzt und Ernährungsspezialisten Dieter Markert entwickelte Methode zur Gewichtsreduktion, die besondere Erfolge bei Schilddrüsenerkrankungen verspricht.

Nachtkerzenöl

Das aus den Samen der Nachtkerze gewonnene Öl ist reich an ungesättigten Fettsäuren wodurch die Entzündungsvorgänge beim Morbus Basedow und bei der Hashimoto-Thyreoiditis günstig beeinflusst werden.

Neuraltherapie

Bei der → Neuraltherapie werden Schmerzmittel (Procain, Lidocain, Xylocain) direkt in die Schilddrüse gespritzt. Es erfolgt je eine Injektion in den rechten und linken Schilddrüsenlappen. Dadurch soll die Funktion der Schilddrüse bei Über- und Unterfunktionen reguliert werden.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren haben ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften, welche inzwischen auch durch einige wissenschaftliche Studien belegt wurden. Außerdem können sie bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern.

Pflanzenheilkunde

In etlichen Pflanzenheilkunde-Fachbüchern findet man Hinweise auf Heilpflanzen, denen eine Wirkung auf die Schilddrüse zugeschrieben wird. Es wird teilweise behauptet, dass es es mit einer derartigen Pflanzentherapie möglich sei, die Schilddrüsenfehlfunktion so zu korrigieren, dass die Einnahme künstlicher Schilddrüsenhormone oder schilddrüsenhemmender Medikamente wieder ausgeschlichen werden kann. Dem ist allerdings kritisch zu begegnen.

Psychotherapie

Rosenwurz

Rotklee (Trifolium pratense)

Über die Hemmung der Thyroidea-Peroxidase sollen die enthaltenen Flavonoide die Symptomatik bei Schilddrüsenüberfunktion lindern können.

Schüssler Salze

Der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler (1821 – 1889) ist der Begründer der → Biochemie nach Schüssler. Nach seiner Überzeugung entstehen Krankheiten durch einen gestörten Mineralstoffhaushalt. Der Mangel eines Minerals wirkt sich dabei negativ auf den gesamten Organismus aus. Um derartige Ungleichgewichte zu beheben, entwickelte er die 12 biochemischen Salze (Schüssler-Salze). Bei Erkrankungen der Schilddrüse werden oft die Salze Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) und Nr. 14 (Kalium bromatum) im Wechsel gegeben. Diese beiden Salze wirken z. B. bei unter- oder überfunktionsbedingten Beschwerden ausgleichend auf das Muskel- und Nervensystem.

Selen

Das selenabhängige Enzym Jodthyronin-5-Dejodase ist für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons fT4 in die stoffwechselaktive Form fT3 zuständig. Außerdem kann das → Spurenelement Selen die Hashimoto-Thyreoiditis-spezifischen Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken.

Serenoa serratula

Die Früchte der vorwiegend im Süden der USA vorkommenden Sägepalme werden von einigen amerikanischen Heilpraktikern als eine Art Schilddrüsentonikum bei Hypothyreose eingesetzt.

Soja (Glycine max)

In Sojaprodukten sind größere Mengen an Flavonoiden und Thiocyanaten enthalten. Diese Inhaltsstoffe sollen dafür verantwortlich sein, daß die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockiert wird. Einsatzgebiet: Schilddrüsenüberfunktion, Jodüberempfindlichkeit

Spongia marina tosta (Euspongia officinalis)

Ein homöopathisches Mittel aus dem Badeschwamm (ein in Meeresgewässern vorkommenden Tierstamm) welches gegen Schilddrüsenunterfunktionsbeschwerden helfen soll.

Thiocyanit

Gemüse wie Blumenkohl, Weißkohl, Kohlrabi, Wirsing und Rosenkohl sind reich an → Thiocyanit, welches die Schilddrüsenhormonproduktion hemmt. Eine thiocyanitreiche Ernährung wird von einigen Heilpraktikern bei Schilddrüsenüberfunktion bzw. Jodüberempfindlichkeit empfohlen.

Thymian (Thymus vulgaris)

Das Gewürzkraut hat, vermutlich aufgrund des darin enthaltenen Jods, eine anregende Wirkung auf die Schilddrüsenfunktion.

Thyreogland®

Ein verschreibungspflichtiges Schilddrüsenhormonpräparat, welches ursprünglich aus getrockneten Rinderschilddrüsen hergestellt wurde. Inzwischen wird auch für Thyreogland getrocknete Schweineschilddrüse als Grundsubstanz verwendet. Anbieter: Klösterl-Apotheke, München

Thyreoidinum

Homoöpathisches Arzneimittel. Es enthält stark verdünnte (hoch potenzierte) Schilddrüsenextrakte und kommt bei den verschiedensten Schilddrüsenerkrankungen zum Einsatz.

Thyreoprotect®

Ein Nahrungsergänzungspräparat, welches zur unterstützenden Behandlung bei Schilddrüsenerkrankungen entwickelt wurde.

Triphala

Ayurvedisches Heilmittel zur Stoffwechselanregung.

Tyrosin

Das Schilddrüsenhormon T4 wird aus Jod und der Aminosäure Tyrosin gebildet. Ein Mangel an einem dieser Bausteine führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Urlaub

Vitamin D

Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus)

Präparate aus Wolfstrappkraut werden bei Schilddrüsenüberfunktion verordnet, weil sie die Umwandlung des Speicherhormons fT4 in das stoffwechselaktive Hormon fT3 blockieren. Dadurch werden leichtere Überfunktionssymptome gemildert.

Zink

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Verschiedene Naturheilkundler verweisen auf eine die Schilddrüsenfunktion hemmende Wirkung der Zitronenmelisse. Dafür verantwortlich sollen Auron-Flavonoide sein welche die Umwandlung von fT4 in fT3 behindern. Einsatzgebiet: Schilddrüsenüberfunktion.


Nicole Rolfsmeier:

Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis: Die 100 besten Tipps aus Naturheilkunde und Alternativmedizin (Amazon-Partnerlink)

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Nicht hinter jedem Kropf steckt ein Jodmangel !

Hannover, 24.04.2006. Bei einer vergrösserten Schilddrüse (Kropf) denken Ärzte vielfach zuerst an einen Jodmangel als Ursache und diagnostizieren einen Jodmangelkropf. Dieser ist mit Jodpräparaten oder einer Kombination aus Jod und dem Schilddrüsenhormon Thyroxin sehr gut behandelbar. Eine unzureichende Absicherung der Diagnose Jodmangelkropf kann indes fatale Folgen haben. Denn nicht nur ein Jodmangel, sondern auch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) können mit einer Vergrößerung der Schilddrüse einhergehen. Bei diesen autoimmunbedingten Schilddrüsenentzündungen gilt eine Jodtherapie als Kunstfehler, weil sie den Krankheitsverlauf dramatisch verschlechtern kann. Neben der Tastuntersuchung der Schilddrüse sollte deshalb immer auch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sowie eventuell eine Bestimmung der Schilddrüsenautoantikörper erfolgen. Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Nicht hinter jedem Kropf steckt ein Jodmangel ! weiterlesen

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 2: Schilddrüsenautoantikörper

2. Schilddrüsenautoantikörper

TPO-AK = Thyreo-Peroxidase-Antikörper

(veraltete Bezeichnung MAK = mikrosomale Antikörper) Die TPO-AK greifen die Schilddrüsenperoxidase an. Dieses Enzym ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt. TPO-AK werden bei dem Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis, bei einer echoarmen Sonografie, bei latenter oder manifester Hypothyreose und auch zur Abgrenzung einer immunoge nen von einer nicht-immunogenen Hypothyreose bestimmt. Normalbereich: kleiner 35 IU/ml. Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor. Die genaue Bedeutung der Antikörper im Krankheitsverlauf ist jedoch unklar – so scheint es keine Korrelation zwischen der Höhe der AK-Konzentrationen und der Krankheitsaktivität zu geben. Messbare Antikörper im Normalbereich: Umstritten ist, ob auch schilddrüsengesunde Personen gering erhöhte Antikörper haben können oder ob TPO-AK immer als Beweis für das Vorliegen einer Erkrankung zu werten sind. Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 2: Schilddrüsenautoantikörper weiterlesen

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 1: Schilddrüsenhormonwerte

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Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktionslage sind die Hormonuntersuchungen (TSH, fT3, fT4) wichtig, während die Diagnose der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) u. a. anhand der Antikörper (TPO-AK, Tg-AK, TRAK) gestellt wird. Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 1: Schilddrüsenhormonwerte weiterlesen

Allgemeines zur Nährstofftherapie

Quelle: pixabay.com / User: WerbeFabrik / Titel: medical-1572978_960_720 / Lizenz: CC0

Mit diesem Text soll der Erfahrung zahlreicher Schilddrüsenerkrankter Rechnung getragen werden, die unter schwerwiegenden, lang anhaltenden oder immer wiederkehrenden Nährstoffmängeln leiden. Auch wenn die Wirksamkeit einzelner Vitamine oder Mineralstoffe bisher nicht immer zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte: Aufgrund des geringen Nebenwirkungspotentials ist gegen eine kurmässige, zeitlich begrenzte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln als begleitende Therapie nichts einzuwenden. Von einer leichtfertigen Dauereinnahme dieser Vitamine und Mineralstoffe in höheren Dosierungen ist aber abzuraten, da es auch zu unerwünschten Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion kommen kann. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden, der in den meisten Fällen durch Blutuntersuchungen einen Mangel feststellen bzw. ausschließen und die Nährstofftherapie entsprechend überwachen kann. Leider müssen die Kosten dafür oftmals privat getragen werden. Allgemeines zur Nährstofftherapie weiterlesen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Bagatellerkrankung

Die → Hashimoto-Thyreoiditis gilt bei vielen Ärzten als harmlose Bagatellerkrankung oder Befindlichkeitsstörung, die keine oder kaum Beschwerden verursacht und die beobachtet, aber nicht unbedingt behandelt werden muss. Oft ist sie tatsächlich nur ein Zufallsbefund bei einer umfangreicheren Routineuntersuchung, manchmal wird die Hashimoto-Thyreoiditis aber auch erst nach einem jahrelangen Leidensweg mit unzähligen Fehldiagnosen entdeckt.

Im Hinblick darauf ist es ein Skandal, wie unzureichend die Kenntnisse von niedergelassenen Ärzten über diese recht häufig auftretende Erkrankung sind. Häufig bedeutet in diesem Fall, dass bis zu 13 % der Bevölkerung positive Schilddrüsenautoantikörper aufweisen. Positive Schilddrüsenautoantikörper sind neben einem auffälligen Sonogramm und veränderten Schilddrüsenhormonwerten (TSH, fT3, fT4) ein entscheidender Hinweis auf das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Bagatellerkrankung weiterlesen

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Verkannt und verharmlost – die autoimmunen Schilddrüsenentzündungen

Hannover, 22.03.2006. Seit einem Jahr bietet die Homepage Schilddrüsenguide (www.schilddruesenguide.de) betroffenen Patienten und behandelnden Ärzten unabhängige Informationen zu den autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow. Erstellt wurde das umfangreiche Internetportal von der Diplom-Pädagogin Nicole Rolfsmeier, die es sich zum Ziel gesetzt hat den konstruktiven Austausch zwischen Ärzten und Patienten zu fördern. Schilddrüsenspezialisten und Betroffene engagieren sich ehrenamtlich, um gemeinsam zur Aufklärung über die wenig beachteten und oft unterschätzten Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse beizutragen. Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Verkannt und verharmlost – die autoimmunen Schilddrüsenentzündungen weiterlesen

Schilddrüse & Begleiterkrankungen

Teilweise wird sehr viel darüber diskutiert und gestritten, ob und wenn ja welche Erkrankungen begleitend zu einer Schilddrüsenkrankheit auftreten können.

Relativ sicher sind sich die Mediziner, dass es bei rund einem Viertel der Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen zusätzlich noch zu einer weiteren Autoimmunerkrankung kommt. Welche das sein können und welche Krankheitssymptome möglicherweise darauf hindeuten, ist im Folgenden aufgeführt. Schilddrüse & Begleiterkrankungen weiterlesen